EUROSOLAR-Newsletter Dezember

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Dezember 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde von EUROSOLAR,

die Feiertage nähern sich mit großen Schritten – und damit auch das Ende eines Jahres, das ein besonderes für EUROSOLAR war. Das 30-jährige Bestehen gab uns Gelegenheit, zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Wir konnten einen Schritt zurücktreten, um das große Ganze zu betrachten. Es war ein Jahr, in dem der Kampf um Kohle mit den Ereignissen im Hambacher Forst eine neue Dimension in der gesellschaftlichen Debatte einnahm und durch die neuesten Klimaberichte nun auch den Langsamsten die Dringlichkeit bewusst wird, mit der wir handeln müssen. Diese Ereignisse, aber auch das Zusammentreffen mit langjährigen und neuen Mitgliedern und Weggefährten auf unseren Konferenzen, Feiern und Symposien hat eine enorme Motivation verliehen, den Weg in das Solarzeitalter zu beschreiten. Über eben jene Veranstaltung und Geschehnisse berichten wir im Dezember-Newsletter.

Wir wünschen eine angenehme Lektüre, frohe Feiertage und ausreichend Zeit, die Akkus wieder aufzuladen, um im Jahr 2019 mit Erneuerbaren Energien frisch ans Werk zu gehen. Bleiben Sie uns gewogen!

Ihr EUROSOLAR-Team

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Inhalt: 

EUROSOLAR aktuell
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Verleihung des Europäischen Solarpreises in Bonn

Knapp 100 Gäste waren am 17. November ins Kunstmuseum Bonn gekommen, um der Verleihung des Europäischen Solarpreises 2018 beizuwohnen. Wegen des 30-jährigen Jubiläums und der damit verbundenen Jahrespartnerschaft der Stadt Bonn fand die Preisverleihung, die zuvor in verschiedenen europäischen Metropolen wie Wien, Barcelona oder Prag abgehalten wurde, in EUROSOLARs Heimatstadt Bonn statt. Zum Auftakt begrüßte EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege die Anwesenden: "Die Aufgabe, die sich uns durch die voranschreitende Klimakatastrophe stellt, macht oft nur das Scheitern der Politik deutlich. Hier aber bringt sie Menschen mit Ideen, Entdeckergeist und Tatkraft zusammen. Die Projekte, die heute hier ausgezeichnet werden, geben Grund zum Optimismus." Der Präsident dankte außerdem der Stadt Bonn für die hervorragende Zusammenarbeit.

Reinhard Limbach, Bürgermeister der Stadt Bonn, sprach im Anschluss über die Bedeutung von Städten beim Erreichen der Klimaziele. Man brauche einen erfolgreichen und nachhaltigen Energiewandel, so Limbach, wenn man die Ziele, wie sie im Pariser Klimaabkommen festgelegt sind, erreichen wolle. In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterte Preisträgerin Dr. Barbara Hammond von Low Carbon Hub gemeinsam mit EUROSOLAR-Vizepräsident Stephan Grüger, MdL, und Yunus Arikan, dem Leiter der globalen Advocacy und Politik bei ICLEI, die Chancen der Energiewende auf lokaler, nationaler und transnationaler Ebene.

Einen vollständigen Bericht zur Veranstaltung sowie alle Preisträger finden Sie in Ausgabe 4/2018 des SOLARZEITALTER.

IRES-Symposium in Berlin

Beim 5. IRES-Symposium diskutierten Experten am 8. November in der Hauptstadt interdisziplinär Lösungsansätze für die Energiewende mit Speichern, Netzen und anderen Flexibilitätsoptionen. EUROSOLAR und die Energieagentur.NRW hatten zu der Veranstaltung, die alljährlich die große Speicherkonferenz IRES ergänzt, ins VKU-Forum geladen. EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo begrüßte die Teilnehmenden des Symposiums in einer kurzen Ansprache und betonte die Bedeutung der bürgergetragenen Energiewende: Für die Entscheidungsträger der Energiepolitik gelte es, Fortschritte zuzulassen und die Bremsen der dezentralen Energiewende zu lösen, anstatt sie anzuziehen. In seiner Keynote referierte Dominic Nailis vom Büro für Energiewirtschaft über Herausforderungen beim netzsynchronen Ausbau der Erneuerbaren.

