EUROSOLAR-Newsletter Juni 2018

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Juni 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von EUROSOLAR,

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Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin unseren Newsletter nutzen, um bei allen Themen rund um die Energiewende und bei den Aktivitäten von EUROSOLAR auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Und nun viel Spaß bei der Lektüre unseres Juni-Newsletters.

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Inhalt:

EUROSOLAR Veranstaltungen
EUROSOLAR unterstützt

Kurz kommentiert
Das Letzte zum Schluss

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Das 30-jährige EUROSOLAR-Jubiläum naht!

Geburtstagsfeier zum 30. Jubiläum von EUROSOLAR

Vor 30 Jahren, am 22. August 1988, wurde auf Initiative von Hermann Scheer die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. gegründet. Aus diesem Anlass möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern, gemeinsam in die Vergangenheit und in die Zukunft blicken und Sie herzlich zur EUROSOLAR-Geburtstagsfeier einladen, die am Samstag, den 25. August 2018 von 14 Uhr bis 19 Uhr in der EUROSOLAR-Geschäftsstelle, Kaiser-Friedrich-Straße 11, in Bonn stattfinden wird.

Wir freuen uns auf das Zusammensein mit bekannten und neuen Gesichtern und blicken mit Vorfreude auf den Sommer. Bitte geben Sie uns per E-Mail an 30Jahre@eurosolar.de verbindlich bis zum 5. August 2018 Bescheid, ob wir Sie zu unserem Gartenfest begrüßen dürfen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Save the date - Verleihung des Deutschen Solarpreises

Der Deutsche Solarpreis geht in seine mittlerweile 24. Runde. Erneut zeichnet EUROSOLAR in zehn Kategorien lokale Akteure mit dem der begehrten Trophäe aus, die durch Engagement und Innovation die dezentrale Energiewende vorantreiben. Die diesjährige Preisverleihung wird von dem Vorsitzenden des Vorstands von EUROSOLAR Deutschland, Dr. Axel Berg, moderiert. Abgerundet wird die Veranstaltung von inhaltlichen Beiträgen und bei einem Get-Together werden die Preisträgerinnen und Preisträger abschließend gebührend gefeiert.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei, eine Anmeldung wird ab Ende Juli über eurosolar.de möglich sein.

Wann: 15. September 2018
Einlass: 14:30 Uhr, Beginn: 15:00 Uhr
Wo: Münster Carré Bonn, Gangolfstraße 14, 53111 Bonn

Ein Europa der Erneuerbaren Energien - Symposium und parlamentarischer Abend

Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums organisiert EUROSOLAR das Symposium „Ein Europa der Erneuerbaren Energien“, um die Rahmenbedingungen für eine schnelle und dezentrale Energiewende in ganz Europa zu diskutieren. Das Symposium soll dazu beitragen, die Weichen für ein 100 % Erneuerbares Europa zu stellen. Gemeinsam mit renommierten Referenten werden vielfältige kritische und konstruktive Impulse gesetzt und beim parlamentarischen Abend vertieft. Der abschließende Abendempfang ermöglicht, den kürzesten Weg für ein Erneuerbares Europa in angenehmer Atmosphäre zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung statt und wird in Deutsch und Englisch verdolmetscht. 

Eine Anmeldung ist bereits über eurosolar.de möglich.

Wann: 27. September 2018
Einlass: 9:30 Uhr
Dauer: 10:00 - 20:00 Uhr
Teilnahmebeitrag: 50,- €
Wo: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

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Grünes Gas-Label erneuert Kriterien: Fokus auf Reststoffe

Der von EUROSOLAR gemeinsam mit Umwelt- und Verbraucherverbänden getragene Grüner Stom-Label e.V. zertifiziert seit bald 20 Jahren Stromprodukte mit echtem Zusatznutzen für Umwelt und Energiewende und hat sich erfolgreich als eines der wenigen glaubwürdigen Stromlabels fest etabliert.

