EUROSOLAR-Newsletter Oktober

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Oktober 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von EUROSOLAR,

nachdem wir im September die Gewinner des Deutschen Solarpreises in Bonn ehren und beim Europa-Symposium unser 30-jähriges Bestehen feiern durften, sind wir motiviert in den goldenen Oktober gestartet. Der hatte im Rheinland bislang nicht nur reichlich Sonnenenergie, sondern auch gute Nachrichten zu bieten. So können wir uns mit gesundem Optimismus den Aufgaben widmen, die da anstehen. Der Verleihung des Europäischen Solarpreises und dem IRES-Symposium im November, zum Beispiel. Über die kommenden Veranstaltungen und die neuen Entwicklungen in der Welt der Erneuerbaren Energien lesen Sie hier.

Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre des Oktober-Newsletters!

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Inhalt: 

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5. IRES-Symposium

Speicher und Flexibilitätsoptionen in der Infrastrukturplanung für die Energiewende

EUROSOLAR und die EnergieAgentur.NRW organisieren am 08. November 2018 zum bereits 5. Mal das IRES-Symposium in Berlin. In diesem Jahr wird sich alles um die Frage drehen, welche Rolle Speicher und Flexibilitätsoptionen in der Infrastrukturplanung für die Energiewende spielen. Es erwarten Sie spannende Vorträge und Podiumsdiskussionen von und mit hochkarätigen Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, um Antworten aus verschiedenen Blickwinkeln auf die übergeordnete Fragestellung zu finden. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Wann: 08. November 2018
Einlass: 12:30 Uhr, Beginn: 13:30 Uhr
Wo: VKU-Forum, Invalidenstraße 91, 10115 Berlin

Verleihung des Europäischen Solarpreises in Bonn

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens von EUROSOLAR und der damit verbundenen Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn werden die diesjährigen Preisträger des Europäischen Solarpreises in der Heimatstadt von EUROSOLAR geehrt. Die feierliche Verleihung findet am Samstag, dem 17. November 2018, im Kunstmuseum Bonn statt.

Nach Grußworten von Oberbürgermeister Ashok Sridharan und EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Bedeutung lokaler und regionaler Initiativen für die europäische Energiewende diskutiert. Im Anschluss werden die Preisträger anhand von Interviews, Präsentationen und Filmen dem Publikum vorgestellt. Ein gemütliches Get-together mit Snacks und Getränken rundet die Veranstaltung ab und bietet die Gelegenheit mit Gewinnern und Gästen ins Gespräch zu kommen.

Beteiligen Sie sich als Sponsor oder Aussteller: Wir bieten Unternehmen, Organisationen und Institutionen die Möglichkeit, sich mit einem Ausstellungsstand dem Publikum zu präsentieren. Alle Informationen über die Teilnahme als Sponsor oder Aussteller finden Sie in unserer Ausstellerbroschüre.

Wann: 17. November 2018
Einlass: 14:30 Uhr, Beginn: 15:00 Uhr, Ende: 19:00 Uhr
Wo: Kunstmuseum Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2, 53113 Bonn, Deutschland

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet in englischer Sprache statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung erhalten Sie hier.

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Jubiläums-Symposium in Berlin

Nach dem sommerlichen Gartenfest in Bonn war auch die zweite Veranstaltung zum EUROSOLAR-Jubiläum ein voller Erfolg: Mit dem feierlichen Symposium „Ein Europa der Erneuerbaren Energien“ nutzte EUROSOLAR die Gelegenheit, um politische Impulse zu setzen. Nach der Pressekonferenz, auf der EUROSOLAR-Präsident Peter Droege das Weißbuch „Regeneratives Europa“ vorstellte, folgte am Vormittag die Keynote „Energieunion oder Energieautonomie?“ von Claudia Kemfert. Auch anderen Größen aus der Welt der Erneuerbaren Energien wie etwa Klaus Töpfer, Jeremy Leggett, Harry Lehmann und Mycle Schneider stellten ihre Fokus-Positionen zu Europa dar. Am Nachmittag folgte das Leaders-Panel, bei dem die Vorsitzenden verschiedener europäischer EUROSOLAR-Sektionen die Situation in ihrem Land darlegten. An den Impuls von Dörte Fouquet schloss sich der Parlamentarische Abend mit angeregten Diskussionen an. In angenehmer Atmosphäre ließen Referenten und Gäste den Tag beim Abendempfang ausklingen.