Bei der parlamentarischen Podiumsdiskussion setzten sich Abgeordnete von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen über die Herausforderungen an die Infrastrukturplanungen auseinander. Sie alle waren sich einig, dass die Pariser Klimaziele ein viel ambitionierteres Vorgehen der Bundesregierung hinsichtlich des Ausbaus Erneuerbarer Energien erforderten. Nach der Diskussion ging es um die konkreten Hindernisse, die noch immer die flächendeckende Integration von Speichern verlangsamen. In seinem Schlusswort forderte Bernhard Strohmayer vom BEE e.V. ein Zeit- und Mengengerüst für den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie den Abbau energierechtlicher und wirtschaftlicher Barrieren, damit eine bessere Infrastrukturausnutzung durch Sektorenkopplung und der Speicherausbau nicht behindert würden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstaltung und im SZA 4/2018.

Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn

Seit 2000 lädt die Stadt Bonn alljährlich eine der in Bonn ansässigen internationalen Organisation zu einer Jahrespartnerschaft ein. Die Organisation hat die Möglichkeit, sich und ihre Themenfelder in einer Reihe von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zu präsentieren. 2018 und damit pünktlich zum Jubiläum wurde EUROSOLAR diese Ehre zuteil.

Die Stadt Bonn unterstützte unsere Veranstaltungen und wies in der Fußzeile ihrer E-Mails auf die Jahrespartnerschaft hin. Ebenso warben im Partnerschaftsjahr die Info-Screens am Hauptbahnhof und der Freistempler für die Jahrespartnerschaft. Auch beim Tag der Vereinten Nationen am 20. Oktober konnte EUROSOLAR mit einem Stand auf dem Bonner Marktplatz vertreten sein.

Zum Ende des Jahres möchten wir der Stadt Bonn und allen Beteiligten für die schöne Gelegenheit und die reibungslose und freundliche Kooperation bedanken. Wir schätzen die Möglichkeit, uns erneut im Netzwerk der ambitionierten internationalen Organisationen Bonns zu positionieren. EUROSOLAR hofft, die Zusammenarbeit in Zukunft noch zu vertiefen und uns gemeinsam stark zu machen für eine nachhaltige Zukunft. Auch den Unterstützerinnen und Unterstützern danken wir an dieser Stelle für jahrzehntelange Treue, Ideen, Tatkraft und Sachverstand.

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24. UN-Klimakonferenz

Morgen geht die entscheidende Woche der Klimakonferenz COP24 im polnischen Katowice zu Ende. Zwei Wochen lang verhandelten Vertreter von nahezu 200 Ländern über die Regeln für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens, das zum Ziel hat, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Das Regelwerk soll Berichte und Pläne der Staaten vergleichbar und transparent machen. Einfach war die Konferenz nicht, denn verschiedene Staaten wie etwa die USA und Saudi-Arabien wehren sich gegen das Auftauchen des Sonderberichts des Weltklimarats (IPCC) in den Abschlusspapieren. So wollten sie verhindern, dass der Druck wächst, mehr für den Klimaschutz zu tun. Auch Deutschland bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm. Vergangenen Freitag bekam die Bundesrepublik von Klimaschützern in Kattowitz den Negativpreis „Fossil des Tages“ verliehen. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth schrieb dazu, man könne sich für diesen Negativ-Preis natürlich schlecht bedanken. Aber „wir verstehen, warum er an uns geht.“

