EUROSOLAR-Newsletter November 2017

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November 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von EUROSOLAR,

hier kommt unser Newsletter im November. Der Anfang des Monats ist hierzulande nicht nur von zähen Sondierungsgesprächen in Berlin geprägt, bei denen gerade beim Thema Energie Uneinigkeit herrscht. Am Montag hat in Bonn die 23. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen begonnen und schon im Vorfeld fanden in der Stadt Demonstrationen für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit statt. EUROSOLAR macht im Rahmen des UN-Gipfels deutlich: Eine nachhaltige Klimapolitik kann nur mit 100 % Erneuerbaren Energien funktionieren! Einige Eindrücke, Kurznachrichten und Veranstaltungen haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das EUROSOLAR-Team

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Inhalt:

1. EUROSOLAR Veranstaltungen
2. EUROSOLAR Aktuell
3. Kurznachrichten
4. Das Letzte zum Schluss

BannerEUROSOLARVeranstaltungen

Verleihung des Europäischen Solarpreises

In Kooperation mit den nationalen Sektionen verleiht EUROSOLAR seit 1994 jährlich den Europäischen Solarpreis an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Vereine und Organisationen, Architekten, Journalisten und private Personen. Wir freuen uns, Ihnen am Samstag, dem 18. November an der Technischen Universität in Wien die diesjährigen GewinnerInnen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung präsentieren zu dürfen.

Im Vorfeld der Verleihung findet ein Symposium zum Thema „The Energy Transition in Europe“ statt. Die Referenten werden Potentiale und Lösungen vorstellen und diskutieren. Wir laden Sie ganz herzlich ein, der feierlichen Preisverleihung und dem spannenden Symposium beizuwohnen. Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist kostenfrei, um eine Anmeldung bis zum 15. November wird gebeten. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Anmeldeformular hier.

IRES- Symposium 2017

Am 20. November organisiert EUROSOLAR in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW und mit freundlicher Unterstützung der VRD-Stiftung das IRES-Symposium in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin. Bereits zum vierten Mal ergänzt das Symposium die international und wissenschaftlich ausgerichtete IRES-Konferenz um die nationalen Perspektiven zur Entwicklung, Einführung und Nutzung von Flexibilitätsoptionen, insbesondere von Speichertechnologien.

Experten aus Energieforschung und -politik werden dazu im ersten Teil der Veranstaltung in Übersichtsvorträgen ihren aktuellen Wissens- und Forschungsstand präsentieren und diskutieren. Am Abend folgt eine Diskussionsrunde mit Teilnehmern aus Politik, Verbänden und Wissenschaft, die im Anschluss mit einem Get-Together abgerundet wird.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Mitgliederversammlung 2017

Am 2. Dezember findet die Mitgliederversammlung von EUROSOLAR e.V. in Bonn statt. Wir nutzen die Gelegenheit, um unsere Mitglieder über unsere Arbeit und die Entwicklungen der letzten beiden Jahre zu informieren und uns auszutauschen. Entsprechend unserer Satzung finden bei dieser Gelegenheit auch die Wahlen für den Vorstand von EUROSOLAR Deutschland statt. Alle ordentlichen Mitglieder, die an der Mitgliederversammlung teilnehmen, sind berechtigt, die personelle Besetzung des ehrenamtlichen Vorstands für die kommenden zwei Jahre mitzubestimmen.

Weitere Informationen und die Tagesordnung finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie!

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Videos vom Deutschen Solarpreis und dem Symposium Der Energethische Imperativ jetzt online

Die Verleihung des Deutschen Solarpreises am 14. Oktober in Wuppertal war ein voller Erfolg. Das Symposium „Der Energethische Imperativ“, das die Hermann-Scheer-Stiftung mit EUROSOLAR organisiert hat, stellte mit Vorträgen von Dr. Franz Alt, Thorsten Müller und Dr. Martin Altrock einen spannenden Auftakt dar. Hier, wie auch bei der Preisverleihung am Nachmittag wurden in angenehmer Atmosphäre Ideen ausgetauscht und Lösungsansätze diskutiert. Höhepunkt des Tages bildete die Ehrung der Preisträger. Wer es nicht zur Verleihung geschafft hat, dem stellen wir nun einige Vorträge online zur Verfügung:

Symposium „Der Energethische Imperativ“ im Gedenken an Hermann Scheer.