Der offene Brief von EUROSOLAR an die Geschäftsführung, Vorstände, Aufsichtsräte und Anteilseigner der RWE AG

Der Präsident und die Vorsitzenden der Sektionen von EUROSOLAR haben sich vergangenen Monat mit einem offenen Brief an RWE gewandt. In diesem Schreiben appellieren sie an die Geschäftsführung, Vorstände, Aufsichtsräte und Anteilseigner, zum Aufbau einer überlebensfähigen und lebenswerten Zukunft in Deutschland und Europa beizutragen und weitere Schäden an unserem gemeinsamen Erbe und unserer Zukunft abzuwenden. Außerdem heißt es dort, dass unsere wertvollsten Ressourcen Erneuerbare Energien und natürliche Wälder sind.

Den gesamten Brief können Sie hier lesen.

In eigener Sache

Mit dem Jubiläumsjahr geht leider auch die langjährige Tätigkeit von Tobias Jaletzky für EUROSOLAR zu Ende. Der Vorstand und die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle bedauern das Ausscheiden des Geschäftsführers zum 1. Oktober 2018 sehr. Gleichzeitig respektieren sie seinen Wunsch nach Veränderung, danken ihm für sein großartiges Engagement und wünschen ihm für die berufliche und persönliche Zukunft das Beste.

Ab Januar 2019 wird der Posten des EUROSOLAR-Geschäftsführers neu besetzt. Wir freuen uns schon, die neue Geschäftsführung im nächsten Newsletter ausführlich vorstellen zu dürfen.

In der Zwischenzeit steht Ihnen das Team der Geschäftsstelle gerne zur Verfügung: info@eurosolar.org; Tel. +49-228-362373 und -362375

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12. Internationale Konferenz für nachhaltige Regionalentwicklung durch Nutzung Erneuerbarer Energien – Energiekommunen

Am 15. Oktober 2018 findet von 9.30 Uhr bis 19 Uhr die „12. Internationale Konferenz für nachhaltige Regionalentwicklung durch Nutzung Erneuerbarer Energien – Energiekommunen“ im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern statt. In diesem Jahr steht der Know-How-Transfer zur Nutzung von Erneuerbaren Energien in der internationalen und Entwicklungszusammenarbeit im Fokus. Neben Dr.-Ing. Brigitte Schmidt und Prof. Wolfgang Methling aus dem Vorstand der deutschen Sektion von EUROSOLAR sind auch Prof. Dr. Stepan Kudrya aus der Ukraine und Dr. George Kekelidze von EUROSOLAR Russland mit Redebeiträgen vertreten. Nach Ende der Konferenz wird es eine Führung durch das beeindruckende Solarzentrum geben.

Veranstaltungsort: Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern, Wietow Nr. 11, 23972 Lübow

Weitere Informationen finden Sie unter www.solarzentrum-mv.de

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Aus dem Hambacher Wald in die Welt

Der Kampf um den Hambacher Wald hatte sich in den letzten Wochen noch einmal deutlich intensiviert und eindrucksvolle Bilder der Baumhaus-Räumung gingen durch alle Medien. Dann, einen Tag vor der großen Demonstration am 6. Oktober, die zwischenzeitlich von der Aachener Polizei untersagt wurde, kam die Nachricht: Das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass die Rodung vorläufig ausgesetzt werden müsse. Der Wald mit seinem Bechsteinfledermaus-Vorkommen habe die Qualitäten eines europäischen Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Schutzgebietes und die Rechtfragen dazu seien zu komplex, als dass man sie im Eilverfahren beantworten könne. Nach dem Rodungsstopp muss RWE seine Braunkohleförderung im angrenzenden Tagebau deutlich zurückfahren. Nach ersten Berechnungen könnten jährlich zwischen zehn und 15 Millionen Tonnen weniger gefördert werden, sagte eine Sprecherin. Der Kohleausstieg, so scheint es vorerst, ist mit dem Etappensieg im Hambacher Wald einen kleinen Schritt vorangekommen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Warten auf die Verkehrswende

Mit dem Rodungsstopp wird – auf massiven Druck der Zivilgesellschaft – zumindest in einem Sektor den CO2-Emittenten etwas Einhalt geboten. Ein Fortschritt dieser Art wäre auch beim Verkehr dringend nötig. Doch auf nationaler wie europäischer Ebene lässt die Bundesregierung in Sachen Klimaschutz zu wünschen übrig. Anfang des Monats einigte sich der Koalitionsausschuss auf Maßnahmen, mit denen die Bürger auch im Falle eines Fahrverbots „ihre Mobilität erhalten können.“ Konkret heißt das: Von den aus verschiedenen Richtungen wiederholt geforderten technischen Nachrüstungen auf Hersteller-Kosten ist am Ende so gut wie nichts übrig geblieben. Sie wird es nur in hochbelasteten Städten geben, nur, wenn sie geeignet und verfügbar sind und nur, um den Ausstoß von Stickoxid auf einen Wert unter 207 Milligramm pro Kilometer zu drücken.

