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Artikel 2006
Nairobi-Konferenz: Die Karawane zieht weiter PDF Drucken E-Mail
(c) photocase.comArtikel von Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR, erschienen in Solarzeitalter 4/2006, Dezember 2006 

Nunmehr zum zwölften Mal tagte in Nairobi die Weltklimakonferenz mit 6.500 Teilnehmern aus 189 Regierungen, internationalen Regierungsorganisationen und Nicht- Regierungsorganisationen (NGO). Wie jedes Mal gab es zwei Interpretationen über ihren Verlauf. Die eine spricht vom Erfolg, dieses Mal unter Verweis auf zwei Tatbestände: Dass nämlich die Konferenz stattfand und sich über die Klimagefahren im Großen und Ganzen einig war, und dass ein "Anpassungsfonds" eingerichtet werde für Entwikklungsländer, als Hauptbetroffene des Klimawandels. Die andere Leseart spricht vom Misserfolg, denn weitergehende Vorschläge hin zu einem Kyoto II-Abkommen nach 2012 gibt es zwar, aber für keinen davon ist auch nur annähernd eine Durchsetzungschance sichtbar.

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Speicherung elektrischer Energie in Energieversorgungssystemen mit regenerativer Stromerzeugung PDF Drucken E-Mail
(c) photocase.comArtikel von Dirk Uwe Sauer, erschienen in Solarzeitalter 4/2006, Dezember 2006 

Die Speicherung von elektrischer Energie ist eine Aufgabe so alt wie die Existenz von Stromnetzen. Zur Aufrechterhaltung von Spannungs- und Frequenzstabilität in engen Grenzen im Netz sind zum Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage schnell reagierende Speicher notwendig. Klassisch wird diese Aufgabe von Pumpspeicherkraftwerken erfüllt. Durch die bereits heute im deutschen Netz signifikante Einspeisung von Strom aus fluktuierenden, regenerativen Energiequellen steigt der Bedarf an schnell regelbaren Kraftwerken oder entsprechenden Speichersystemen. Einem Spitzenbedarf im deutschen Netz von etwa 75 GW und einem Leitungsbedarf von knapp 50 GW in den Nachtstunden steht bereits eine installierte Leistung von 15 GW aus Windkraftwerken gegenüber, die rund 5 % des jährlichen Strombedarfs liefern.

Artikel  Artikel "Optionen zur Speicherung elektrischer Energie in Energieversorgungssystemen mit regenerativer Stromerzeugung" (pdf)

 
Atomenergie oder Erneuerbare Energien? Oder: Wer ist Godot? PDF Drucken E-Mail
Artikel von Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR, erschienen in Solarzeitalter 4/2006, Dezember 2006 

Die Sirenen heulen immer eindringlicher: Die menschengemachte Klimaveränderung findet schneller und gravierender statt als von den meisten Klimatologen vorausgesagt. Sie noch aufzuhalten, ist zum Wettlauf mit der Zeit geworden. Das Kyoto-Protokoll bleibt in seinen Zielen weit hinter den Anforderungen. Noch unlängst wurden die Computersimulationen des Hollywood-Films „The Day after Tomorrow“, in dem wir New York unter Wasser gesetzt sehen, als alarmistische Übertreibung gewertet. Doch nunmehr erscheint das – unterstrichen durch den Al Gore-Film „Eine unbequeme Wahrheit“ - schon wie ein Blick in eine tatsächlich nahende Zukunft.

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Revolutionierung der gesellschaftlichen Verhältnisse durch dezentrale Energiegewinnung PDF Drucken E-Mail
Artikel von Henrik Paulitz, erschienen in Solarzeitalter 4/2006, Dezember 2006

In der Schule lernt man, es gehe in Politik und Demokratie darum, Regelungen für das Zusammenleben der Bevölkerung zu finden. Es werden "Gesetze" gemacht - das klingt nach allem, nur nicht nach Geld. Wer die politische Praxis aufmerksam verfolgt, muss hingegen feststellen, dass es in der Politik fast immer um das "Verteilen von Geld" bzw. um das Steuern der Geldströme geht. Auch in der Energiepolitik geht es vordergründig nur um Technologien, vor allem aber auch darum, in welche Taschen die reichlichen Erträge dieses existentiell notwendigen Sektors fließen.

