Auszug aus einem Interview, erschienen im Magazin "jetzt" der Süddeutschen Zeitung am 20.12.2009
Der Philosoph Peter Sloterdijk wurde in der Süddeutschen Zeitung gefragt, ob es Alternativen zum Desaster von Kopenhagen gegeben habe. .... SZ: Hätte es eine Alternative gegeben? Sloterdijk: Vielleicht ja. In diesem Zusammenhang sollten wir uns an die Vorgänge in Hessen erinnern. Nach der eklatanten Niederlage von Koch und dem großen Wahlerfolg von Frau Ypsilanti hätte dort ein möglicherweise epochales Experiment stattfinden können. Ich trauere noch immer ein wenig über diese verpasste enorme Gelegenheit. Dabei fehlte gar nicht viel: Es hätte für Frau Ypsilanti genügt, so lange stoisch ruhig zu halten, bis sie von allen Seiten angefleht worden wäre, sich doch in Gottes Namen auch mit den Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Kein Mensch hätte dann dieses hysterische Gerede vom Wortbruch aufgebracht, alle Beteiligten hätten eingesehen, dass es zum politischen Geschäft gehört, in veränderten Lagen veränderte Ansichten zu äußern und ungeliebte Allianzen zu schließen. In Hessen hätte unter Ypsilanti ein energiepolitischer Versuch von weltpolitischer Relevanz abrollen können.
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Hier finden Sie eine Auswahl von Artikeln, in denen über die Preisverleihung des Europäischen Solarpreises 2009 in Berlin berichtet wurde.
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Artikel erschienen in "die tageszeitung taz", 14.10.2009
KOLUMNE VON MATHIAS GREFFRATH
Spätestens in vier Wochen wird uns die neue Regierung mit einem "Kassensturz" klarmachen, welche Opfer uns Banken, Zinsen und Konjunktur noch abverlangen und wofür deshalb kein Geld mehr da ist. Triste Aussichten, gäbe es nicht im parlamentarischen Untergrund des neuen Bundestages wieder diese neue, zukunftskluge, wenngleich kleine Fraktion … aber über die später mehr, zunächst zum Kassensturz: Der schlimmste hat schon vor der Wahl stattgefunden, fast ohne Öffentlichkeit.
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Artikel erschienen in Neues Deutschland, 24.07.2009
Von Hermann Scheer
Europa braucht keinen Wüstenstrom. Am Beispiel Deutschland ist schon zigfach nachgerechnet worden, dass wir bis zum Jahr 2040 unseren Strombedarf zu 100 Prozent aus heimischen erneuerbaren Energiequellen decken können. Es ist deshalb überhaupt nicht begründbar, warum wir uns bei erneuerbaren Energien zukünftig, so wie jetzt beim Öl, von Importen aus zum Teil politisch instabilen Staaten abhängig machen sollen.
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Artikel erschienen auf www.manager-magazin.de, 13.07.2009
Von Matthias Kaufmann
Solarvordenker Hermann Scheer lässt kein gutes Haar an dem Milliardenprojekt Desertec, auf das sich deutsche Konzerne verständigt haben: Der ganze Plan sei weltfremd, sagt er im Interview mit manager-magazin.de. Eon, RWE und Co. wollten damit nur ihre Monopole sichern - und den nötigen Strukturwandel stoppen.
mm.de: Herr Scheer, was halten Sie von der Desertec-Initiative, bei der deutsche Großkonzerne wie Eon Chart zeigen, RWE Chart zeigen, Siemens Chart zeigen, die Münchener Rück Chart zeigen oder die Deutsche Bank Chart zeigen Solarstrom in den Wüsten Afrikas produzieren und nach Europa leiten wollen?
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Erschienen in Frankfurter Rundschau, 19.06.2009
Großkonzerne wollen solarthermische Anlagen in Nordafrika bauen und dort Strom für Europa erzeugen - eine Lösung mit Zukunft oder technologischer Irrweg? Experten geben Antworten. Heute: Hermann Scheer, SPD-Bundestagsabgeordneter und Präsident der Verei- nigung Eurosolar. In der nächsten Folge: Johann-Dietrich Wörner, Vorstandschef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Alle Beiträge: fr-online.de/desertec
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Erschienen in Badische Zeitung, 26.01.2009
BONN. Eine neue Agentur unter dem Dach der Vereinten Nationen soll der Förderung erneuerbarer Energien von Solar- bis Windenergie neuen Schwung verschaffen. Die auf deutsche Initiative zurückgehende Internationale Agentur für erneuerbare Energien (Irena) wird am heutigen Montag in Bonn gegründet. Zunächst 50 Staaten machen mit.
Heute geht für Hermann Scheer "ein lang gehegter politischer Wunsch" in Erfüllung. Der SPD-Politiker und prominenter Fürsprecher der erneuerbaren Energien, hatte sich seit Anfang der 1990er Jahre beharrlich dafür eingesetzt, dass es ein Gegengewicht zur Internationalen Energie-Agentur in Paris sowie zur Internationalen Atomenergie-Agentur in Wien gibt. "Mittlerweile haben immer mehr Staaten erkannt, dass die globale Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt werden muss, was die für Atomenergie und die fossilen Energien zuständigen internationalen Agenturen bislang verhindert haben", sagt Scheer.
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