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Artikel: Global reden, national bremsen

Gastbeitrag von Dr. Hermann Scheer erschienen in Le Monde diplomatique, Berlin, vom 12.2.2010

Wozu eigentlich dieses Gefeilsche um Emissionsgrenzen, wenn man sich auf Weltklimakonferenzen über echte Umweltpolitik austauschen könnte? Alles schien für einen Erfolg zu sprechen. Die Weltöffentlichkeit war über den blamablen Ausgang der Weltklimakonferenz in Kopenhagen vor allem deshalb so schockiert, weil sie sich ein Scheitern im Grunde nicht vorstellen konnte. Alles schien für einen Erfolg zu sprechen: eklatanter Problemdruck, optimistische Regierungsankündigungen, eindringliche Appelle der Nichtregierungsorganisationen, weltweites Medieninteresse und die Teilnahme zahlreicher Staatschefs, die aus dem Treffen eine Art "G 120"-Gipfel machten.