Seit einigen Jahren werden auch Biogasprodukte zertifiziert. Rückwirkend zum 1. Januar 2018 ist nun ein überarbeiteter Kriterienkatalog für das Grünes Gas-Label in Kraft getreten. Bei der Überarbeitung wurde der Fokus auf die Kriterien zu Biogas aus biogenen Rest- und Abfallstoffen gelegt. „Es ist das erste Gütesiegel in Deutschland, das die ökologische Bewertung von Biogas über die gesamte Produktionskette, also vom Rohstoff bis zum Endkunden, darstellt“, erklärt Dr. Werner Neumann, Sprecher Arbeitskreis Energie beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und Vorstandsmitglied des Grüner Strom Label e.V. „Diese ganzheitliche Betrachtungsweise garantiert umweltverträgliches Biogas. Denn für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung brauchen wir auch Biogas und wir zeigen, wie es naturverträglich erzeugt werden kann.“ Aus der Zusammenarbeit mit Anbietern, dem Zertifizierungsinstitut und anderen Marktakteuren konnten in den neuen Kriterienkatalog die Erfahrungen eingearbeitet werden, um einen reibungsloseren Zertifizierungsprozess zu ermöglichen.

Mehr Informationen gibt es hier.
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Nach langem Hin und Her: Die Kohlekommission kann Arbeit aufnehmen

Wochenlang hatte sich der personelle Findungsprozess der "Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hingezogen, bis am letzten Mittwoch der finale Kabinettsbeschluss gefasst wurde: Der 31-köpfigen Kommission werden unter anderem die ehemaligen Ministerpräsidenten der Kohle-Länder Brandenburg und Sachsen Matthias Platzeck (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU) und Bahnvorstand Ronald Pofalla vositzen und zahlreiche Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, aus der Wirtschaft und den betroffenen Gebieten angehören. In Unterzahl hingegen befinden sich die klima- und energiepolitisch progressiveren Kräfte aus Umweltverbänden und Wissenschaft, wie etwa Barbara Praetorius (als Vorsitzende), Felix Matthes, Rainer Priggen und Hans Joachim Schellnhuber.

Durch Vorfestlegungen aus dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium wurde das notwendige Ziel eines ambitionierten Ausstiegsplans zumindest verbal bereits kassiert. Gleichzeitig wird von interessierter Seite nichts unversucht gelassen, die sog. Klimaziele gegen die wirtschaftliche Entwicklung und den Erhalt der gerade noch 20.000 Arbeitsplätze in der Kohlebranche auszuspielen. Dass eine beschleunigte Energiewende weit mehr Jobs, regionale Wertschöpfung und Zukunftsperspektiven schaffen wird, als es die konventionellen Energien je vermocht haben, ist offenbar immer noch nicht allen Beteiligten klar.

Wir verweisen dazu auf unsere Stellungnahme mit Forderungen an die Kohlekommission: hier.

Die personelle Besetzung der Kommission finden Sie hier.

Einspeisevorrang in Frage gestellt?

Ein vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragtes Gutachten setzt hinter den Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien und KWK-Anlagen ein Fragezeichen. Wenn diese Anlagen bei Maßnahmen zum Netzengpassmanagement stärker einbezogen und abgeregelt würden, könnten die Kosten solcher Maßnahmen signifikant sinken, heißt es in der Studie des Beratungsunternehmens ECOFYS. Die Gutachter begründen ihren Vorstoß mit den zwischenzeitlich gestiegenen Kosten für die Netzengpassbewirtschaftung. Allein die Redispatch-Kosten in den Netzgebieten von 50 Hertz und Tennet beliefen sich laut der Studie im vergangenen Jahr auf mehr als 1,2 Milliarden Euro.

Dass die Bundesregierung entsprechende Pläne habe, am Einspeisevorrang für Erneuerbare zu rütteln, versuchte das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Hinweis zu verwischen, eine Abschaffung sie nicht europarechtskonform. Wohl aber ein beständiges Schleifen der grundlegenden Säulen des EEG und daher hat das Gutachten zu Recht für Aufruhr gesorgt. Denn der Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien ist zusammen mit planbaren Einspeisetarifen eine entscheidende Voraussetzung für Investitionsentscheidungen und die Finanzierung neuer Anlagen.

Mehr dazu finden Sie hier.

100 Milliarden Dollar für Öl, Gas und Kohle jährlich

Jedes Jahr geben die G7-Staaten mindestens 100 Milliarden US-Dollar für die Förderung und den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle aus. Das geht aus einer gemeinsamen Studie des Overseas Development Institute (ODI), von Oil Change International (OCI), dem International Institute for Sustainable Development (IISD) und des Natural Resources Defense Council (NRDC) hervor. Dies geschieht trotz der Zusage aller G7- und G20-Mitglieder, die Subventionierung fossiler Brennstoffe bis 2025 einzustellen.  