Lothar Schneider, Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Stephan Grüger, MdL, beim Deutschen Solarpreis.

EUROSOLAR-Delegation bei Bonner Klimakonferenz

Eine Delegation von EUROSOLAR begleitet die Klimaverhandlung in Bonn vor Ort und informiert zusammen mit dem Folkecenter aus Dänemark an einem Ausstellungsstand über unsere Arbeit und unsere Ziele.

Im Rahmen des Großereignisses finden zahlreiche weitere Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen in Bonn statt. Wir möchten auf einige Termine aufmerksam machen, die auch von energiepolitischem und überregionalem Interesse sein dürften und allen offen stehen, unabhängig von einer offiziellen Registrierung.   

Am 12. November findet im Hotel Königshof in Bonn von 9.30  bis 17.30 Uhr die Veranstaltung des Global Renewable Energy Forum 2017  „Towards a low carbon, green energy future“ statt, bei dem unter anderem EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege sprechen wird. 

Hier finden Sie weitere Informationen und das Programm.

Auch das Folkecenter, die dänische Sektion von EUROSOLAR, ist in der nächsten Woche bei verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Weltklimakonferenz vertreten. Die einzelnen Termine finden Sie hier.            

Newsletter Header Kurznachrichten

Unternehmen schließen sich für den Klimaschutz zusammen

Mit einem Appell an die künftige Bundesregierung haben sich mehr als 50 deutsche Unternehmen, unter anderem Aldi Süd, SAP und die Telekom, in die Debatte um Klimaschutz und Energiewende eingeschaltet. Die Unterzeichner des Schreibens, das am Dienstag veröffentlicht wurde, fordern unter anderem den Abschied aus der Kohleverstromung über "einen verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad". Während die Jamaika-Gespräche in Berlin über Klima und Energiewende scheitern könnten, zeigten die Unternehmen, dass Klimaschutz und Energiewende zu einem Modernisierungsprojekt für Deutschland werden müssen. Koordiniert wurde die Erklärung von der Stiftung 2°, B.A.U.M. und Germanwatch.

Weitere Informationen gibt es hier.

Zahlreiche Demos zum Auftakt der Klimakonferenz in Bonn

Schon zwei Tage vor offiziellem Beginn der Weltklimakonferenz kamen am Samstag, dem 4. November, rund 10.000 Menschen zu einer Demonstration unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen“ zusammen. Ein breites Bündnis aus mehr als 100 regionalen, nationalen und internationalen Organisationen hatte zu der Aktion aufgerufen, um ein Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzen. Nach der Kundgebung am Münsterplatz wanderte der friedliche Zug bis zum Konferenzzentrum, wo er am Nachmittag seinen Ausklang fand.

Für mehr Informationen geht es hier entlang.

Zum Auftakt der 23. Klimakonferenz in Bonn demonstrierten dann am Montag auch rund 400 Kinder und Jugendliche für mehr Gerechtigkeit beim Klimaschutz. Ein Teil der jugendlichen Klimaschützer überreichte am Ende der Demonstration ein eigens entworfenes Klimaabkommen an die UN-Klimachefin Patricia Espinosa und Fidschis Premierminister Frank Bainimarama, in dem sie berichten, was sie selbst zum Klimaschutz beitragen. Die großen Veränderungen müssen allerdings aus der Politik kommen, erklärte Projektleiterin Lydia Seiler.

Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Bereits für den kommenden Samstag ruft ein weiteres Bündnis erneut zu einer Demonstration in Bonn auf. Wir sind gespannt, wie gut sich das mit den Ausschweifungen zum Start der Karnevalssaison vertragen wird.