Dabei steht die Debatte über den Bericht des UN-Klimarats IPCC exemplarisch für die Diskussionskultur globaler Konferenzen. So sprachen die Delegierten laut Medienberichten letzten Samstag fast drei Stunden lang über zwei Wörter: Thema des Disputs war, ob die Konferenz den Bericht „begrüßen“ (welcome) oder nur „zur Kenntnis nehmen“ (note) sollte. 2015 war der Report von der Konferenz in Auftrag gegeben worden. Er mahnt dazu, die CO2-Emissionen für das 1,5-Grad-Ziel bis 2030 zu halbieren. EUROSOLAR-Vizepräsident Stephan Grüger, MdL, prognostizierte auf Twitter: „Wetten, dass auch für die Klimakonferenz in Kattowitz am Ende gelten wird, was Hermann Scheer über Klimakonferenzen gesagt hat? ‚Global reden, national aufschieben‘ Dabei wäre es so einfach: Wir müssen nur die Bremsen lösen, die der Energiewende mutwillig angelegt wurden, und die massive Subventionierung der Kohle beenden.“ Eine Zwischenbilanz zu den Verhandlungen finden Sie zum Beispiel hier.

Dass die Energiewende mit 100% Erneuerbaren Energien in Europa machbar ist, zeigt eine aktuelle Studie der Energy Watch Group und der finnischen Universität LUT, die in Kattowitz vorgestellt wurde. Aus dieser geht nicht nur hervor, dass ein erneuerbares europäisches Energiesystem die Treibhausgasemissionen noch vor 2050 auf Null reduzieren würde. Ein solches System würde auch einen deutlichen finanziellen Vorteil gegenüber dem konventionellen fossil-nuklearen System mit sich bringen. Die Schlüsselergebnisse der Studie können Sie hier einsehen.

Ringen um Dieselfahrverbote

Der Dieselskandal findet einfach kein Ende. Die Verkäufe von Dieselfahrzeugen seien in Deutschland eingebrochen, entnimmt man dieser Tage den Zeitungen. Wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte, ist der Absatz von Dieselfahrzeugen im ersten Quartal dieses Jahres um mehr als ein Fünftel gesunken. Im März hatte demnach nur noch jeder dritte neu zugelassene Pkw einen Dieselmotor. Ein Jahr zuvor lag der Dieselanteil noch bei 40,6 Prozent. Was sagt man dazu? Anfang Dezember, beim dritten so genannten Diesel-Gipfel, wurde zumindest eines überdeutlich: Der Wille im Kampf gegen mögliche Fahrverbote ist ungebrochen. Den Satz, den man von Verkehrsminister Scheuer wohl am häufigsten hörte, war: „Unser Ziel ist es, Fahrverbote zu vermeiden“. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wirklich alle Register gezogen. Denn was kümmern uns Gesundheit, Gerechtigkeit oder Klimaschutz, wenn die deutsche Automobilindustrie im Spiel ist?

Nachdem zunächst die Stickoxidwerte angepasst werden sollten, ist man sich nun nicht einmal zu schade, gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zu schießen, damit die Diesel-Klagen aufhören. Die CDU hat auf ihrem Parteitag in Hamburg beschlossen, dass die Gemeinnützigkeit der DUH überprüft werden soll. Die Christdemokraten wollen sich außerdem dafür einsetzen, dass der Verein keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekomme. Dass tausende Menschen in Deutschland durch Luftschadstoffe vorzeitig sterben, spielt in diesen Kalkulationen keine Rolle. Franz Alt nannte das, was hier passiert, in einem Beitrag von 2017 „Autoterrorismus“. Und EUROSOLAR fordert bereits seit Jahren: Genauso wichtig wie der Kohleausstieg sind eine Wärmewende und eine ökologische Verkehrswende. Für die Verkehrswende bedarf es umgehend der Beendigung aller direkten und indirekten Subventionen für fossile Mobilität. Die Infrastrukturausgaben müssen in Zukunft die Verkehrswende zum Ziel haben und alle Verkehrsträger gleichmäßig berücksichtigen. Die Zeit zu handeln ist jetzt.

Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

Kompetenzzentrum Klimaschutz in der Lausitz

2019 wird das Bundesumweltministerium in der Lausitz mit dem Aufbau eines Kompetenzzentrums Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) beginnen. Insgesamt zwei Millionen Euro sind im Bundeshaushalt des nächsten Jahres dafür vorgesehen. Zwar haben jetzt schon erste Gespräche mit der brandenburgischen Landesregierung und der TU Cottbus stattgefunden, zur konzeptionellen Arbeit sollen die Gespräche aber erst im Januar aufgenommen werden. Das Kompetenzzentrum soll in regem Austausch sowohl mit Forschungseinrichtungen als auch mit Industrie und internationalen Institutionen die Dekarbonisierung energieintensiver Prozesse voranbringen. Dabei sollen der Forschungsbedarf ermittelt und Möglichkeiten zur Finanzierung erschlossen werden. Im Rahmen von Wissensplattformen und dem Austausch von Erfahrungen national und international soll es als Ideengeber am Übergang von Forschung und Entwicklung zur Markteinführung innovativer Klimaschutztechnologien wirken.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Greenpeace Energy will den Hambacher Forst kaufen

Greenpeace Energy, die energieversorgende Genossenschaft von Greenpeace, hat Ende November Kaufinteresse an den Tagebauen von RWE im Rheinischen Revier angekündigt. Der Energielieferant wolle sie ab dem Jahr 2020 übernehmen und bis 2025 schrittweise stilllegen. Auf den Flächen sollen dann Windkraft- und Solaranlagen entstehen. Für ein gelingendes Projekt sei neben der Einigung mit RWE auch die Unterstützung des Staates beim Strukturwandel notwendig, erklärte Vorstand Sönke Tangermann. Der geschätzte Preis beläufe sich auf 384 Millionen Euro, geben Analysten des Instituts Energy Brainpool zu bedenken. Dieser Preis berechne sich aus den Gewinnen, die mit den Kraftwerken noch erzielt werden könnten bis sie unrentabel würden.

Laut Greenpeace Energy soll sich RWE an den Kosten beteiligen. Die Genossenschaft plant, die Mitarbeiter, die aus der RWE Braunkohlesparte ausscheiden, unter Vertrag zu nehmen. Sie würden in der Renaturierung der Tagebauflächen oder im Kraftwerksrückbau eingesetzt. Ein Teil der Kosten könnte aus einem Strukturfonds gedeckt werden, für den sich die Kohlekommission schon seit Monaten ausspricht. Es wäre ein enormer Schritt in Richtung Energiewende und Klimaschutz, wenn RWE das Angebot annähme. Greenpeace Energy zufolge könnten 60 Milliarden Euro an gesellschaftlichen Folgekosten durch Klimaschäden eingespart werden.

Weitere Informationen: www.reinrevierwende.de

Deutschland verdoppelt Zusage für internationalen Klimafonds

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller haben pünktlich zu Beginn der 24. Weltklimakonferenz in Kattowitz eine Verdopplung der Zusage für den internationalen Klimafonds (Green Climate Fund) über weitere 1,5 Milliarden Euro angekündigt. Auf diese Weise poliert die Bundesregierung ihr Image und unterstützt die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und den weltweiten Zusammenhalt im Einsatz gegen die Klimakatastrophe zumindest finanziell. Bislang stehen dem Fonds 7,3 Mrd. US-Dollar zur Verfügung. Der Green Climate Fund fördert bereits 93 Projekte. Zahlreiche weitere Projektanträge liegen schon vor, allerdings sind aufgrund der knappen Mittel ab Mitte nächsten Jahres keine Zusagen für neue Projekte mehr möglich. Deswegen wurde vor kurzem die Wiederauffüllung des Fonds beschlossen.