EUROSOLAR betont die Notwendigkeit einer sofortigen Abkehr von künstlichen Lebenserhaltungsmaßnahmen für fossile Energien seit langem. Die Industriestaaten wären besser beraten, ihre finanziellen Mittel auf den Ausbau Erneuerbarer Energien zu fokussieren, um eine konsequente und zügige und weltweite Energiewende voranzutreiben.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Bulgarien: Größtes Atom-Projekt Osteuropas wird fortgesetzt

Die europäische Renaissance der Atomenergie geht entgegen jeder ökonomischen und energethischen Vernunft weiter: Das bulgarische Parlament hat grünes Licht für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am KKW Belene gegeben, das zu einem der größten Energieprojekte in Osteuropa seit Jahrzehnten werden soll, allerdings schon seit 1987 (sic! s. Wikipedia-Eintrag). Mit einer großen Mehrheit von 172 zu 14 Stimmen, bei zwei Enthaltungen, hob das Parlament das sechs Jahre währende Moratorium zum AKW-Projekt in Belene an der Donau auf. Dies geschah offensichtlich in Vorbereitung auf ein geplantes Treffen zwischen chinesischen und osteuropäischen Staats- und Regierungschefs und Investoren im Juli in Sofia. Unter den Interessenten des AKW-Baus befindet sich neben den üblichen Verdächtigen Rosatom und Electricite de France SA (EDF) auch die staatliche China National Nuclear Corp. Der Bau wurde zuletzt 2012 nach einem Streit mit der russischen Rosatom Corp. über den Preis gestoppt, der auf 10 Milliarden Euro geschätzt wurde.   

Mehr Informationen finden Sie hier

TenneT fordert Netzplanung 2.0

In der aktuellen Netzplanung werden maßgebliche Entwicklungen wie die Digitalisierung der Netze, der Einsatz von Technologien zur besseren Auslastung bestehender Netze sowie die Potentiale der Speicherung und der Flexibilisierung durch die Kopplung des Strom-, Wärme- und Mobilitätsmarktes durch Power-to-X nicht ausreichend oder überhaupt nicht berücksichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt nicht etwa EUROSOLAR, sondern zwei neue Studien im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers TenneT. Dieser spricht sich nun für eine neue Herangehensweise bei der zukünftigen Netzplanung aus und betont, dass andernfalls ein völlig überdimensionierter Netzausbau drohe und Netze gebaut würden, die nach wenigen Jahren überhaupt nicht mehr nötig seien. TenneT fordert nun eine Netzplanung 2.0 und schlägt vor, bis Ende 2018 ein Diskussionsforum aus Übertragungsnetzbetreibern, Politik, Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft zu etablieren. Dort sollen alle technologischen Alternativen zum Netzausbau und Innovationen sowie langfristige Entwicklungen auf den Tisch und zukünftig berücksichtigt werden. Ein längst überfälliger Schritt, dessen Relevanz man daran messen kann, dass dem Vernehmen nach einige Netzausbaufreunde von dem Vorschlag überhaupt nicht begeistert sind.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Sowie in der Pressemitteilung von TenneT.
Newsletter Header zum Schluss

War noch was? Eigentlich ist ja alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Dann wiederholen wir an dieser Stelle einfach ein paar einprägsame Mantras zu Übungszwecken. In der Hoffnung, dass uns eines baldigen Tages auch die behäbigen Kolosse an den Hebeln der Macht nicht mehr zu widersprechen wagen:

Eine weltweite Vollversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist machbar, Herr Nachbar.

Bei ehrlicher Rechnung unter Einbeziehung von Umwelt-, Ewigkeits- und Umweltschäden sind atomar-fossile Systeme seit langem ökonomisch völlig untragbar. 

Energiewende ist dann gesellschaftlich erfolgreich, wenn sie schnell, dezentral und kostengünstig verwirklicht wird.

Alle notwendigen Technologien sind bereits vorhanden und einsatzbereit. Würden die Finanzströme mit den überfälligen "Leitplanken" zur Abwechslung mal in die richtigen Kanäle geleitet, ist der Drops bald gelutscht.

Wie lange es nun dauern würde? Wer Krämerfragen liebt, möge sich auch damit beschäftigen, alle anderen sind gut beraten schon seit gestern mit der Umsetzung losgelegt zu haben.

Die überwältigende Mehrheit und der Papst finden es richtig und selbst Merkel und Altmeier in ihren Sonntagsreden. Worauf also warten?

Und eins noch zum Schluß: Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Mit herzlichen Grüßen an Kurt Claßen!

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D und auf Facebook unter EUROSOLAReV.

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