EUROSOLAR-Newsletter Mai 2018

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Mai 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von EUROSOLAR,

alles neu macht der Wonnemonat Mai? Da melden wir in Hinblick auf die Energiepolitik in Deutschland, Osteuropa, Russland und anderswo mal vorsorglich Zweifel an. Nicht alles neu machen wir im Mai bei unserer bewährten Stadtwerke-Konferenz, zu der Sie sich schnellstens anmelden sollten. Womit wir uns in diesem Frühjahr sonst noch so beschäftigen, lesen Sie im Folgenden.

Das Team von EUROSOLAR wünscht viel Spaß bei der Lektüre unseres Mai-Newsletters.

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Inhalt:

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Jetzt anmelden! Stadtwerke – Die Zukunft der dezentralen Energiewende

Die Energiewelt von morgen ist erneuerbar, dezentral und flexibel. Der zunehmende Anteil regenerativer Energien wird vorwiegend auf Verteilnetzebene vor Ort produziert. Stadtwerke werden mithilfe intelligenter Technologien die Märkte für Strom, Wärme und Mobilität zusammenführen und den Ausgleich von Angebot und Nachfrage sicherstellen. So wird die notwendige Flexibilität geschaffen, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Für die Kommunalversorger ergeben sich daraus neue Geschäftsfelder, die neben der Erzeugung und Verteilung Erneuerbarer Energien auch innovative Dienstleistungen im Gebäude- und Verkehrsbereich umfassen.

Die 12. Stadtwerke-Konferenz am 15. und 16. Mai in Nürnberg nimmt diese Entwicklungen in den Fokus. Anhand wissenschaftlicher, politischer und praxisbezogener Impulse werden Zukunftstrends und ihr Potenzial für kommunale Stadtwerke vorgestellt und diskutiert.

Programmflyer als PDF

Alle Informationen und Online-Anmeldung: www.stadtwerke-konferenz.eurosolar.de

Wir freuen uns Sie in Nürnberg begrüßen zu dürfen.

Noch bis zum 31. Mai für den Deutschen und Europäischen Solarpreis 2018 bewerben

Auch dieses Jahr rückt EUROSOLAR wieder Vorbilder und Wegbereiter in das Licht der breiten Öffentlichkeit, die den realistischen und praktischen Einsatz Erneuerbarer Energien veranschaulichen und für alle greifbar und erlebbar machen.

Bewerben können sich Städte/Gemeinden, ArchitektInnen, kommunale und privatwirtschaftliche Unternehmen, Vereine, Organisationen und Genossenschaften, JournalistInnen und natürlich Bürgerinnen und Bürger, die die Energiewende aktiv unterstützen und mitgestalten.

Alle Einsendungen werden einer qualifizierten Jury vorgelegt, die im Sommer über die diesjährigen PreisträgerInnen entscheidet. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bewerbungen und Vorschläge können schnell und unkompliziert online eingereicht werden.

Alle Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme:
Deutscher Solarpreis 2018
Europäischer Solarpreis 2018

Das 30-jährige EUROSOLAR-Jubiläum naht!

Vor 30 Jahren, am 22. August 1988, wurde auf Initiative von Hermann Scheer die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. gegründet. Aus diesem Anlass möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern, gemeinsam in die Vergangenheit und in die Zukunft blicken und Sie herzlich zur EUROSOLAR-Geburtstagsfeier einladen, die am Samstag, den 25. August 2018, von 14 bis 19.30 in der EUROSOLAR-Geschäftsstelle, Kaiser-Friedrich-Straße 11 in Bonn, stattfinden wird.

Wir freuen uns auf das Zusammensein mit bekannten und neuen Gesichtern und blicken mit Vorfreude auf den Sommer. Bitte geben Sie uns per E-Mail an 30Jahre@eurosolar.de verbindlich bis zum 5. August 2018 Bescheid, ob wir Sie zu unserem Gartenfest begrüßen dürfen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Zum Tode von Elmar Altvater

EUROSOLAR trauert um Elmar Altvater. Der renommierte Politikwissenschaftler, Kapitalismuskritiker und einer der schlausten Köpfe, die sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft einsetzten, unterstützte unsere Ziele für eine schnelle Energiewende seit 1989 aktiv als Mitglied. 2010 erhielt er für sein Engagement den Deutschen Solarpreis in der Kategorie Bildung und Ausbildung. Am 01. Mai 2018 ist er in Berlin nach schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren verstorben. Elmar Altvater hat immer wieder Artikel im SOLARZEITALTER veröffentlicht, zuletzt im Herbst 2015, und die Notwendigkeit einer solaren und solidarischen Gesellschaft bekräftigt.

