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Pressemitteilung Berlin, 29. November 2013

Gewinner des Europäischen Solarpreises 2013 in Berlin ausgezeichnet

In diesem Jahr zeichnet EUROSOLAR zum 20. Mal herausragende Projekte und Initiativen von Kommunen, Unternehmen, lokalen Vereinen, Architekten und von Einzelpersonen aus. Zehn Preisträger wurden von einer international besetzten Jury ausgewählt und herausragende Projekte mit beeindruckenden Filmbeiträgen gekürt. Der Europäische Solarpreis 2013 ging nach Dänemark, Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Bulgarien, die Türkei und in die Schweiz.

Die Preisträger des Europäischen Solarpreises 2013 finden Sie hier.

Der Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR e.V., in Kooperation mit der KfW Bankengruppe verliehen. An über 200 Gäste richteten Prof. Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR, Dr. Katrin Leonhardt, Bereichsleiterin der KfW Mittelstandsbank, und Staatssekretär Guido Baumann, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Berlin, ihre Grußworte zur Preisverleihung im Historischen Kassensaal der Berliner Niederlassung der KfW Bankengruppe.

© berlin-event-fotoProf. Peter Droege
, Präsident von EUROSOLAR, bekräftigte in seinem Grußwort: „Gerade heute, wo viele sogar in diesem Lande das Rad des Fortschritts zurückdrehen wollen, ist das Wissen um die große, unaufhaltbare Wende zur erneuerbaren Zeit essentiell. Die lange Liste der Preisträger der vergangenen Jahre, die Vielzahl der jährlichen Bewerbungen und deren hohe Qualität sprechen dabei für sich. Die positiven Reaktionen in den Medien und in der Öffentlichkeit bestärken uns in der Auffassung, auch in Zukunft herausragende Projekte und mutige Initiativen öffentlich zu würdigen, um das unerschöpfliche Potential Erneuerbarer Energien zu verdeutlichen. Und indem wir heute zum 20. Mal die Verleihung des Europäischen Solarpreises feiern, gedenken wir auch an den EUROSOLAR-Gründer Hermann Scheer, der die Preisverleihung damals initiiert hat.

Irm Scheer-Pontenagel PRESSEFOTO WebIrm Scheer-Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR, betonte: „Diese tragfähigen Beispiele aus der dezentralen Anwendung Erneuerbarer Energien werden politische Entscheidungsträger von der Möglich- und Notwendigkeit der Energiewende überzeugen.“

 


© berlin-event-fotoFrau Dr. Leonhardt dankte in ihrem Grußwort EUROSOLAR für die langjährige gute Zusammenarbeit. „Auch heute zeichnen wir wieder Preisträger aus, die überzeugend zeigen, wie mit eigenen kreativen Initiativen und Geschäftsideen – weit über energiepolitische Vorgaben hinaus – der Ausbau Erneuerbarer Energien gelingen kann. Die KfW als einer der größten Umweltfinanzierer der Welt finanziert allein in Deutschland mit ihrem „Aktionsplan Energiewende“ 100 Mrd. EUR in fünf Jahren. Die beiden Säulen ihres Engagements in der Energiewende sind die Förderung der Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien.“

© berlin-event-fotoFrau Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) moderierte die Veranstaltung und stellte in ihrer Laudatio auf die Preisträger heraus: „Auch in diesem Jahr gibt es herausragende Preisträger aus ganz Europa, die sich in bemerkenswerter Weise für die erneuerbaren Energien einsetzen. Gratulation an die Preisträger für ihr großartiges Engagement.“

Gewinner des Europäischen Solarpreises 2013:

In der Kategorie „Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke“ ging der Europäische Solarpreis in diesem Jahr nach Dänemark an die Gemeinde Hvide Sande in Jütland. In Hvide Sande wurde durch eine vorbildliche und gemeinnützige Finanzierung die Realisierung von Windkraftanlagen ermöglicht. Damit beweist die Gemeinde beispielhaft, welche entscheidende Rolle eine aktive und substanzielle Einbindung der Anwohner auf die Zustimmung zu konkreten Projekten hat.

In der Kategorie „Architektur, Bauen und Stadtplanung“ wurde die HHS Planer + Architekten AG aus Kassel für den „Energiebunker Wilhelmsburg“ ausgezeichnet. Die gelungene und eindrucksvolle Konversion eines Kriegsmahnmals zu einem Symbol der Energiewende konnte die Jury überzeugen.
In derselben Kategorie wurde auch die Viridén + Partner AG aus der Schweiz für ihre zukunftsweisende Sanierung eines Mehrfamilienhauses im schweizerischen Romanshorn ausgezeichnet. Das innovative Energiekonzept führte zum ersten sanierten Mehrfamilienhaus der Schweiz, das mehr Energie produziert als es verbraucht.

Als Preisträger in der Kategorie „Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen“ wurde die NATURSTROM AG aus Düsseldorf für ihr beispielhaftes Engagement bei der Systemintegration Erneuerbarer Energien in Deutschland gewürdigt. Die bedarfsgerechte Versorgung ihrer Kunden aus vielen kleinen und mittleren EEG-fähigen Kraftwerken beweist, dass eine Energiewirtschaft auf Basis regenerativer Energien längst möglich ist, und trägt damit zur Akzeptanz der dezentralen Energiewende in der Bevölkerung bei.
In der gleichen Kategorie wurde die Karaman Bewässerungs-Genossenschaft aus der Türkei für die Umsetzung eines Pilotprojekts, in dem die Feldbewässerung der landwirtschaftlich geprägten Region auf die Nutzung der Sonnenenergie umgestellt wurde, ausgezeichnet. Die genossenschaftlich verwirklichte PV-Anlage versorgt sowohl die für die Landwirtschaft notwendigen Wasserpumpen als auch die ansässigen Menschen mit Strom und wird in der Region Schule machen.

