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„Clean Coal“: Ein neues Milliardengrab PDF Drucken E-Mail
Artikel von Björn Pieprzyk, erschienen in Solarzeitalter 2/2006, Juni 2006

CO2-freie Kraftwerke halten einem Kostenvergleich mit Erneuerbaren Energien nicht stand

Mit dem Bau des ersten „CO2-freien“ Kraftwerks in Schwarze Pumpe bei Hoyerswerda beginnt Vattenfall den Einstieg in eine Technologie, die von den fossilen Kraftwerksbetreibern als Lösung der Treibhausproblematik gepriesen wird. Dass Vattenfall Neuland mit diesem Kraftwerk betritt, wird allein an seiner Größe deutlich: nur 30 MW wird die Leistung betragen. Vattenfall will zunächst erste Erfahrungen mit der „Clean-Coal“-Technologie sammeln und sich erst später an größere Projekte wagen. In der Tat gibt es noch viele unbeantwortete Fragen. Insbesondere der Zeitpunkt des Baus der ersten größeren „Clean-Coal“-Kraftwerke ist noch sehr unsicher. Vor 2020 wird es vermutlich nur kleine Pilotanlagen zu Forschungszwecken geben. Ebenso ungeklärt ist die Frage, ob das abgeschiedene CO2 langfristig sicher eingelagert werden kann. Genauso spannend die Kostenfrage: Wie wird sich die „Clean-Coal“-Technologie auf die Stromgestehungskosten auswirken?

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