EUROSOLAR Newsletter November 2016

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Bonn, November 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von EUROSOLAR,

der Anfang vom Ende des Jahres ist da und mit der dunklen Jahreszeit fangen auch die Ersten an, das Jahr Revue passieren zu lassen. In der Geschäftsstelle in Bonn ist viel passiert: nach der Übergabe der Geschäftsleitung und einigen personellen Veränderungen im Team haben wir in den letzten zehn Monaten daran gearbeitet, die erfolgreiche Vereinsarbeit von EUROSOLAR auch in neuer Besetzung weiter zu entwickeln und zu verbessern. Neben einem verstärkten Auftritt in den sozialen Medien freuen wir uns besonders auf unsere neue Internetseite zum Ende des Jahres. Ein modernes Layout und eine übersichtliche Struktur werden dafür sorgen, unsere Informationen und Argumente zur Energiewende besser zu verbreiten.

EUROSOLAR ist als gemeinnütziger Verein auch auf Spenden von Mitgliedern und Einzelpersonen angewiesen. Ohne diese Unterstützung wäre unsere umfangreiche Arbeit nicht möglich. Falls Sie also noch nicht wissen, wem Sie in diesem Jahr eine Spende zukommen lassen möchten, denken Sie doch gerne an uns! Spenden sind selbstverständlich steuerlich absetzbar und werden von uns dazu genutzt, neue Aktivitäten zu ermöglichen.

Ihr EUROSOLAR-Team

 

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IRES-Symposium: Politische Rahmenbedingungen für Speicher

Am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, organisiert EUROSOLAR gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW das dritte IRES-Symposium in der Landesvertretung NRW. Experten aus Energieforschung und -politik diskutieren und präsentieren den aktuellen Stand der Wissenschaft und die politischen Rahmenbedingungen für die Speicherung Erneuerbarer Energien. Zu den Referenten zählen hochrangige Vertreter aus Forschung, Politik und Verwaltung, u.a. Prof. Dr. Quaschning, Prof. Dr. Sauer, Prof. Doetsch, Prof. Dr. Sterner und Prof. Dr. Stadler.

Ab 17 Uhr leitet NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel mit einem Impulsvortrag in den politischen Abend über. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion hinterfragen Prof. Claudia Kemfert, Eva Bulling-Schröter, Oliver Krischer, Dr. Joachim Pfeiffer, Johann Saathoff und Dr. Ralf Sitte die Chancen und Hürden der unterschiedlichen Flexibilitätsoptionen. Ziel der Veranstaltung ist der Austausch über Entwicklung, Einführung und Nutzung von Flexibilitätsoptionen. Neben der Präsentation vorhandener technischer Lösungen werden deren Rahmenbedingungen sowie Vor- und Nachteile thematisiert.

Die Anmeldung ist noch diesen Monat online oder per Fax möglich. Mitglieder profitieren wie immer von Nachlässen. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Webseite: http://bit.ly/29AtlzQ

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IRES 2017: Frühbucher aufgepasst - Ticketshop eröffnet Mitte November

Vom 14. bis zum 16. März 2017 organisiert EUROSOLAR in Partnerschaft mit der Messe Düsseldorf die 11. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES) und Energy Storage Europe auf dem Gelände der Messe Düsseldorf. Neben den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Speichertechnologien werden auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorgestellt und diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendbarkeit von Speichertechnologien in dezentralisierten Energieversorgungssystemen.

Der Ticketshop öffnet am 21. November online auf www.energystorageconference.org. Bis zum 31. Januar 2017 erhalten FrühbucherInnen einen Sonderpreis auf Konferenz- und Tagestickets. EUROSOLAR-Mitglieder erhalten wie immer einen weiteren Rabatt von 20 %! Erleben Sie die ganze Welt der Energiespeicherung in Düsseldorf.