In der Kategorie „Lokale oder regionale Vereine/Gemeinschaften“ wurde die französische Genossenschaft Enercoop zum Preisträger des Europäischen Solarpreises 2013 gekürt. Der mutige und engagierte Aufbau einer Energiegenossenschaft in einem bislang weitgehend monopolisierten Strommarkt hat schon über 16.000 Kunden überzeugt und konnte durch seine ökologische und demokratische Ausrichtung in der von Atomstrom geprägten Energielandschaft Frankreichs Fuß fassen.

Für ihre weltweite Medienpräsenz mit überwältigender Resonanz wurde die 585-tägige Weltumrundung der „MS Tûranor PlanetSolar“ ausgezeichnet. Das weltgrößte nur durch Photovoltaik betriebene Boot hat auf seiner 60.000 km langen Reise eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit  Erneuerbarer Energien bewiesen und diese Botschaft buchstäblich um die ganze Welt verbreitet.

Für ihr Engagement im Bereich „Bildung und Ausbildung“ wurde die Universität Politécnica de Catalunya Barcelona Tech (UPC) mit dem Europäischen Solarpreis 2013 geehrt. Das Team um Torsten Masseck hat mit der Entwicklung und Erforschung des energieautarken Solarhauses „LOW3“ ein ganzheitliches Wohnkonzept entwickelt und dabei große Potentiale für ein praxisnahes und gemeinschaftliches Lernen und Forschen erschlossen.

In der Kategorie „Eine-Welt-Zusammenarbeit“ wurde die Hilfsorganisation SolarAid aus Großbritannien für ihr Engagement bei der flächendeckenden Substitution schädlicher Kerosin-Lampen in Afrika ausgezeichnet. Durch den nachhaltigen Aufbau eines funktionierenden Marktes für solar betriebene Lampen hat SolarAid bereits das Leben von mehr als 3 Millionen Menschen positiv beeinflusst und deren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert.  

Der „Sonderpreis für persönliches Engagement“ wurde in diesem Jahr an Venelin Georgiev Pavlov aus Bulgarien für sein engagiertes und wegweisendes Lebenswerk verliehen. Mit seinem technischen Wissen vom bahnbrechenden Potential Erneuerbarer Energien hat er sehr früh die Lehre und Forschung in Bulgarien beeinflusst, begründete 1994 die bulgarische Sektion von EUROSOLAR und konnte durch sein jahrzehntelanges Wirken viele Menschen in Bulgarien und Südosteuropa inspirieren.

Termine

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14th IRES Conference and Energy Storage Europe, Hall 8b, Messe Düsseldorf

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung 2019

"Ohne beschleunigte Energiewende ist kein ernstzunehmender Klimaschutz möglich"

Energiebedingte Emissionen machen aktuell rund 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus. Das zeigt: Ohne sofortige Energiewende mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist ernstgemeinter Klimaschutz unmöglich. Der Vorstand und die Mitglieder der deutschen Sektion von EUROSOLAR e.V. fordern daher von der Bundesregierung die dringend notwendige, beschleunigte und ambitionierte Nutzung Erneuerbarer Energien. Nicht nur, um alles Leben vor den Folgen einer ungebremsten Klimaveränderung zu schützen, sondern auch, um den technologischen wie sozialen Fortschritt in Deutschland voranzubringen und als Vorbild für andere Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländer zu dienen.

Lesen Sie die gesamte Resolution

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 03-2019

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 3-4/2019

    "Auch in der etablierten Energiewirtschaft wächst eine neue Generation von Entscheidungsträgern heran, die erkennen, dass Atomenergie und fossile Energien in eine Sackgasse führen. Sie versuchen deshalb, den Einstieg in erneuerbare Energien in einer Weise zu gestalten, die in die Strukturen der überkommenen Energieversorgung passt."

    Hermann Scheer (1944-2010)

  • Städte im Aufstand: Gegen einen ignorierten Notstand

    Artikel von Prof. Peter Droege, erschienen im Solarzeitalter 3/2019

    EUROSOLAR, unsere Mitglieder und ein frisch gewählter Vorstand gehen das Jahr 2020 mit zwei eng verknüpften Themen an: die Zukunft der Städte und der sich stündlich dramatisch verschärfende Klimanotstand. Damit beginnt EUROSOLARs eigentliche Arbeit aufs Neue – und damit auch unsere wichtigste Aufgabe: Nicht nur den Energienotstand für Deutschland, Europa und die Welt auszurufen, sondern mit unseren Erkenntnissen und Forderungen zu retten helfen, wer und was denn noch zu retten ist.

  • „Die Stadtwerke sind Marktführer in den Sektoren Strom und Wärme“

    Interview mit Oberbürgermeister Burkhard Jung, erschienen im Solarzeitalter 3/2019

    Vor 70 Jahren wurde der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) gegründet - er ist damit ebenso alt wie das Grundgesetz. Nach dem Krieg stand als Grundlage der Daseinsvorsorge für die Menschen die verlässliche Versorgung mit Wasser und Energie im Vordergrund.

  • Energiewende und Waldoption – Argumente für eine Doppelstrategie der Klimapolitik

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    In der Klimawissenschaft wie in der Klimapolitik haben sich Gruppen gebildet, die nicht miteinander kommunizieren, sondern sich voreinander abschotten. Im Ergebnis werden der technische Weg zum Klimaschutz – die „De-Karbonisierung“ – und der natürliche Weg – die „Re-Naturierung“ – von Wissenschaftlern wie von Politikern nicht als zwei Wege zum gleichen Ziel gesehen, obwohl es viele gute Gründe für eine solche Doppelstrategie gibt.