• Deutscher und Europäischer Solarpreis
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    14. - 17. März
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    Konferenz
    zur Speicherung
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  • Verleihung des Deutschen Solarpreises 2016
    Verleihung des
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    in Solingen

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Bonn, 18. September 2014

EUROSOLAR: Agora-Untersuchung basiert auf umstrittenem Bedarfsplan und ist daher keine Antwort auf die aktuelle Frage, ob Speicher den überzogenen Übertragungsnetzausbau vermeiden können

Am 15.09.2014 wurde von „Agora Energiewende“, einer gemeinsamen Initiative der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation, eine Untersuchung mit dem Titel „Stromspeicher in der Energiewende“ vorgelegt. Diese Untersuchung, zu deren „Unterstützerkreise“ unter anderen auch der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH gehörte, kommt zu dem Ergebnis, dass „der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht auf Stromspeicher warten muss“, dass aber Stromspeicher einen „gleichberechtigten Zugang zu Märkten der Flexibilität“ und eine Berücksichtigung in regulatorischen Rahmen für Verteilnetze erfahren sollten. Die Untersuchung nimmt dabei den massiven Übertragungsnetzausbau als gegeben hin und untersucht nicht die aktuelle Frage, ob die schnelle Markteinführung bereits bestehender Speichertechnologien einen großen Teil des umstrittenen Übertragungsnetzausbaus überflüssig machen würde.  

In Verkennung dieser Tatsache und in unzulässiger Verkürzung der Ergebnisse der in Rede stehenden Untersuchung haben einige Medien „berichtet“, ein massiver Netzausbau würde Stromspeicher überflüssig machen. Diese Meldung gibt jedoch weder die Untersuchung, noch eine nüchterne Betrachtung energiewirtschaftlicher und physikalischer Notwendigkeiten her.

EUROSOLAR – die Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. weist aus diesem Anlass darauf hin, dass die Untersuchung „Stromspeicher in der Energiewende“ die Frage einer Alternative zum umstrittenen massiven Übertragungsnetzausbau gemäß „Bedarfsplangesetz“ von Anfang an ausgeklammert hat und daher auch keine Antwort auf diese Frage darstellt.

Vor diesem Hintergrund ist es beachtlich, dass die Untersuchung gleichwohl zu dem Ergebnis kommt, dass es schon jetzt eines gesetzlichen Rahmens für die Markteinführung von Stromspeichern auf der Verteilnetzebene bedarf, damit (auf Grund der steigenden industriellen Produktion und der damit verbundenen Kostendegression) diese Technologien ab 2030 kostengünstiger zum Einsatz kommen können.

EUROSOLAR – die Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. fordert einen solchen gesetzlichen Rahmen für die Markteinführung von Stromspeichern schon seit langem als zentralen Bestandteil einer NEUEN ENERGIEMARKTORDNUNG (NEMO).

Eine offensive Strategie zur raschen Einbindung von dezentralen Stromspeichern (Redox-Flow, Power-to-X), insbesondere auf der Verteilnetzebene (also regionale Netzbetreiber, z.B. Stadtwerke), würde den überzogenen und teuren Netzausbau mit all seinen inneren Widersprüchen und Fragwürdigkeiten („Braunkohle-HGÜ“, „Windstromfreies NRW“) überflüssig machen - auch in der Argumentation derer, die nach wie vor behaupten (oder auch wirklich glauben), der Übertragungsnetzausbau sei wegen der Energiewende notwendig.

Eine offensive Nutzung von Stromspeichersystemen in Deutschland wird auch deren industrielle Produktion in Deutschland voranbringen und dadurch die Preise für diese Systeme senken, was wiederum den Export dieser Systeme stärken wird. Schließlich werden Stromspeicher gerade auch in Ländern gebraucht, die keine bereits so gut entwickelten Übergangs- und Verteilnetze haben wie Deutschland.

Wenn wir eine wirkliche Energiewende wollen, also eine zukünftige 100 %ige Versorgung aus Erneuerbaren Energien, dann brauchen wir Stromspeicher - so, wie ein vollständiges Haus ein Dach braucht. Dies wird auch von der Agora-Untersuchung bestätigt. Warum also sollten wir viel Geld für ein zweites Badzimmer verplempern, wenn wir das Dach sowieso brauchen?
 
Stephan Grüger, MdL, Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR
Dr. Fabio Longo, Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR

Termine

14.-16. März 2017

11. IRES 2017

Die 11. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES) findet gemeinsam mit der 6. Energy Storage Europe (Konferenz und Expo) in Düsseldorf statt.

10./11. Mai 2017

Stadtwerke Konferenz

EUROSOLAR-Konferenz "Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien" in Schwäbisch Gmünd.

06. Mai 2017

Europäische Delegiertenversammlung

VertreterInnen der europäischen EUROSOLAR-Sektionen treffen sich für die zweijährliche Delegiertenversammlung.

14. Oktober 2017

Deutscher Solarpreis

Mit der Verleihung der deutschen Solarpreise werden innovative Vorbilder und engagierte Wegbereiter in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt sowie neue Impulse für eine regenerative und dezentrale Energiewende gegeben.