 

DSP ESP


Verleihung des Europäischen Solarpreises am 18. November in Barcelona

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres findet am Freitag, den 18. November 2016, statt. Gemeinsam mit der spanischen EUROSOLAR-Sektion und dem Barcelona City Council wird der Europäische Solarpreis 2016 verliehen. Die Veranstaltung findet im historischen Hospital "Recinte Modernista de Sant Pau" in Barcelona statt. Neben der feierlichen Preisverleihung am Abend erwartet die Gäste eine Führung zu den nachhaltigen Energieeffizienzeinrichtungen der historischen Gebäude sowie ein Symposium mit Vorträgen und Diskussionen zu den Themen "Policy and vision for an energy transition" und "Moving towards energy democracy". Abgerundet wird die Veranstaltung im Rahmen eines gemütlichen Get-Together.

Die Veranstaltung ist kostenfrei – um eine Anmeldung bis zum 10. November wird gebeten. Eine Simultanübersetzung Spanisch-Englisch/Englisch-Spanisch wird angeboten. Die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auf den englischen Seiten von EUROSOLAR: http://bit.ly/2dlB3Li

 

EUROSOLAR Aktuell


Stellungnahme zum Impulspapier Strom 2030

Das BMWi hat im September ein Impulspapier mit dem Titel Strom 2030 veröffentlicht, mit dem eine breite Diskussion zu den mittelfristigen Entwicklungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Energiewende eingeleitet werden soll. BürgerInnen, Akteure und Verbände waren aufgerufen, dazu Stellung zu nehmen. Auch EUROSOLAR hat seine Stellungnahme abgegeben. Darin wird das Impulspapier und die aktuelle Energiepolitik kritisiert. Insbesondere gehen wir darin auf die Schönfärbereien des BMWi ein, die sich an vielen Punkten des Papiers offenbaren. Wenige Wochen nach der EEG-Deform, die den Ausbau der Erneuerbaren weiter abbremst und sehenden Auges die kleineren aber in ihrer Vielzahl entscheidenden Akteure der Energiewende benachteiligt, kommt dieser Diskussionsprozess zur Unzeit.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier: http://bit.ly/2fy7pru

 

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NRW-Klimakongress am 16. November in Wuppertal

Am 16. November findet in der Historischen Stadthalle Wuppertal der „NRW-Klimakongress 2016“ statt. Das Themenspektrum reicht von Vorträgen prominenter Referenten zur Mobilitäts- und Wärmewende bis hin zu aktuellen Erkenntnissen der Klimafolgenforschung. EUROSOLAR ist mit einem Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vor Ort und informiert die Besucher über unsere Arbeit und den aktuellen Stand der Energiewende. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird jedoch bis spätestens zum 07. November 2016 gebeten!

Weitere Informationen zur Anmeldung, Anreise etc. erhalten Sie unter http://bit.ly/2eXHqro

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Erstes Global Renewable Energy Forum (GREF) in Bonn

Am 1. Dezember 2016 richtet die Botschaft der Republik Korea das erste "Global Renewable Energy Forum" aus. Ein Jahr nach der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens zieht die hochkarätige Veranstaltung eine erste Bilanz hinsichtlich des Fortschritts der internationalen Gemeinschaft, die globale Erderwärmung auf weit unter 2°C zu begrenzen. Aufgrund der herausgehobenen Rolle des Energiesektors konzentriert sich diese Konferenz auf die Fragestellung, welche Anstrengungen auf dem Gebiet der Politik, der Finanzwirtschaft sowie der technologischen Entwicklung notwendig sind, um den Ausbau Erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und die ambitionierten Ziele des Pariser Klimaabkommens in die Tat umzusetzen.

Das Programm ist unter folgendem Link aufrufbar: http://bit.ly/2egqOXK. Anmeldungen können online vorgenommen werden.

