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Mit der Kraft der Sonne PDF Drucken E-Mail

anzeige_2010.gifEUROSOLAR-Aufruf

Am 11.02.2010 startete EUROSOLAR in der Zeitung DIE ZEIT die neue Anzeigenserie "Mit der Kraft der Sonne". Die zweite Anzeige erschien am 06.03.2010 in der Süddeutschen Zeitung.

Deutschland muss seine weltweit führende Rolle in der Solartechnik erhalten

"Photovoltaik – die Umwandlung von Sonnenlicht zu Strom – ist die wichtigste Zukunftstechnologie der Menschheit." Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises

Es ist unübersehbar: Die Stromerzeugung geht in Bürgerhände über. Damit wird der dringende Wandel zu einer emissionsfreien und sicheren Energieversorgung vorangetrieben. Hunderttausende unabhängige Solarstromerzeuger in Deutschland haben das Versorgungsmonopol der Stromkonzerne gebrochen. Ein neues Zeitalter der Energieversorgung hat begonnen.

Die Initialzündung für die weltweite Einführung und industrielle Massenproduktion von Photovoltaik-Anlagen erfolgte vor zehn Jahren in Deutschland. Wir sind seitdem zu einem weltweit ausstrahlenden Vorbild geworden. Deutschland ist das Land mit den meisten installierten Anlagen und internationaler Technologieführer. Die Photovoltaik ist die einzigartige Chance zur autonomen
Stromversorgung für Bürger, für Gemeinden, Städte und Regionen: Strom produktion ohne Brennstoffkosten, lautlos und emissionsfrei. Sie eignet sich besonders für Gebäude und auf überdachten oder versiegelten Flächen an jedem Ort der Erde.

Auslöser der Solar-Dynamik waren das deutsche 100.000-Dächer-Programm von 1999 und das Erneuerbare-
Energien-Gesetz im Jahr 2000. Die gesetzlich garantierte Vergütung für in das Netz eingespeisten Strom hat ermöglicht, das Bürger und Betreiber diese Technik anwenden und zu Stromproduzenten werden.
Sie hat einen rasant wachsenden Markt mit einer hochschnellenden Zahl von Arbeitsplätzen entstehen lassen. Gleichzeitig erhielt die Innovation der Solartechnologie ihren entscheidenden Impuls. Produktionskosten für die Anlagen konnten zügig gesenkt werden, parallel dazu die gesetzlichen Einspeisevergütungen. Es gibt kein erfolgreicheres Beispiel gezielter Innovationsförderung für eine Zukunftstechnologie. Der durch unsere politischen Initiativen ermöglichte weltweite Anstoß hat in der praktischen Umsetzung weit größere Bedeutung als die Weltklimakonferenzen oder das fragwürdige System des Emissionshandels.

Eine halbe Million Menschen betreiben heute in Deutschland Solaranlagen. Sie haben sich von der Abhängigkeit von Energiekonzernen befreit. Sie schützen Klima und Umwelt. Sie beleben die kommunale Wertschöpfung, schaffen neue industrielle Arbeitsplätze und fördern das Handwerk. Millionen Anlagen ersetzen wenige Großkraftwerke.

pv_leistung_grafik.jpg


















Die politische Förderung der Photovoltaik mit der garantierten Einspeisevergütung ist keine staatliche
Subvention. Sie ist der finanzielle Ausgleich für durch Solarstrom vermiedene Gesundheits- und Umweltschäden
der Atom- und Kohlestromproduktion. Atom und Kohle werden von der Gesellschaft insgesamt subventioniert,
weil die unermesslichen Folgekosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Die Einspeisevergütung
ist zugleich die unbürokratische Investitionsförderung, die Deutschland in die weltweit führende Rolle als Industriestandort für diese wichtigste Zukunftstechnologie und in eine ökologische und ethische Vorbildrolle gebracht hat.

