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Pressemitteilung: IRENA muss zum Motor werden

Pressemitteilung, Bonn, 20. Januar 2010

Zum einjährigen Bestehen der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien

IRENA ist eine Erfolgsgeschichte, an die viele nicht geglaubt hatten. Wir von EUROSOLAR waren von Anfang an überzeugt, dass es richtig ist, diesen Weg einzuschlagen. Unsere Hartnäckigkeit hat sich gelohnt: Es war ein langer, aber schließlich zum Ziel führender Weg.

Zwanzig Jahre hatte es gedauert, bis die International Renewable Energy Agency IRENA in Gang kam. Am 26. Januar 2009 war es endlich soweit: In Bonn wurde die IRENA gegründet, 75 Regierungen traten sofort bei. Bis heute haben sich 143 Länder einschließlich der Europäischen Union der Weltorganisation für die Erneuerbaren Energien angeschlossen. Damit sind mehr als vier Milliarden Menschen, fast zwei Drittel der Bevölkerung der Erde, in der IRENA vertreten.

Nachdem IRENA im Juli 2009 ihre Arbeit aufgenommen hat, bietet der Jahrestag Gelegenheit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Der Zulauf zu IRENA war enorm und hält an. Nach den drei Gründungsländern Deutschland, Dänemark und Spanien sind viele bedeutende Staaten hinzugekommen, darunter die USA, Australien, Frankreich, Indien, Großbritannien, Japan und Südafrika. Beitritte einiger für die Energieproduktion und den Energieverbrauch maßgeblicher Länder wie Brasilien, Canada, China und Venezuela stehen noch aus. Immerhin: Mexico wird in Kürze dabei sein, auch Saudi-Arabien ist bereit.

Es ist bekannt, dass nicht alle unsere Wünsche erfüllt wurden. Der Sitz der Organisation kam nicht, wie wir gehofft hatten, nach Bonn, sondern nach Abu Dhabi. Und die Präsidentschaft fiel nicht, was viele für selbstverständlich hielten, an den Initiator und Wegbereiter der IRENA, den EUROSOLAR-Präsidenten Hermann Scheer, weil er wegen der deutschen Bewerbung für den Standort Bonn von der Bundesregierung nicht nominiert worden war. Wir haben unsere erste Enttäuschung verwunden und uns mit den Realitäten arrangiert. Dass die IRENA überhaupt da ist und arbeiten kann, ist wichtiger.

Im ersten Jahr mussten zunächst in der Zentrale kompetente Arbeitsstrukturen aufgebaut und Kommunikationsnetzwerke geschaffen werden. Die Präsidentin war bemüht, der IRENA im Konzert der zahlreichen internationalen Organisationen eine Kontur zu geben. 2010 muss sie sich positionieren. Nötig ist aus unserer Sicht auch, das der Stadt Bonn zugesagte Innovations- und Technologiezentrum der IRENA nun rasch zu errichten. Mit 13 Beschäftigten ist es allerdings eine eher kleine Nebenstelle.

Für IRENA gibt es im Jahr 2010 reichlich Arbeit. Die Organisation kann, sobald sie dafür aufgestellt ist, die nächste Phase nutzen, um weltweit Motor bei der Beschleunigung der Einführung Erneuerbarer Energien zu werden. Der Verlauf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen hat nach allen ebenfalls gescheiterten Vorläuferkonferenzen gezeigt, dass solche Gipfeltreffen nicht in der Lage sind, die gefährdete Zukunft der Erde zu sichern, wenn sie sich ein globales Klimaregime mit CO2-Emissionshandel zum Ziel setzen. Alle Länder, alle Regierungen, alle Regionen, alle Kommunen, die zahllosen Initiativen einschließlich EUROSOLAR, jeder einzelne Mensch – alle müssen selbst aktiv werden, um dem Klimawandel zu begegnen und eine Energiewende herbeizuführen.

Hierbei fällt der IRENA eine Schlüsselrolle zu. Sie muss sie beherzt ergreifen und kraftvoll wahrnehmen. Nach einem Jahr Anlauf muss nun Tempo zugelegt werden.

Ansprechpartner:
Helmut Lölhöffel, EUROSOLAR Kommunikation
Telefon: 030 - 24 62 89 24      Mobil: 0173 - 61 60 004
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