100% Erneuerbare Energien vor 2050

Am 8. November wurde eine gemeinsame Studie der Lappeenranta University of Technology und der Energy Watch Group (EWG) vorgestellt. Sie zeigt, dass eine Stromversorgung aus hundert Prozent Erneuerbaren Energien weltweit möglich ist. Durchgeführt wurde die Studie mithilfe einer Simulation, die beweist, dass mit dem Potential der Erneuerbaren Energien und den zugehörigen Technologien, wie Speichermöglichkeiten, noch vor 2050 die Stromversorgung komplett umgestellt werden könnte und das zu jeder Stunde des Jahres und zu ebenso günstigen Stromkosten wie bisher.  Die Studienergebnisse deuten auch darauf hin, dass eine Erneuerbare Stromversorgung wesentlich effizienter arbeitet und der Energieverlust von derzeit durchschnittlich 58% auf 26% sinken könnte und damit die durchschnittlichen jährlichen Stromkosten von 70 Euro pro Megawattstunde (2015) auf 52 Euro sinken würden.

Weitere Informationen gibt es hier.

Münchner stimmen für Kohle-Ausstieg

Die bayrische Landeshauptstadt hat genug von der Kohle:  Vergangenes Wochenende stimmten 118.513 Bürger für eine vorgezogene Abschaltung des Steinkohlekraftwerks im Norden der Stadt. Doch sicher ist der vorzeitige Kohleausstieg noch nicht: Der Bürgerentscheid ist kommunalrechtlich wie der Beschluss eines Stadtrates zu sehen. Das heißt: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beauftragt nun die Stadtwerke, einen Ausstieg aus der Kohleverbrennung im Heizkraftwerk Nord zum 31. Dezember 2022 vorzubereiten. Die Stadtwerke wiederum müssen die Stilllegung des Kraftwerks bei der Bundesnetzagentur beantragen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Newsletter Header zum Schluss
Son|die|rung
die; -, -en
1. das Sondieren.
2. (meist Plur.) svw. ↑Sondierungsgespräch

Es gibt sie noch, Menschen, die durchaus Hoffnungen in eine Jamaika-Koalition setzen. Schließlich wäre es eine bundespolitische Premiere und eine willkommene Abwechslung nach den bleiernen Jahren der Großen Koalition. Und Jamaika lässt die Hoffnung keimen, dass die vorgeblichen Widersprüche zwischen Umweltschutz und Wirtschaftsinteressen in einer solchen Konstellation produktiv und zukunftsweisend versöhnt werden könnten. Freilich speist sich solche Hoffnung aus weiteren Annahmen, etwa dass die Union dank ihrer christlichen Verwurzelung zur Bewahrung der Schöpfung etwas beizutragen bereit wäre. Und dass die Liberalen tatsächlich postideologische, innovative und pragmatische Politik betreiben wollten und von ihrer Klientelpolitik kuriert wären. Und dass sich die Grünen für die Aussicht auf Regierungsposten nicht in den zentralen Fragen der Energie-, Klima- und Verkehrspolitik mit faulen Kompromissen abspeisen lassen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber in Anbetracht der Sondierungsgespräche muss sie jetzt schon künstlich beatmet werden.

Der Papst fordert die Verhinderung der Klimakatastrophe in seinem Laudato Si. Die Chinesen, die Inder, die Amerikaner (mal von dem Chef-Cowboy abgesehen) setzen auf Erneuerbare. EUROSOLAR fordert seit 29 Jahren die vollständige Energiewende und wird dabei seit Jahren von der realen Entwicklung, von ernstzunehmenden Studien, von Millionen von Aktivisten und Anlagenbetreibern weltweit bestätigt: Eine Welt auf Basis von 100 % Erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökonomisch sinnvoll und sozial gerecht - sowohl vor Ort als auch weltweit. Nun gehen im Sinne oben genannter Notbeatmung auch endlich Unternehmen in die Offensive und verlangen den Kohleausstieg und mehr Anstrengungen im Klimaschutz (ergo eine vernünftige Energiewendepolitik).

Liebe Koalitionärsanwärter: Wer muss sich eigentlich noch alles erklären, bevor ihr endlich wagt, eine zukunftsfähige nachhaltige Politik ins Auge zu fassen und aufhört, die globale Pyromanie zu unterstützen? Py|ro|ma|nie krankhafter Trieb zur Brandstiftung [<grch. pyrFeuer“ + maniaSucht“]

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

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Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

 

 

 

 

 

 

 

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