| Green washing, Fake-Produktion und Gleichmacherei: Die neue Energiediskussion |
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Artikel von Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR, erschienen in Solarzeitalter 3/2006 Die öffentliche Energiediskussion befindet sich in einer neuen Phase. Deren Merkmal ist jedoch keineswegs eine Läuterung der Energiekonzerne, sich mit einer größeren Bereitschaft Erneuerbaren Energien zu widmen oder die Energieeffizienz entscheidend zu verbessern. Das hervorstechende Merkmal ist vielmehr eine neue Semantik für das alte Spiel: Festhalten an Atomenergie und fossilen Energien und deren Fortschreibung einerseits, Aufhalten und Herunterspielen Erneuerbarer Energien andererseits, letzteres garniert mit einigen kleinen gutwillig erscheinenden Aktivitätsnachweisen. Durch good-will-Erklärungen, groß aufgemachte Inserate oder Kongresse bekennt man sich zu ökologischer Verantwortung. Die Botschaften sollen lauten: Wir haben verstanden. Wir tun jetzt unser Bestes. In unseren Händen ist das Thema bestens aufgehoben. Wir haben den dafür erforderlichen Sachverstand und das Geld, denn wir sind die Größten. An uns kommt ohnehin keiner vorbei.
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