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EUROSOLAR-Stellungnahme zum Gutachten der Monopolkomission Bonn, 7. August 2009
Wer hätte das gedacht? Auf dem Strom- und Gasmarkt gibt es nur wenige Anbieter, zu hohe Barrieren und eine einseitige Förderung, und die Leidtragenden sind die Verbraucher. Dies ist das Ergebnis eines Gutachtens der Monopolkommission. "Wir sind sehr unzufrieden mit der Wettbewerbssituation", klagte der Vorsitzende.
Wir auch. Allerdings sind wir ebenso unzufrieden mit dem, wie die Kommission diese offenkundigen Mängel darstellt und begründet. Denn sie ist völlig fixiert auf ein isoliertes Marktverständnis, lässt aber wesentliche Elemente wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energiekrise und Sicherung der Lebensgrundlagen unbeachtet. Also sind die Ergebnisse des Gutachtens schräg – nicht weil sie falsch sind, sondern weil sie von falschen Prämissen ausgehen.
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von Fabio Longo, Vorstandsmitglied EUROSOLAR-Sektion Deutschland 15.07.2009
Fabio Longo, Rechtsanwalt in Wetzlar und Vorstandsmitglied der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien "Eurosolar" setzt statt Stromimport aus den Wüsten auf kommunale und regionale Energieautonomie und fordert im Solarserver-Standpunkt, das Konzept der Solaren Stadt umzusetzen. Alle Welt spricht von Wüstenstrom. Ist das die Lösung für unser Energieproblem? Ist die Energiewelt wirklich so einfach, dass man nur ein paar Quadratkilometer in der Wüste anzapfen muss - und alles ist gelöst? Die Atomindustrie hat mit ähnlichen Versprechungen gearbeitet, was den Philosophen Ernst Bloch in seinem „Prinzip Hoffnung“ zum Phantasma eines Atomparadieses hat hinreißen lassen. i Doch der Schein trügt: Auch Energie aus Wüstenkraft wird importiert und kostet Geld, und da die großen Konzerne marktbeherrschende Betreiber werden: viel Geld. Trotz Wüstenstrom bleibt es also bei hohen Energieverbräuchen und hohen Kostenrechnungen, vor allem im Gebäudebestand der deutschen Städte und Gemeinden.
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Artikel erschienen auf www.manager-magazin.de, 13.07.2009
Von Matthias Kaufmann
Solarvordenker Hermann Scheer lässt kein gutes Haar an dem Milliardenprojekt Desertec, auf das sich deutsche Konzerne verständigt haben: Der ganze Plan sei weltfremd, sagt er im Interview mit manager-magazin.de. Eon, RWE und Co. wollten damit nur ihre Monopole sichern - und den nötigen Strukturwandel stoppen.
mm.de: Herr Scheer, was halten Sie von der Desertec-Initiative, bei der deutsche Großkonzerne wie Eon Chart zeigen, RWE Chart zeigen, Siemens Chart zeigen, die Münchener Rück Chart zeigen oder die Deutsche Bank Chart zeigen Solarstrom in den Wüsten Afrikas produzieren und nach Europa leiten wollen?
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IPPNW-Presseinformation vom 3. Juli 2009
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert das Werben für Wüstenstrom aus der Sahara ("Desertec") mit dem Arbeitsplatz-Argument als unseriös. Es sei eine Binsenweisheit, dass eine Investition von 400 Milliarden Euro auch in dem Maße zu Arbeitsplätzen führe, wie die Gelder nicht für Gewinne, Boni und überhöhte Managergehälter abgezweigt würden.
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Eine Stellungnahme des Solarfördervereins Deutschland, 19. Juni 2009
* Nordafrika braucht Strom aus Erneuerbaren Energien * Stromtransport nach Deutschland? * Eulen nach Athen tragen? * Desertec-Anlagen haben nur das Tag-Nacht-Speicherproblem gelöst. * Deutschland muss die Langzeitspeicherung lösen. * Finanzielle Verhältnismäßigkeit? * Wie kann man die Einführung von Wind- und Sonnenenergie in Deutschland noch beschleunigen? * Deutsche Abnahmegarantie für Desertec-Strom könnte das EEG weiter schwächen * Abnahmegarantie durch nordafrikanische Staaten und Städte erforderlich * Energieversorgung in Deutschland bitte aus dem eigenen Land!
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Bonn, 10. Juni 2009
Die völlig irreale Idee, Sonnenstrom aus den Wüsten hierher zu transportieren, findet bei manchen Umweltverbänden erstaunlicherweise Zustimmung. Wie ist es zu erklären, dass ein Konzept, dass in seinem technokratischen Glauben und seiner Eindimensionalität den 50-er und 60er-Jahren verhaftet ist, ausgerechnet bei Befürwortern Erneuerbarer Energien solchen Zuspruch findet? |
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Auch vollständige Solardächer – inklusive Solarstrom – können in Bebauungsplänen zum Standard gemacht werden
Aufsatz von Fabio Longo, Rechtsanwalt und Mitglied im EUROSOLAR Vorstand, Mai 2009 Im folgende Aufsatz, der in der NRW-Kommunalzeitung STÄDTE- UND GEMEINDERAT erschienen ist, werden von Fabio Longo die Steuerungsmöglichkeiten für solare Bebauungspläne in Neubaugebieten dargestellt, insbesondere aus dem Blickwinkel der städtebaulichen Aufgabe der Steigerung lokaler Wertschöpfung.
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Editorial von Hermann Scheer, erschienen in Solarzeitalter 1/2009, März 2009 Seit den 50er Jahren ist es in der Diskussion: das Sahara-Sonnenprojekt. Zu der Zeit war die einzige vielversprechende Technologie zur Stromerzeugung aus solarer Strahlung die der solarthermischen Kraftwerke. Diesen galt das Augenmerk der französischen Solarforscher, die daran am seinerzeit einzigen weltweit nennenswerten Solarenergie-Forschungsinstitut in Algier arbeiteten. |
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erschienen in Solarzeitalter 1/2009, März 2009 In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass der Emissionshandel als Instrument sowohl für den Klimaschutz als auch für die regenerative Energiewende weitgehend wirkungslos geblieben ist. Wie fatal das angeblich marktkonforme System des Emissionshandels sich auf das Verhalten der Energiekonzerne auswirkt, belegt die aktuelle Wirtschaftskrise. Die hat nämlich dazu geführt, dass der Zertifikatspreis seit September 2008 drastisch gefallen ist. |
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