EUROSOLAR Newsletter Februar 2017

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Februar 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FreundInnen von EUROSOLAR,

mit unserem Februar-Newsletter informieren wir Sie über unsere kommenden Veranstaltungen und ausgewählte Entwicklungen aus der Welt der Erneuerbaren Energien. Mit jener stets Erneuerbaren Energie treten wir von EUROSOLAR e.V. jeden Tag für eine schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende ein. Dabei bedingen sich die drei Aspekte gegenseitig: schnell geht nur dezentral, nämlich mit den vielen kommunalen und klein- und mittelständischen Akteuren. Und diese realisieren die rasche Senkung der Investitionskosten für neue EE-Anlagen und verkürzen die Risiken, Schäden und Kosten eines in die Länge gezogenen Parallelbetriebs des fossil-atomaren Energiesystems. Unterstützen Sie uns dabei, die ökonomischen, sozialen und ökologischen Potentiale einer solchen Energiewende noch zu unseren Lebzeiten gemeinsam zu realisieren und werden Sie Mitglied bei EUROSOLAR e.V.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr EUROSOLAR-Team

Inhalt:

1. EUROSOLAR-Veranstaltungen
2. Deutscher und Europäischer Solarpreis
3. Kurznachrichten
4. Das Letzte zum Schluss

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IRES 2017 und ESE (expo & conference)

In der EUROSOLAR-Geschäftstelle in Bonn steht dieser Tage alles im Zeichen der Vorbereitungen für DAS Energiespeicherevent im März 2017! Dank unseres langjährigen Engagements im Speicherbereich und der erfolgreichen Kooperation von EUROSOLAR mit der Messe Düsseldorf laden wir Sie zum weltweit größten Speicherevent ein! Mit einem Ticket können Sie sich bei der IRES 2017 von EUROSOLAR und der Energy Storage Europe der Messe Düsseldorf nun erstmals in der Messehalle 8b umfassend informieren, mit unseren ExpertenInnen diskutieren und neue Kontakte knüpfen. Mit Vorträgen und Diskussionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu allen Speichertechnologien, einer wissenschaftlichen Posterausstellung, der stetig wachsenden Messeausstellung und einem attraktiven Rahmenprogramm bieten wir Ihnen ein rundes und attraktives Programm.

Erleben Sie die ganze Welt der Energiespeicherung an drei spannenden Tagen in Düsseldorf. Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen: www.energystorageconference.org

Deutsche Vortragsreihe auf der 11. Internationalen Konferenz für die Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2017)

Am 15.03.2017 organisiert EUROSOLAR in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW wieder eine deutschsprachige Vortragsreihe auf der IRES2017. Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren, ausgehend von den Fortschritten und Hemmnissen bei Speichern, die Perspektiven und Potentiale der deutschen Energiewende. Neben den aktuellen politischen Rahmenbedingungen der deutschen Energiepolitik werden auch Praxisbeispiele aus dem Bereich der Sektorenkopplung in Nordrhein-Westfalen beleuchtet. Am Abend rücken die Kontroversen um die Zusammenhänge des EE-Ausbaus, des Netzausbaus und der Rolle von Speichertechnologien in den Fokus einer Podiumsdiskussion.

Das ausführliche Programm sowie den Ticketshop finden Sie unter www.energystorageconference.org

Stadtwerke als Innovationstreiber einer dezentralen und bürgernahen Energiewende

EUROSOLAR e.V. und die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH veranstalten gemeinsam am 10. und 11. Mai 2017 die jährlich stattfindende Stadtwerkekonferenz in Schwäbisch Gmünd. Innovative Geschäftsmodelle und Strategien sowie Praxisbeispiele von und für Stadtwerke werden dem Publikum vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die inhaltlichen Schwerpunkte der zweitägigen Konferenz bilden die Themen:

  • Flexible Erzeugung von Strom und Wärme
  • Neue Geschäftsmodelle für Stadtwerke im Zeitalter der Digitalisierung
  • Potential und Realisierungsstrategien von Mieterstrommodellen
  • Realisierung von PV-Projekten mit Bürgerbeteiligung
  • Kommunale Daseinsvorsorge und Rekommunalisierung
Hier können Sie sich als TeilnehmerIn für die Konferenz anmelden. EUROSOLAR-Mitglieder sowie KommunalvertreterInnen erhalten vergünstigte Konditionen. Unternehmen, Organisationen und Institutionen haben die Möglichkeit, sich dem Konferenzpublikum vor Ort als Aussteller oder Sponsor zu präsentieren. Eine Übersicht über die verschiedenen Optionen erhalten Sie in unserem Aussteller-Formular.