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Die Klimakatastrophe lässt sich nur mit einer Nullemissionsstrategie abwenden PDF Drucken E-Mail
Artikel von Hans-Josef Fell, EUROSOLAR-Vizepräsident, erschienen in Solarzeitalter 4/2006, Dezember 2006

Ein Strategiepapier aus der Bundestagsfraktion von Bündnis '90/Die Grünen

Der Klimawandel wird wissenschaftlich nicht mehr bestritten. Egal, welche wissenschaftliche Veröffentlichung der letzten zwölf Monate herangezogen wird, der Befund ist bei allen Klimaforschern weltweit derselbe: Der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen, an allererster Stelle von Kohlendioxid, hat zu einer Anreicherung der Atmosphäre mit Teilchen geführt, die verhindern, dass die Erde ihr Wärme so abstrahlen kann wie in der Vergangenheit. Das Ergebnis dieses Prozesses ist der Treibhauseffekt, der beschreibt, dass sich die durchschnittliche Temperatur auf der gesamten Erde erhöht, mit Konsequenzen für das Klima, das Wetter und damit auf sämtliche Ökosysteme der Welt.

Artikel  Artikel "Die Klimakatastrophe lässt sich nur mit einer Nullemissionsstrategie abwenden" (pdf)

 
100 Prozent machbar PDF Drucken E-Mail
Artikel von Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR, erschienen in SiegTech, 20. Dezember 2006

Der Weg ins Solarzeitalter

Angesichts der begrenzten Ressourcen fossiler und atomarer Energieträger wird deutlich: Nur Erneuerbare Energien können eine sichere, zuverlässige und kostengünstige Energieversorgung garantieren. Eine solare Vollversorgung, d.h. ein Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch von 100 % ist machbar: Täglich liefert uns die Sonne eine Energiemenge, die den Energiebedarf der Welt um etwa das 15.000-fache übersteigt. Das Energiepotenzial der Erneuerbaren reicht aus, um die Bundesrepublik dauerhaft und umweltfreundlich mit kostengünstiger heimischer Energie zu versorgen.
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Mehr Wettbewerb in der Energiewirtschaft PDF Drucken E-Mail

Artikel von Ulrich Kelber, EUROSOLAR-Vorstandsmitglied, erschienen in Solarzeitalter 3/2006, September 2006 

Politische Wege zur Brechung der Oligopolmacht 

Die stetig und schnell steigenden Preise für leitungsgebundene Energie in Deutschland werden ein immer größeres soziales und wirtschaftliches Problem. Parallel steigen die Gewinne der wenigen großen deutschen Energiekonzerne, die den Markt beherrschen, rasant an. Die vier großen Stromversorger e.on, RWE, Vattenfall und EnBW haben ihre Gewinne in wenigen Jahren von 4,6 auf 13,5 Mrd. Euro pro Jahr steigern können. Wie im weiteren Verlauf ersichtlich wird, ist das Oligopol in der Energieversorgung der Treiber für diese Preisanstiege. Die Politik muss dieses Oligopol brechen, mehr Wettbewerb und insbesondere mehr Wettbewerber ermöglichen! Dafür steht der Politik eine große Anzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Dieser Beitrag ist eine Auflistung dieser Möglichkeiten mit einigen Handlungsempfehlungen. Nicht alle Optionen müssen sofort und parallel ergriffen werden, aber angesichts der Handlungsmöglichkeiten darf sich Politik nicht auf die Rolle eines Beobachters zurückziehen.

Artikel  Artikel "Mehr Wettbewerb in der Energiewirtschaft" (pdf) 

 
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