 

Kurznachrichten


Schadstoffsteuer mit Signalwirkung

Laut einer Studie des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft liegen die nicht im Strompreis ablesbaren versteckten Kosten fossiler Energieträger bei rund 33-38 Mrd. Euro im Jahr und kommen die Gesellschaft damit deutlich teurer zu stehen als die viel diskutierte EEG Umlage. Bei einer Umlegung dieser Belastungen in einer CO²-Steuer auf den Strompreis müsste dieser statt 29 Cent sogar 39 Cent/kWh betragen. Die aktuelle Belastung fossiler, aber auch regenerativer Erzeuger mit der einst als Umweltsteuer eingeführten Stromsteuer wird dem nicht gerecht, da sie keinerlei Steuerungswirkung entfaltet. Um die wahren Stromkosten darzustellen und die Verursacher von Umweltschäden in Verantwortung zu nehmen, sollte nach Ansicht der Autoren stattdessen der CO2 Ausstoß bepreist werden.

EUROSOLAR forderte zuletzt in seiner Resolution der Mitgliederversammlung vom 24. September eine umfassende Schadstoffsteuer, um auch die Belastungen durch Umweltgifte und die Hinterlassenschaften des Atomstroms adäquat erfassen zu können.

Quellen: http://bit.ly/2fcLz8R und http://bit.ly/2e1Ybji

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NRW und Thüringen gehen mit gutem Beispiel voran

Dass die Energiewende endlich auch auf den Dächern und in den Kellern von Mietshäusern stattfinden muss, ist eigentlich allen Beteiligten klar. Denn dort liegt nicht nur ein riesiges Potential für PV-Anlagen und dezentrale BHKW-Konzepte weitgehend brach, sondern auch die Möglichkeit, Menschen ohne "eigenes Dach" von den Vorteilen einer modernen Energieversorgung profitieren zu lassen. Dem BMWi konnte dazu den Verhandlungen zum EEG 2017 nur in letzter Minute eine magere Verordnungsermächtigung abgerungen werden, die die Benachteiligung solcher Energiekonzepte gegenüber Eigenheim-Anlagen endlich aufheben soll. Eine entsprechende Verordnung ist allerdings nach wie vor noch nicht in Sicht.

Deswegen gehen nun die Bundesländer NRW und Thüringen mit gutem Beispiel voran und nutzen ihre Spielräume um Mieterstrommodelle aktiv zu unterstützen. NRW, dass auch große Speichervorhaben im Land fördern wird, gewährt bei Mieterstrommodellen Zuschüsse für die Umrüstung der relative aufwendigen Zählerstruktur sowie den Aufbau datenbankbasierter Abrechnungssysteme. Thüringen hat dieser Tage das Förderprogram SolarInvest bekanntgegeben, mit dem insbesondere Mieterstrom- und Eigenverbrauchsanlagen mit insgesamt 3,4 Millionen Euro in Form von Investitionszuschüssen gefördert werden sollen.

Quellen: http://bit.ly/2fe6uLh

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Größte solarthermische Anlage Deutschlands in Betrieb genommen

In der brandenburgischen Stadt Senftenberg wurde im September Deutschlands größte, laut Herstellerangaben sogar weltweit größte Solarthermieanlage ihrer Art, in Betrieb genommen. Sie wurde auf dem ehemaligen Lausitzer Braunkohleabbaugebiet errichtet, wo der Tagebau 1990 eingestellt wurde. Auf einer Fläche von 2,2 Hektar produzieren 1.680 Röhrenkollektoren während der durchschnittlich gut 1.700 Sonnenstunden pro Jahr etwa 4 Millionen Kilowattstunden Wärme. Dies reicht aus, um die Grundlast der Stadt mit ihren 25.000 Einwohnern verteilt auf 10.000 Haushalte im Sommer über das Fernwärmenetz nahezu komplett abzudecken. Für darüber hinausgehenden Bedarf wurde ein Erdgaskessel installiert. Diese Lösung ersetzt den bisherigen Braunkohlestaubkessel und trägt so maßgeblich zur Nachhaltigkeit bei.