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung

"Neue Energiemarktordnung statt Rettung überkommener Strukturen"

Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien macht uns unabhängig von konfliktreichen Herkunftsländern und entzieht den Konflikten um Öl, Kohle, Erdgas und Uran gleichzeitig den Treibstoff. Sie ist damit ein aktiver Beitrag zum Frieden. Sie macht die Welt sicherer. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien holt die Wertschöpfung in die Regionen und stärkt damit die ländlichen Räume, sie schafft hochwertige Arbeitsplätze in Produktion, Aufbau, Betrieb, Pflege, Wartung und später auch Abbau und Recycling von Erneuerbare-Energien-Anlagen.

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Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Solarzeitalter

    Das "Solarzeitalter - Politik, Kultur und Ökonomie Erneuerbarer Energien" (ISSN-Nr. 0937-3802) ist die Fachzeitschrift von EUROSOLAR, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien. Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift wird seit 1989 herausgegeben und geht den Mitgliedern kostenlos zu.

    In dieser Zeitschrift wird die politik- und wirtschaftsstrategische Diskussion über Erneuerbare Energien geführt und findet die kritische Auseinandersetzung mit konventionellen Energiekonzepten statt. Sie informiert über politische Entwicklungen für Erneuerbare Energien und gilt als die wichtigste politische Programmzeitschrift für Erneuerbare Energien.

    Mitglieder von EUROSOLAR erhalten die Zeitschrift kostenlos. Sie können aber auch ohne Mitgliedschaft ein Abonnement für die Druck- oder die Onlineversion des Magazins abschließen.

  • Status der Energiewende: Das Imperium schlägt zurück von Stephan Grüger

    Artikel von Stephan Grüger, MdL im Solarzeitalter 04/2016

    Fans der Star-Wars-Saga wissen, was auch Barack Obama auf seiner Abschiedstour häufiger sagt: Geschichtliche Entwicklungen finden nicht linear, sondern dynamisch, oder besser – mit Hegel und Marx zu sprechen – dialektisch statt. Der Fortschritt ist nicht linear – schon allein aus dem simplen Grund, dass des einen Fortschritt des anderen Untergang bedeuten kann.

  • Schweizer Atomkraftwerke unterwegs in den Konkurs

    Artikel von Rudolf Rechsteiner, erschienen im Solarzeitalter 4/2016

    Die Schweizer AKW produzieren doppelt so teuer wie der Marktpreis. Erneuerbare Energien werden jedes Jahr günstiger und verdrängen Atom- und Kohlekraftwerke aus dem Netz, weil sie billiger sind. Der Atomausstieg kann die Schweiz vor neuen Fehlinvestitionen schützen.

    SZA 4/2016 Schweizer Atomkraftwerke unterwegs in den Konkurs

  • Energiewende - Wo stehen wir?

    Artikel von Nina Scheer, erschienen im Solarzeitalter 4/2016

    Nach wie vor zählt Deutschland mit einem Strom-Anteil aus Erneuerbaren Energien von inzwischen rund 35% am Bruttostromverbrauch weltweit zu den Energiewende-Vorreiterländern. Der rasante Ausbau Erneuerbarer Energien ist dabei aber auch zum ernsthaften Konkurrenten der konventionellen Energiewirtschaft geworden. In diesem Zusammenhang stellt die Autorin Annahmen, die auf die Verlangsamung der Energiewende abzielen sollen, richtig.

    SZA 4/2016 Energiewende - Wo stehen wir?

  • Rot-Rot-Grün in Berlin mit ambitioniertem Energie- und Klimaschutzprogramm

    Beitrag von EUROSOLAR, erschienen im Solarzeitalter 4/2016

    Nach mehr als sechswöchigen Verhandlungen einigten sich SPD, LINKE und GRÜNE in Berlin auf einen Koalitionsvertrag mit einem ambitionierten Energie- und Klimaschutzprogramm, das am Ziel der Klimaneutralität Berlins bis 2050 orientiert ist. Dabei konnten die drei Parteien auf die umfangreiche Vorarbeit der Enquetekommission "Neue Energie für Berlin" zurückgreifen.

    SZA 4/2016 Rot-Rot-Grün in Berlin mit ambitioniertem Energie- und Klimaschutzprogrammin Berlin mit ambitioniertem Energie- und Klimaschutzprogramm

  • Hermann Scheers "Vision der Energieallee A7 ist unvergessen"

    Interview mit Udo Möhrstedt, erschienen im Solarzeitalter 4/2016

    Angelehnt an Hermann Scheers Vision der Energieallee A7 zum zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien, realisiert die IBC Solar AG das Projekt nun in Form eines Solarparks. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende, Udo Möhrstedt, spricht über die Reaktionen von Kommunen und seine Erfahrungen zu Ausschreibungen sowie politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

    SZA 4/2016 Hermann Scheers "Vision der Energieallee A7 ist unvergessen"