Weitere Informationen: www.stadtwerke-konferenz.eurosolar.de
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Bewerbungsphase startet Mitte Februar!

Die Solarpreise von EUROSOLAR gehen in die nächste Runde! Ab dem 15. Februar können sich wieder innovative Projekte und Initiativen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien bewerben oder vorgeschlagen werden. Die Ausschreibung richtet sich an Städte/Gemeinden, ArchitektInnen, kommunale und privatwirtschaftliche Unternehmen, Vereine, Organisationen und Genossenschaften, JournalistInnen und natürlich an Bürgerinnen und Bürger, die die Energiewende aktiv unterstützen. Die Bewerbungsphase endet am 15. Juni.

Der Deutsche Solarpreis wird am 14. Oktober 2017 in der Villa Media in Wuppertal verliehen. Die Preisverleihung des Europäischen Solarpreises findet am 18. November 2017 in Wien statt.

Hinweise zur Bewerbung:

Deutscher Solarpreis
Europäischer Solarpreis
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Schleppender Ausbau Erneuerbarer Energien in Europa

Die Energiewende kommt in Europa weiterhin nur in sehr kleinen Schritten voran. Von 2014 bis 2015 stieg der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch auf 16,4 Prozent, was einem Wachstum von lediglich 0,4 Prozent entspricht. Dennoch gibt sich die Europäische Kommission nach außen hin optimistisch, ihr niedrig gestecktes 27 Prozent-Ausbauziel bis 2030 zu erreichen. Dazu stellte die Kommission, mit dem im Dezember 2016 veröffentlichten „Winter Package“, entsprechende Maßnahmen vor. Bei deren genaueren Betrachtung kann jedoch der Eindruck entstehen, dass hier eine bewusste Ablenkungs- und Verwässerungsstrategie verfolgt wird.

Anstatt Ausbaumaßnahmen für Erneuerbare ernsthaft einzufordern, konzentriert sich die Energiepolitik der EU auf CO2-Ziele und auf eine möglichst lange Erhaltung der Atomenergie im Markt. Es ist zudem zu befürchten, dass die geplanten europaweiten und technologieoffenen Ausschreibungen für Erneuerbare die Energiewende ebenfalls nicht weiter voran bringen werden, sondern einen Verlust der Chancengleichheit und Mitbestimmung zur Folge haben. Eine s.g. "Harmonisierung" durch Ausschreibungen führt zur Stärkung zentralistischer Strukturen und damit zu der Notwendigkeit, transnationale Netze auszubauen, anstatt sinnvollerweise europaweit auf eine dezentrale Energieautonomie zu setzen.

Mit den vorgestellten Maßnahmen können die nach außen kommunizierten Ziele der Kommission jedenfalls nicht erreicht werden. Das „Winter Package“ scheint vielmehr auf die Interessen der Energieoligopole und der Verwirklichung ihrer Eigeninteressen ausgerichtet zu sein.

Weiter Informationen: http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-17-163_de.htm

Ende der fossilen Energieindustrie wohl näher als gedacht

Eine neue Studie der Carbon Tracker Initiative und des Grantham Institute for Climate Change in London rechnet mit dem Einsetzen einer stagnierenden Nachfrage nach Öl, Gas und Kohle bereits in wenigen Jahren. Dies sei vor allem auf die rapide fallenden Kosten für Solarstrom (-85 Prozent in den letzten sieben Jahren), den wachsenden Marktanteil von Elektroautos (aktuell +60 Prozent Wachstum pro Jahr) und die sinkenden Batteriekosten (-73 Prozent in den letzten sieben Jahren) zurückzuführen. Die fossilen Energiekonzerne blicken dieser Entwicklung noch recht gelassen entgegen, denn ihre Prognosen fallen deutlich konservativer aus. Man rechne damit, dass selbst in 20 Jahren Öl, Gas und Kohle noch rund Dreiviertel der Energieversorgung ausmachen werden.

Die neue Studie des Graham Instituts basiert dagegen auf der Annahme, dass sich die niedrigsten Kostenoptionen im weltweiten Energiesystem durchsetzen werden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre die fossilen Energien rund zehn Prozent ihres Marktanteils an die Photovoltaik und die Elektromobilität verlieren werden. Die fossile Energieindustrie sollte daher besser schneller ihre Strategien zu überdenken und sich einer schadstofffreien Zukunft nicht verschließen. Die einzige Alternative wäre als Dinosaurier auszusterben.

