EUROSOLAR Newsletter Oktober 2016

Falls Bilder und Grafiken nicht richtig angezeigt werden, können Sie diese Email auch im Browser öffnen.

Kopf Newsletter
Bonn, Oktober 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von EUROSOLAR,

in unserer Oktoberausgabe informieren wir Sie wieder über aktuelle Geschehnisse aus der Energiewelt. Am Samstag verleihen wir in Solingen den Deutschen Solarpreis und zeigen gemeinsam mit unseren PreisträgerInnen, wie Energiewende funktionieren kann. Die aktuell beschlossene Resolution unserer Mitgliederversammlung verdeutlicht, was dafür auf politscher Ebene dringend zu tun ist.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns, Sie bald auf einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Ihr EUROSOLAR-Team

 

BannerEUROSOLARAktuell

„Nur 100% Erneuerbare in einer Generation ist Energiewende!“

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung von EUROSOLAR Deutschland wurde über den Stand der Energiewende in Deutschland und das zukünftige Vorgehen von EUROSOLAR beraten. Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet haben eine Resolution beschlossen, die eine NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG und eine Beschleunigung der Energiewende fordert und sich gegen die Rettung überkommener Strukturen ausspricht.

Die Resolution kritisiert scharf die derzeitige Energiepolitik auf deutscher aber auch auf europäischer Ebene, die eine Energiewende zwar publikumswirksam verspricht, jedoch in der Umsetzung immer neue Hürden für eine dezentrale, kommunale und demokratische Energieversorgung aufbaut. Es werden in der Folge umfassende Forderungen gestellt, wie eine Neue Energiemarktordnung gestaltet werden muss.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Pressemeldung und in der Resolution.

DSP ESP

Verleihung des Deutschen Solarpreises am 08. Oktober in Solingen

Diesen Samstag, den 8. Oktober, findet in Solingen die Verleihung des Deutschen Solarpreises an acht PreisträgerInnen statt. Die Veranstaltung beginnt um 15:00 Uhr im „Steinhaus-Bahnhof“ in Solingen. Im Anschluss an die Verleihung laden wir recht herzlich zu einem gemeinsamen Beisammensein mit Imbiss in der alten Fahrgastbrücke ein. Sollten Sie sich noch kurzfristig kostenfrei anmelden wollen, haben Sie heute bis 16 Uhr die letzte Gelegenheit!

Alle Informationen über die Deutschen Solarpreise finden Sie unter: http://bit.ly/2a73Xlm


________

Verleihung des Europäischen Solarpreises am 18. November in Barcelona

Zusammen mit der spanischen EUROSOLAR-Sektion und dem Barcelona City Council werden am Freitag, den 18. November, im historischen Hospital „Sant Pau“ in Barcelona die Europäischen Solarpreisträger gewürdigt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Führung zu den nachhaltigen Energieeffizienzeinrichtungen der historischen Gebäude. Ab mittags findet dann ein Symposium zu den Themen „Policy and vision for an energy transition“ und „Moving towards energy democracy“ statt, bevor am frühen Abend der Europäische Solarpreis verliehen wird. Wenn das kein guter Grund für eine Fahrt nach Barcelona ist!

Weitere Informationen und die kostenlose Anmeldung finden Sie unter: http://bit.ly/2anXx1h

BannerEUROSOLARVeranstaltungen


Politischer Abend beim IRES-Symposium 2016 am 1. Dezember in Berlin

Am Donnerstag, den 1. Dezember, organisiert EUROSOLAR gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW  zum dritten Mal das IRES-Symposium in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen beim Bund. Neben vielen Experten der Energieforschung, die ihre neuesten Erkenntnisse präsentieren, freuen wir uns auf einen hochrangig besetzten politischen Abend mit den energiepolitischen SprecherInnen der Parteien. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen und angeregte Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung und beim anschließenden gemeinsamen Ausklang des Abends.

Das vollständige Tagesprogramm und die Anmeldung zum Symposium finden Sie hier: http://bit.ly/29AtlzQ

_______

IRES 2017: Call for Abstracts erfolgreich abgeschlossen

Die 11. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2017) findet vom  14.-16. März auf der Messe Düsseldorf statt. EUROSOLAR wird gemeinsam mit der Energy Storage Europe drei Tage lang Gastgeber der weltweiten Energiespeicherbranche sein und die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung präsentieren und diskutieren.