Seinen letzten Artikel finden Sie hier.

Verzerrtes Bild von Erneuerbaren Energien in der „Studie“ von Misereor

Ende letzter Woche nahm EUROSOLAR-Vizepräsident Stephan Grüger, MdL, Stellung zu einer Studie des bischöflichen Hilfswerks Misereor. Darin weist Misereor auf Menschenrechtsprobleme beim Rohstoffverbrauch hin und fokussiert dabei die Branche der Erneuerbaren Energien. Aus der Studie selbst geht aber hervor, dass der Anteil an der globalen Rohstoffproduktion etwa für den Bau von Windkraftanlagen und von Solarstromanlagen bei den meisten Rohstoffen unter einem Prozent liegt.   

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Zum Geburtstag Hermann Scheers

Am letzten Wochenende wäre Hermann Scheer 74 Jahre alt geworden. An seinem Ehrentag im dreißigsten Jahr von EUROSOLAR richten wir einen dankbaren Blick zurück und einen engagierten Blick in die Zukunft. Der Verlust dieses Vorreiters der Energiewende ist weiterhin spürbar und bedauerlich. Umso erfreulicher ist der Wille unserer Mitglieder, Vorstände, UnterstützerInnen und KollegInnen, die die Botschaft einer vollständigen, schnellen und dezentralen Versorgung mit Erneuerbaren Energien weiterhin aktiv voran bringen.

Den vollständigen Text finden Sie hier.
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Anti-Atom-Demo in Lingen

Unter dem Motto „Atomrisiko jetzt beenden!“ werden am 9. Juni in Lingen wieder viele hunderte Menschen auf die Straße gehen, um die Abschaltung des AKW Emsland sowie die Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und den Stopp von Uran-Exporten zu fordern. Am 20. Juni wird das AKW Emsland 30 Jahre alt und hat als eines der „jüngsten" AKW in Deutschland noch eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022.

Die  Auftaktkundgebung  beginnt  um  13:00  Uhr  vor  dem  Haupttor  des  AKW  Emsland. Der  anschließende Demozug führt über eine Strecke von ca. 2 km bis zur Brennelementefabrik. Dort findet die Abschlusskundgebung bis 15:30 Uhr statt.

Nähere Informationen finden Sie in diesem Faltblatt oder unter www.lingen-demo.de.

Infoabend „Sonnenstrom – wie mach ich´s richtig?“

Am Mittwoch, den 30. Mai findet im Haus der Stadtwerke (Theaterstraße 24, 53111 Bonn) ein Infoabend über die praktikable Nutzung der Sonnenergie für Strom, Wärme und Mobilität statt. Die Veranstaltung wird von der Verbraucherzentrale NRW, der SWB Energie und Wasser, der Bonner Energie Agentur und der Stadt Bonn/ Leitstelle Klimaschutz organisiert. Ab 17 Uhr werden den Teilnehmern Kurzvorträge angeboten und im Anschluss bis 20 Uhr eine persönliche Beratung an sechs Thementischen.

EUROSOLAR begleitet den Abend mit einem Infostand. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten per Mail an anmeldung@bea.bonn.de oder per Telefon an 0228-77 50 60.

Weitere Informationen finden Sie hier.
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Deutschland bremst weiter bei EU-Prosumer-Regelung

Die EU-Energieminister wollen bei drei der acht Gesetzesvorhaben des Winterpakets „Saubere Energie für alle“ noch im ersten Halbjahr 2018 zu einer Einigung kommen. EU-Energie- und Klimakommissar Arias Canete forderte die Minister auf, über die 27 % Erneuerbaren- und Effizienzziele für 2030 hinauszugehen.