Weitere Informationen: http://www.klimaretter.info/wirtschaft/hintergrund/22622-oel-der-anfang-vom-ende-naht

Kein Grund zum Jubeln: Ergebnisse der ersten PV-Ausschreibungsrunde 2017

Die Bundesnetzagentur hat dieser Tage die vorläufigen Ergebnisse der ersten PV-Ausschreibungsrunde für Photovoltaikanlagen über 750kWp in 2017 veröffentlicht und sich dabei sehr erfreut über den hohen Wettbewerb gezeigt. Denn erneut war das ausgeschriebene Volumen von 200 MWp um mehr als das Doppelte überzeichnet. Neu an dieser Ausschreibungsrunde ist, dass erstmals auch große Anlagen auf Dachflächen an der Ausschreibung teilnehmen mussten, um eine Förderberechtigung zu erhalten. Von den 38 bezuschlagten Geboten sollen 9 auf baulichen Anlagen errichtet werden.

In den einschlägigen Medien wird die zentrale Botschaft der Ausschreibungsfreunde willig verbreitet: die Zuschlagspreise sind erneut auf nun im Schnitt 6,58 ct/kWh gesunken. Die Frage nach den 58 weiteren Geboten mit einem Volumen von 288 MWp taucht jedoch kaum oder nur am Rande auf. Diese sind aufgrund der Deckelung des Ausbaus nicht zum Zuge gekommen und werden auf die nächste Ausschreibungsrunde vertröstet. Wie lange wird das aber noch gutgehen? Wenn Herr Jochen Homann von der Bundesnetzagentur sagt: "Der Wettbewerb ist weiterhin erfreulich hoch", ahnt er dann schon, dass sich das Feld der Wettbewerber bald stark reduzieren wird?

Dass die Preise für PV-Anlagen fallen, sollte nicht als pauschaler Erfolg der Ausschreibungen gefeiert werden. Die Preise fallen aufgrund der weltweit steigenden Produktions- und Installationszahlen und der technologischen Leistungssteigerungen der Komponenten kontinuierlich und das ist eine seit Jahrzehnten gesicherte Erkenntnis, die bereits im Ur-EEG mit einer degressiven Einspeisevergütung bedacht wurde.

Wir bleiben dabei: eine allein auf den niedrigsten Preis orientierte Ausschreibungspraxis in Verbindung mit der Deckelung des Ausbaus ist angesichts längst wettbewerbsfähiger Preise für EE-Strom nicht sinnvoll begründbar und bleibt ein Irrweg bzw. ein Bremsmanöver!

Weitere Informationen: https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/08022017_solar.html?nn=265778

Newsletter Header zum Schluss

Ach was! Die Wissenschaft hat nachgewiesen...

Die Mehrzahl der Menschen wohnt in Deutschland bekanntlich zur Miete und das meistens in entsprechenden Mehrfamilienhäuser. Aufgrund bürokratischerer Hemmnisse wurden die darüber befindlichen Dachflächen bisher nur selten für EE-Anlagen genutzt. Im Gesetzgebungsverfahren zum EEG 2017 konnte mit Müh und Not eine Verordnungsermächtigung für die leichtere Umsetzung von Mieterstrommodellen verankert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat bisher allerdings keine Verordnung erstellt, sondern Ende Januar erst einmal eine Studie veröffentlicht. Diese Studie kommt nun zu zwei völlig überraschenden Ergebnissen:

1. Das Potential für Mieterstrom ist enorm: 3,8 Millionen Wohnungen könnten mit ca. 14 Terrawattstunden Strom vom eigenen Dach oder Keller versorgt werden!

2. Statt einer - in einer Verordnung durchaus machbaren - Erleichterung für solche Anlagen, etwa durch den Verzicht auf die ohnehin unsinnige Erhebung der EEG-Umlage auf selbsterzeugten Strom, wird für eine Neuregelung im EEG plädiert. Denn man könne, so die Begründung der Studie, "Mieterstrom mit einer direkten Vergütung zielgenauer und differenzierter fördern (kann) als mit einer pauschalen Verringerung der EEG-Umlage".

Klar, könnte man machen, wenn man wöllte. Das ist natürlich eine wunderbare Steilvorlage für die weitere Untätigkeit des BMWi und den Verzicht auf die Erarbeitung einer Mieterstromverordnung. Sollte im Sinne der neuerdings wieder en vogue erscheinenden sozialen Gerechtigkeit an dieser Stelle vielleicht doch Pragmatismus vor (kaum zu erwartender) Präzision stehen?

Wir finden: Mieterstromverordnung, jetzt erst recht! 

Quelle: http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170124-studie-mieterstrom.html

Mehr Informationen finden Sie wie immer auf unserer Internetseite www.eurosolar.org
Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

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Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

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