In der vergangenen Woche ist der internationale Call for Abstracts zu Ende gegangen. In wenigen Wochen haben sich mehrere hundert Wissenschaftler an dem Aufruf beteiligt, ihre Forschungsergebnisse in einem Abstract einzureichen und sich so für eine Präsentation auf der Konferenz zu bewerben. Mitte Oktober tagt der wissenschaftliche Beirat und wird die Präsentationen der Posterausstellung und der parallelen Vortragsreihen auswählen. Falls Sie in Ihren Netzwerken für die Konferenz werben wollen, schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne Flyer und weitere Informationen zu. Senden Sie hierzu bitte eine formlose E-Mail an ires@eurosolar.de.

Der Ticketshop für die März-Konferenz öffnet im November. Bis dahin finden Sie weitere Informationen auf unserer Webseite www.energystorageconference.org.

 

Newsletter Header EUROSOLARunterstuetzt

Anti-Atom-Demontration in Lingen

Gemeinsam mit über 100 weiteren Gruppen und Organisationen unterstützt EUROSOLAR e.V. die Demonstration in Lingen am 29. Oktober. Dort wird gegen die beiden Atomstandorte Lingen und Gronau demonstriert. Die Brennelementfertigungsanlage in Lingen stellt trotz großer Bedenken auch fünf Jahre nach Fukushima weiterhin Brennelemente für Atomkraftwerke her und exportiert sie unter anderem auch an die maroden und brandgefährlichen AKWs Doel, Fessenheim und Cattenom. Beide Standorte in Lingen und Gronau sind vom deutschen Atomausstieg ausgenommen und sollen auch in Zukunft radioaktive Brennstoffe in alle Welt liefern. Daran wird die doppelzüngige Politik  deutlich, die nicht dazu beitragen will, wenigstens die Ausfuhrgenehmigungen für erwiesenermaßen unzuverlässige Reaktoren zurückzuziehen. Da heißt es mal wieder: Atomausstieg ist Handarbeit!

Alle notwendigen Infos, um den Protest auf die Straße zu bringen, finden Sie hier: http://weltweit.nirgendwo.info/demo/.

 

Kurznachrichten


EU-Parlament ratifiziert den Klimavertrag

Am 4. Oktober stimmte das EU-Parlament mit übergroßer Mehrheit der Ratifizierung des Pariser Klimavertrags zu. Damit sind nun die Bedingungen für das Inkrafttreten im Jahr 2020 erfüllt. Und wieder wurde der Anlass für Jubel und große Versprechungen genutzt. Doch trotz des Jubels ist die Welt damit noch nicht gerettet. Denn der Pariser Klimavertrag lässt die konkreten Mechnanismen, Maßnahmen und deren Kontrollen völlig offen. Und genau darum wird ab jetzt in den kommenden Verhandlungen gerungen, die im November in Marrakesch gastieren (COP22, 7.-18. November).

Die aktuelle Politik der Bundesregierung, etwa bei der Entkernung des Klimaschutzplans von Umweltministerin Barbara Hendricks, die Morgenluft witternde Atom- und CCS-Lobby und die aktuelle Politik der EU-Kommission lassen allerdings starke Zweifel daran aufkommen, dass der Klimavertrag die erhoffte Wirkung entfalten wird. Denn es fehlt nach wie vor das klare und eindeutige Bekenntnis für die konsequente Umsetzung einer Energiewende mit Erneuerbaren Energien.

________

Steuergeschenk der GroKo – Goldener Herbst dank Untätigkeit?

Im Auftrag der Naturstrom AG analysierte das Forum Ökologisch-Soziale Marktforschung (FÖS) die Auswirkungen des Auslaufens der Kernbrennstoffsteuer. Nach derzeitigem Stand wird die Steuer gegen Ende des Jahres auslaufen, obwohl die Gründe für ein Fortbestehen weiterhin gegeben sind. Die Große Koalition macht jedoch aktuell keinerlei Anstalten, die Kernelementesteuer zu verlängern. Bei dem zu befürchtenden stillen Auslaufen der Steuer können die Betreiber mit zusätzlichen Gewinnen von bis zu 4,4 Mrd. Euro rechnen. Damit wird die Rentabilität dieser unverantwortbaren Technologie deutlich erhöht und Atomstrom wird länger als nötig die Netze verstopfen.

Analysen von .ausgestrahlt e.V. zeigen unterdessen, dass die Betreiber bereits aktiv auf das Auslaufen der Steuer spekulieren und in diesem Jahr nur so viele Brennstäbe austauschen, wie für den Weiterbetrieb in 2016 unbedingt nötig ist. Im kommenden Jahr, so die Rechnung, werden die Reaktorkammern dann erneut geöffnet, um weitere Brennstäbe dann ohne steuerliche Belastung auszutauschen. Auch das geht auf Kosten der Allgemeinheit, denn jedes Öffnen des Deckels ist mit besonders hohen Strahlungsbelastungen verbunden.

