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Veranstaltung: 2. Tagung "Neue Konzepte für Erneuerbare Energien"

20. September 2011, Rheinterrasse Düsseldorf

Bisher lag der Schwerpunkt der politischen Konzepte zur Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland vorwiegend auf Finanzierungsmaßnahmen. Dazu gehört die Einspeiseregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die in vielen Ländern der Erde als Prototyp für die erfolgreiche Förderung erneuerbarer Energien dient. Oft stockt aber der Ausbau der erneuerbaren Energien auf Landes- und Regionalebene. Über die Raumordnung der Länder wird in vielen Fällen der im EEG verankerte Vorrang bewusst umgangen. Während einige Länder den Ausbau regenerativer Energien als Chance begreifen, ist es in anderen Regionen fast zu einem Stillstand gekommen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet EUROSOLAR e.V. in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen die 2. Tagung "Neue Konzepte für Erneuerbare Energien". Sie findet am 20. September in der Rheinterrasse Düsseldorf statt. Nach einer ersten sehr erfolgreichen Konferenz im Jahr 2010 ist dies die zweite Tagung von EUROSOLAR e.V., die die Bedeutung von Raumordnung und Regionalplanung für den Ausbau der erneuerbaren Energien thematisiert.

Der Ideengeber für die Konferenzreihe ist der EUROSOLAR-Ehrenpräsident Dr. Hermann Scheer. Hintergrund ist die Verhinderungsplanung gegen erneuerbare Energien in einigen Bundesländern. In seinem letzten Buch "Der Energethische Imperativ" (2010) eröffnet er die Perspektive, um Raum für die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien zu schaffen und gleichzeitig die regionalwirtschaftlichen Vorteile endlich zu nutzen: "Die politische Leitlinie zur Beschleunigung besteht darin, erneuerbaren Energien durchgängig politischen Vorrang einzuräumen und diesen gesetzlich zu verankern." Unter anderem gehe es "um den Vorrang für Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Raumordnungspolitik und öffentlichen Bauleitplanung". Wenn gleichzeitig die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien außerhalb der Vorranggebiete ausgebaut wird, die Windkraft integrierter Bestandteil der kommunalen Flächennutzungsplanung und die Solarstromerzeugung integrierter Bestandteil der Gebäude-Bauplanung wird, ist die Dezentralisierung der Energieversorgung strukturell unaufhaltsam. Heute werden immer mehr regional- und kommunalpolitische Debatten von dieser Argumentation bestimmt. EUROSOLAR e.V. möchte Kommunen und Regionen das nötige Werkzeug an die Hand geben, um diese Debatte für die vielen Regionen fruchtbar zu machen.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Schwerpunkte:

  • Schritte zur Umsetzung der Projektinitiative Energieallee A7
  • Windkraft im Binnenland als zentraler Baustein für den Ausbau erneuerbarer Energien
  • Erneuerbare Energien entlang von Verkehrsinfrastruktur
  • Nutzung von Brach- und Konversionsflächen
  • Die Bedeutung von Erneuerbare-Energien-Katastern für regionale Energiekonzepte
  • Raumordnung und Energiespeicher


Die Tagung richtet sich vor allem an Regionalplaner; Energieversorger und Energiedienstleister; Unternehmen der regenerativen Energiewirtschaft; Städte, Gemeinden und Kreise; Verbände, Organisationen und lokale Vereine im Bereich der Erneuerbaren Energien; aktive Bürger.

Sie sind eingeladen, mit Fachleuten zu diskutieren, welche Modelle erfolgversprechend sind und welche Option für Ihre Kommune oder Ihren Partner in Frage kommt.

 

Tagungsprogramm:

Aktuelles Programm 2.Tagung "Neue Konzepte für Erneuerbare Energien" (pdf)


Ab 08:30 Anmeldung


09:30 Grußworte

Udo Paschedag, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW

Dr. Axel Berg, Vorsitzender EUROSOLAR Deutschland

10:00 Einführung
Leitung: Dr. Axel Berg, Vorsitzender EUROSOLAR Deutschland

Die Ziele des Landes Nordrhein-Westfalen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien

Reiner Priggen, Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion in NRW

Rechtliche Grundlagen der Raumordnung
Andreas Große, Rechtsanwalt, Becker Büttner Held, Berlin

10:50 Kaffeepause

11:15 Themenblock Wind
Leitung: Irm Scheer-Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR

Meilensteine für die Energiewende - Die Projektinitiative Energieallee A7
Valentin Hollain, Wissenschaftlicher Leiter EUROSOLAR e.V., Bonn

Potenziale der Windenergienutzung an Land
Doron Callies, Bereich Energiewirtschaft und Netzbetrieb, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel

Der Windenergieerlass in Nordrhein-Westfalen - eine Chance für Kommunen?
Heinz-Jürgen Schütz, EnergieAgentur.NRW, Wuppertal

Windkraft im Binnenland - Eine zentrale Rolle für den Ausbau Erneuerbarer Energien
Hauke Eggers-Mohrmann, Regionalleiter Niedersachsen und Schleswig-Holstein, juwi Wind GmbH, Langwedel

13:15 Mittagspause

14:15 Die Energiewende ist nur mit Speichern möglich - Pumpspeicherkataster für Thüringen
Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

14:45
Regionalplanerische Steuerungselemente - Erneuerbare Energien in Mittelhessen
Stephan Grüger, Mitglied der Regionalversammlung Mittelhessen

15:15 Themenblock Photovoltaik
Leitung: Rosa Hemmers, stellv. Vorsitzende EUROSOLAR Deutschland

Strategien für den Ausbau von PV-Anlagen auf Gebäuden und Konversionsflächen - gemeinsam mit Bürgern
Dr. Stephan Wilforth, Vorsitzender Informationskreis für Raumplanung (IfR) e.V., Dortmund

Standortatlas "Solarparks auf Brachflächen in Thüringen" - Potenziale identifizieren und mobilisieren
Frank Leipe, Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, Erfurt

ca. 16:15 Ende der Veranstaltung


Konferenzort:

Rheinterrasse Düsseldorf
Joseph-Beuys-Ufer 33
40479 Düsseldorf