In den aktuellen EU-Verhandlungen über die europäische Erneuerbaren-Energien-Richtlinie verweigert sich die deutsche Bundesregierung weiterhin den Plänen, mehr Rechte für kleine Eigenerzeuger von Solarstrom, so genannte Prosumer, zu schaffen. EU-Parlament und Kommission wollen finanzielle Hürden für den Handel mit dezentral erzeugtem Bürgerstrom abbauen. Das BMWi verweist dagegen auf drohende Mehrkosten, wenn Eigenerzeuger ihren Sonnenstrom künftig direkt an Nachbarn verkaufen. Verschiedene Studien zeigen hingegen, dass durch stärkere Prosumerrechte die Kosten für EEG und Netze sogar sinken können und die Energiewende damit endlich auch in Europas Städten Wirkung entfaltet.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Atomenergie wider besseren Wissens

Am 28. April hat das schwimmende Atomkraftwerk, die Akademik Lomonossow, seine Reise ins Arktische Meer angetreten. Im Bestimmungsort vor Pewek in Sibirien soll das russische Strahlenboot ab 2019 den Hafen, Ölbohrplattformen sowie eine Meerwasserentsalzungsanlage mit Strom versorgen. Angesichts von Kosten in Höhe von 500 Millionen Euro für 70 MW Leistung dürfte das Projekt weniger ökonomischen als vielmehr geostrategischen Erwägungen gewidmet sein. Die Risiken eines über die Ozeane wackelnden Reaktorschiffes sind jedenfalls mannigfaltig.

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Am Montag wurde bekannt, dass der belgische Atomreaktor Doel 1 wegen eines Lecks im Notkühlwasserkreislauf vorsichtshalber heruntergefahren worden war. Die belgische Atomaufsichtsbehörde (FANC) beschwichtigte und sprach von einem minimalen Leck, das „an sich keine Sicherheitsprobleme darstelle“, Radioaktivität sei nicht ausgetreten und es bestehe keine Gefahr. Diese Nachricht beruhigt kaum angesichts der Tatsache, dass der Standort des belgischen Reaktors Doel 1 nur rund 140 Kilometer von Aachen entfernt ist, die Anlage schon 1975 in Betrieb genommen wurde, lediglich über zwei redundante Kühlkreisläufe verfügt und noch bis 2025 am Netz bleiben soll.

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Trotz besseren Wissens und offensichtlicher ökonomischer, ökologischer und sozialer Vorteile wollen mehrere Regierungen in Osteuropa von der Atomkraft nicht lassen. Eine aktuelle Studie von Energy Brainpool belegt nun, dass ein erneuerbares Energiesystem samt der notwendigen Speicherinfrastruktur günstiger kommt.

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„100-Tage-Gesetz“ zur Änderung von EEG und KWKG: GroKo vertagt Sonderausschreibungen für Solar- und Windenergie

Das Bundeskabinett soll am 9. Mai über das sogenannte „100-Tage-Gesetz“ entscheiden, das eine „Mini-Novelle“ von EEG, KWKG und anderer energierechtlicher Bestimmungen darstellt. In der letzten Aprilwoche wurde ein Referentenentwurf aus dem Wirtschaftsministerium veröffentlicht. Von den im Koalitionsvertrag verabredeten Sonderausschreibungen für Photovoltaik und Windkraft an Land ist dabei nicht die Rede. Am 25. April erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hierzu, dass „zeitkritische Punkte“ Priorität besitzen, für die Umsetzung der Sonderausschreibungen jedoch noch Zeit bis nach der Sommerpause hätten.

Selbst aus der SPD-Bundestagsfraktion werden derweil Vorwürfe an die Adresse der Union laut, diese mache ihre Zustimmung von flankierenden Maßnahmen zur Netzaufnahmefähigkeit abhängig. Nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt der neuen alten Bundesregierung zeigt sich: Sie macht dort weiter, wo sie in der letzten Legislaturperiode aufgehört hat und erweist sich erneut als Bremserin der Energiewende.

Den Referentenentwurf des BMWi finden Sie hier.

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D und auf Facebook unter EUROSOLAReV.

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