Und während schon die meisten der EU-Mitglieder strengere Vorgaben für den CO2-Ausstoß von neu zugelassenen Fahrzeugen forderten, sträubte sich Deutschland auf dem Treffen der Umweltminister gegen strengere Regeln. Eine persönlich wenig überzeugte Svenja Schulze nannte 30 Prozent als die von der Bundesregierung vereinbarte Höchstgrenze. Das entsprach dem Vorschlag der EU-Kommission, während das Europaparlament 40 Prozent verlangt hatte. Nach vielen Stunden der Verhandlungen lautete der Kompromiss: Die Emissionen von Neuwagen sollen bis 2030 um 35 Prozent sinken.

Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

Klimaberichte und ihre Folgen

Anfang dieser Woche erschien der Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Die Kernbotschaft: Das 1,5-Grad-Ziel sei noch erreichbar, doch es erfordere eine weltweit radikale Verringerung der Treibhausgas-Emissionen. Nur so könnte man bis zur Mitte des Jahrhunderts CO2-Neutralität zu erreichen. Bis zum Jahr 2030 müsste dazu global gesehen eine Senkung der CO2-Emissionen um 45 Prozent erreicht werden. Bei den derzeitigen Emissionsraten wird nach Einschätzung des IPCC das Pariser Ziel bereits in den 2040er Jahren überschritten - mit erhöhten Klimafolgen und Risiken für Mensch und Natur weltweit. Svenja Schulze (jene Umweltministerin, die sich während der EU-Verhandlungen gegen schärfere CO2-Grenzwerte bei Neuwagen eingesetzte) befand in einer Pressemitteilung, man dürfe beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren.

Kurz zuvor haben Behörden der Trump-Regierung ein Papier veröffentlicht, das einen Temperaturanstieg  von vier Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts vorhersagt. Der Untersuchung zufolge sei die globale Durchschnittstemperatur zwischen dem Beginn der Industrialisierung und 1986 um mehr als 0,5 Grad Celsius gestiegen. Obwohl die Konsequenzen eines solchen Szenarios verheerend wären, bietet der Bericht keine Lösungen an. Und da das Schicksal des Planeten schon besiegelt sei, kann das Weiße Haus die unter Obama beschlossenen Umweltauflagen auch gleich einfrieren und so den amerikanischen Unternehmen hunderte Millionen Dollar sparen. Getreu dem Motto „Make CO2 emissions great again“.

Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

Mehr Geld für Energie-Forschung

Zumindest fördert die Bundesregierung nun Energiewende-Technologien deutlich stärker als noch vor einiger Zeit. Im letzten Jahr etwa war der Forschung im Energiebereich mehr als einer Milliarde Euro zugedacht. Den mit rund 80 Prozent größten Anteil der aktuellen Förderung habe die Bundesregierung in Forschungsprojekte zu Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz – zwei der wichtigsten Grundpfeiler einer erfolgreichen Energiewende – investiert. Bundeswirtschaftsminister Altmaier nannte diese Investitionen einen zentralen „Beitrag für die Umsetzung der Energiewende“. Wenn nun noch dafür gesorgt würde, dass für diese Technologien auch die passenden Rahmenbedingungen geschaffen würden, stände der schnellen, dezentralen Energiewende fast nichts mehr im Wege.

Der Bundesbericht Energieforschung gibt einen ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung in der Energieforschung und fasst Fördermittel der Bundesländer und der EU im Energiebereich zusammen.

Er erscheint einmal pro Jahr und kann hier abgerufen werden.

Deutsche Solar-Installation in Down-Under

Das deutsche Unternehmen Juwi Renewable Energy hat eine Vereinbarung mit der australischen Universität in Queensland unterschrieben. Es wird der Heron Island Research Station im Great Barrier Reef eine Solarbatterie-Hybrid-Lösung liefern. Das Projekt besteht aus einer 500-kW-Dachanlage in Kombination mit einer 0,6-MWh-Vanadium-Strömungsbatterie, die mit Dieselgeneratoren unter Verwendung eines Microgrid-Steuersystems verbunden ist. Die Inbetriebnahme der Installation ist für Mitte 2019 geplant. Das Projekt wird schätzungsweise rund 80 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Forschungseinrichtungen decken.

Die Heron Island Research Station zählt im Bereich Feldstudien an Korallenriffen zu den führenden Forschungsstationen der Welt und ist ein wichtiger Forschungs- und Lehraußenposten des Centre of Marine Studies der Universität Queensland in Brisbane, Australien. Sie befindet sich 80 Kilometer vor der australischen Nordostküste auf einer 8 Hektar großen Insel und beherbergt jährlich mehr als 15.000 Wissenschaftler, Dozenten und Studenten, die Forschungen zu Ökologie von Korallenriffen und dem Klimawandel durchführen.

Mehr Information finden Sie hier.

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D und auf Facebook unter EUROSOLAReV.

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