Seine weitere Vorstellungen zur Fortentwicklung der Photovoltaik und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hat EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer in seinem Konzept " Die Photovoltaik innovativ fortentwickeln" dargestellt, das hier verfügbar ist.

wegweiser_teaser.pngDie zahlreichen in der Rubrik "Solarpreise" vorgestellten herausragenden Projekte zur Nutzung der Erneuerbaren
Energien geben Anstoß zum eigenen Handeln, über  den "EUROSOLAR-Wegweiser" haben Sie Zugriff auf die von EUROSOLAR ausgezeichneten Projekte.

Anstoss zum eigenen Handeln gibt auch der ab 18. März 2010 in 50 deutschen Filmtheatern anlaufende Dokumentarfilm "Die 4. Revolution – Energy Autonomy". Den Trailer können Sie sich hier anschauen. 

Jährliche Absenkungen (Degressionen) der Vergütungssätze für Neuanlagen sind Element des Erneuerbaren-
Energien-Gesetzes. Sie sollen und können in dem Maße erfolgen, wie Photovoltaik-Anlagen durch technologische
Verbesserungen und Massenproduktion laufend kostengünstiger werden – bis zu dem Zeitpunkt an dem sie kostengünstiger sind als Atom- oder Kohlestrom. Die rasche Zunahme von Solaranlagen in Bürgerhand muss dabei im Vordergrund stehen.

Seit dem 1. Januar 2010 sind die Einspeisetarife schon um zehn Prozent niedriger als im Jahr 2009. Nun plant die Bundesregierung zum 1. Juli 2010 eine nochmalige Reduzierung von 11 bis 16 Prozent je nach Anlagentyp und -standort. Vom 1. Januar 2011 an will sie eine weitere Senkung um 10 Prozent oder mehr folgen lassen. Das bedeutet alles in allem eine Kürzung von mindestens 30 Prozent innerhalb von zwölf Monaten!

Mit dieser pauschalen, abrupten und drastischen Absenkung riskiert die Bundesregierung die vorwärtsschreitende
Entwicklung zu bremsen. Dies verunsichert Planer und Investoren. Es gefährdet Aufträge des Handwerks und bedroht den Aufschwung der deutschen Photovoltaikindustrie. Damit droht die Gefahr, dass wir unsere internationale Vorreiterrolle verlieren.

Wir fordern die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und FDP auf:

- aktuelle Vergütungssenkungen statt in abrupten großen Schritten in gleitenden kleineren Schritten vorzunehmen. So werden Autragsfluten und -ebben, Markteinbrüche und Wettbewerbsverzerrungen vermieden.

- für gebäudeintegrierte kleinere Anlagen eine niedrigere Vergütungsabsenkung festzulegen, ebenfalls in gleitenden kleineren Schritten. Damit wird der Schwerpunkt der Solarförderung in vielen Bürgerhänden sichergestellt.

- Die Einspeisevergütungen für Anlagen auf Agrarflächen daran zu binden, dass es sich um eigene Grundstücke der Landwirte handelt und die Anlagen die Kapazität von einem Megawatt nicht übersteigen. Dies schützt die Landwirte vor spekulativen
Erhöhungen der Pachtbeträge. Darüber hinaus sollte die Doppelnutzung der Agrarfläche zur Auflage gemacht werden, so dass diese gleichzeitig als landwirtschaftliche Nutzfläche erhalten bleibt.

- alle öffentlichen Dachflächen einschließlich derjenigen der Deutschen Bahn mit Solaranlagen auszustatten. Dies würde einen Investionsschub auslösen, ohne den Bundeshaushalt zu belasten.

- die Installation von Solaranlagen an Lärmschutzwänden entlang von Autobahnen und Schienenstrecken sowie frei stehende PV-Überdachungen auf geeigneten Autobahnabschnitten zu genehmigen. Solche Projekte sollen für private Investoren geöffnet
werden.

So wird die zügige Entwicklung zur Solarstromerzeugung in Bürgerhand gesichert. Investitionsbereitschaft wird breit gefördert. Die Landschaft wird geschont. Und Deutschland kann seine beispielgebende und führende Rolle in der Solartechnik erhalten und ausbauen.

Anzeige  Anzeige "Mit der Kraft der Sonne" (pdf)

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Weiterverwendung des Textes nur in Absprache mit EUROSOLAR

V.i.S.d.P. Irm Pontenagel, EUROSOLAR