In der Kommune, die schon seit 2011 den Stromverbrauch bilanziell zu 90 % erneuerbar deckt, stellt die Wärme den größten Anteil des Gesamtenergieverbrauchs dar. Die erfolgreiche und wirtschaftliche Implementierung dieses Technologiemixes ist ein positives Beispiel für die Einbindung solarthermischer Wärmeerzeugung in die fossil dominierte Wärmeinfrastruktur und zeigt das Potential der Energiewende in und für die ehemalige Braunkohleregion. Als ein Vorreiter der kommunalen Energiewende wurde die Stadt Senftenberg von der Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet.

Quelle: http://bit.ly/2fEowab

 

zum Schluss


Alle Jahre wieder

Das Spiel ist bereits bekannt. Jedes Jahr im Herbst gibt die Bundesnetzagentur die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr bekannt. Die behördliche Festlegung erfolgt auf der Grundlage der tatsächlichen Zahlungen an die BetreiberInnen von EE-Anlagen und der Prognose der Übertragungsnetzbetreiber für das kommende Jahr. Und wie immer gibt es dazu im Vorfeld viele Spekulationen und viel Meinungsmache. So ist das eben in einer Gesellschaft, in der Empörung offenbar mehr Aufmerksamkeit erzeugt als Fakten.

Kurz gesagt, eine tolle Gelegenheit für alle, die die EEG-Umlage schon immer für unsinnig, zu hoch oder die Energiewende ohnehin total doof finden. Oder auch ein schöner Anlass, um eine transparente Umlage wider besseren Wissens zur empörenswerten Subvention umzudefinieren.

Wir wollen an dieser Stelle nicht unterschlagen, dass in dem Zusammenhang auch sinnvolle Beiträge zur zukünftigen Finanzierung der unvermeidbaren Kosten der Energiewende geschrieben wurden. Doch die größte Aufmerksamkeit und die meisten Nachahmer erlangen aus unserer Sicht die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM), bekannt aus Funk und Fernsehen ("Du bist Deutschland") und die AfD, die sich anschickt, das Thema für sich und ihr unappetitliches Weltbild auszuschlachten und in einer Online-Petition direkt die Abschaffung des EEG fordert.

Da Weihnachten vor der Tür steht, hier eine Liste unserer Wünsche in diesem Zusammenhang:

1. Wer über die EEG-Umlage redet, möge von der Subventionierung der fossil-atomaren Großkonzerne und von großzügigen Industrierabatten nicht schweigen oder es sollen ihm oder ihr Storchenbeine wachsen.

2. Wer konstruktive Vorschläge zur Finanzierung der Energiewende macht, möge bitte auch über die vielen konstruktiven Vorschläge nachdenken, die in der Vergangenheit nicht umgesetzt wurden und sich fragen, woran das wohl liegen könnte.

3. Wer immer nur die Kosten der Energiewende geißelt ohne die realen Investitionen in die Zukunft zu erkennen und mit keinem Wort die damit verbundenen, mindestens dreihunderttausend Jobs in Deutschland zu erwähnen, dem möge Knecht Ruprecht beim anstehenden Hausbesuch so lange den Hintern versohlen, bis der häusliche Wärmebedarf für den Rest des Jahres gedeckt ist.

4. Umsiedlung aller verantwortlichen Urheber und Unterstützer der letzten EEG-Deformen: statt Villenviertel am Stadtrand oder Loft in Berlin empfehlen wir - bei freier Auswahl - eine Ansiedlung in Sichtweite von: Boxberg, Schwarze Pumpe, Neurath, Niederaußem, Neckarwestheim, Gundremmingen, Phillipsburg usw. Die Kosten der Umsiedlung übernimmt ihr Steuerzahler mit größtem Vergnügen.

In diesem Sinne,
Ho Ho Ho

 

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.eurosolar.org.
Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

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