Die Analyse des FÖS finden Sie als PDF unter: http://bit.ly/2dMFoY7 

________

Kein Ende der Kostendebatte – Kein Ende der Verdrehungen

Bereits seit August wird schon über die Höhe der EEG-Umlage im Jahr 2017 spekuliert, die doch eigentlich erst Mitte Oktober durch die Bundesnetzagentur berechnet und veröffentlicht wird. Es wird mit einem Anstieg der Umlage auf etwas über 7 ct/kWh gerechnet. Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft hat sich nun im Auftrag der energieintensiven Industrien (die bekanntlich weitgehend von der Umlage befreit sind) gleich daran gemacht und berechnet, dass die Umlage bis 2025 sogar auf bis zu 10 ct/kWh steigen könnte. Auch wenn leise eingeräumt wird, dass „eine verlässliche Prognose kaum möglich“ sei, hält das Kommentatoren nicht davon ab, das Ende der „Subventionierung“ zu fordern und bringt Herrn Fuchs dazu, einen „Kostendeckel“ für die Erneuerbaren zu fordern.

Doch warum steigt die Umlage, wo doch der EE-Ausbau drastisch verlangsamt wurde? Neben den besagten Industrierabatten, den hohen Kosten für den teuren Ausbau von Offshore-Wind ist insbesondere der seit 2010 angelegte Konstruktionsfehler im Wälzungsmechanismus dafür verantwortlich. Die EEG-Umlage berechnet sich aus der Differenz der anfallenden Förderkosten und den Erlösen aus der erzwungenen Vermarktung des Stroms als Graustrom an der Strombörse. Weil unflexible fossile und atomare Kraftwerke auch bei hoher Einspeisung durch EE-Anlagen weiterlaufen, entsteht ein historisches Überangebot an Strom und dadurch fallen die Großhandelspreise bereits seit Jahren. Dadurch steigt der Anteil, den die sogenannten nichtpreviligierten Letztverbrauchern per Umlage schultern müssen. Mit anderen Worten: Wir haben es mit einem Politik- und Marktversagen zu tun. Die Höhe der Umlage hat sich längst von der Ausbaugeschwindigkeit entkoppelt und wird gezielt und bewusst dazu genutzt, den Umstieg auf Erneuerbare Energien als zu teuer zu diffamieren.

Mehr Informationen:
http://bit.ly/2dUdidV
http://bit.ly/2dxcWL7

 

zum Schluss


Von Mehrheiten und Beharrungskräften

Aktuelle Umfragen bestätigen wiederholt, dass die Menschen mit großer Mehrheit eine echte Energiewende wollen. Sie sprechen sich auch mehrheitlich für ein schnelles Ende der Kohleverstromung aus und sind sogar bereit, selbst in die Erneuerbare Energien zu investieren. Beste Voraussetzungen also für eine konsequente Energiewende und grünes Licht für die Politik, beherzte Schritte in das solare Zeitalter zu tun? Bekanntlich nicht, denn die Beharrungskräfte überkommener Strukturen und der Profiteure des fossil-atomaren Zeitalters stehen dem im Wege. Das blinde Vertrauen in zentralistische Großprojekte verhindert in den Schaltzentralen der Macht die Einsicht, dass die Zukunft dezentrale, demokratische und flexible Strukturen benötigt.

Es gilt, mit Blick auf die anstehenden Wahlen im kommenden Jahr, die Forderungen von EUROSOLAR für eine schnelle, dezentrale Energiewende innerhalb einer Generation zum zentralen Wahlprüfstein zu machen und blumige Wahlversprechungen kritisch zu hinterfragen. Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns dabei, unsere Forderungen zu verbreiten. Treten Sie gemeinsam mit uns und den vielen MitstreiterInnen für eine Neue Energiemarktordnung ein und seien Sie Teil einer sozialen Bewegung ins Solarzeitalter.

Hier noch einmal der Link zu unserer Resolution!

 

Mehr Informationen finden Sie wie immer auf unserer Internetseite www.eurosolar.org
Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

Stärken Sie die Arbeit von EUROSOLAR und werden Sie Mitgleid!
Als Mitglieder unterstützen Sie unsere Unabhängigkeit und
damit die dezentrale Energiewende!
Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

 

 Infomails von EUROSOLAR abbestellen

 
 
Powered by AcyMailing