Deutschland gehörte 2014 bei der Erstauffüllung des Fonds mit 750 Mio. Euro zu den größten Gebern. Bei der Wiederauffüllung ist Deutschland das erste Land, das eine konkrete Summe ankündigt. Der Green Climate Fund fördert Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern, etwa den großflächigen Aufbau Erneuerbarer Energien, die Umsetzung klimafreundlicher Mobilitätskonzepte, neue Schutzbauten gegen Sturmfluten in Bangladesch und den Aufbau von Unwetter-Frühwarnsystemen. Besonderer Wert wird auf die Förderung der am wenigsten entwickelten Länder (LDCs), kleiner Inselstaaten und der afrikanischen Länder gelegt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Neue EU-Energie-Regeln für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Anfang des Monats haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ihre Zustimmung zu neuen Regeln für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie zur Fortschrittskontrolle erteilt. Schon vor einigen Wochen hatte das Europäische Parlament dem Regelungspakt zugestimmt, dessen Inkrafttreten nun nichts mehr im Wege steht. Neben Änderungen bei Richtlinien zu Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien umfasst er eine Verordnung zur Fortschrittskontrolle in der Klima- und Energiepolitik. Bundesumweltministerin Svenja Schulze gab zu verstehen, dass die Verabschiedung dieser drei Dossiers ein wichtiger Erfolg für den Klimaschutz in Europa sei. Die neuen Regelungen würden helfen, das Pariser Klimaschutzabkommen erfolgreich umzusetzen. Das neue Instrument zur Fortschrittskontrolle in der Klima- und Energiepolitik, das auch Governance-Verordnung genannt wird, verpflichtet die Mitgliedsstaaten, bis Ende kommenden Jahres nationale Energie- und Klimaschutzpläne für die Zeit bis 2030 vorzulegen sowie Langfriststrategien zum Klimaschutz zu entwickeln. Interessant daran ist, dass auch die EU-Kommission verpflichtet wird, eine Strategie vorzulegen, wie die EU schnellstmöglich zu Treibhausgasneutralität gelangen kann. Hierfür hat die Kommission am 28. November einen Vorschlag vorgelegt.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Immer mehr Behörden kompensieren ihre Dienstreisen

Um in einer Welt von schlechten Nachrichten, unentschlossener Klimapolitik und kurzsichtigen Entscheidungen den Optimismus nicht zu verlieren, gilt es, jeden kleinen Fortschritt anzuerkennen. Deshalb sehen wir folgende Meldung des Umweltbundesamtes (UBA) einmal – ganz im friedlichen Geiste der Vorweihnachtszeit – nicht als Feigenblatt einer sonst eher mittelmäßig ambitionierten Klimapolitik, sondern als kleinen Schritt in die richtige Richtung: „Die Bundesregierung gleicht die Klimagas-Emissionen ihrer Dienstreisen vollständig aus. Dafür hat das UBA für alle 2017 angefallenen Dienstreisen Emissionsgutschriften in Höhe von rund 300.000 Tonnen CO2 erworben und gelöscht. Die Gutschriften stammen ausschließlich aus Projekten, die nach UN-Regeln unter dem Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (engl. Clean Development Mechanism, kurz CDM) zertifiziert worden sind.“ Unterstützt werden damit unter anderem der Bau von Biogasanlagen in Nepal oder effizienter Kochöfen in ländlichen Regionen Sambias. Umweltministerin Schulze befand, wann immer möglich, sei der Verzicht auf Flüge die richtige Wahl für das Klima. Viele Flüge ließen sich etwa durch den Einsatz von Videokonferenzen vermeiden. Wo sich Reisen nicht vermeiden ließen, sei Kompensation der entstandenen CO2-Emissionen sinnvoll.

Die Bundesregierung hat jetzt die Klimawirkung aller Dienstreisen ihrer Beschäftigten im Jahr 2017 kompensiert. Dazu zählen Pkw-Fahrten und Flugreisen von 121 Ministerien und Bundesbehörden. Die Kosten für die Kompensation belaufen sich auf insgesamt 1,7 Mio. Euro. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das Kompensationsvolumen deutlich angestiegen, da nun alle Bundesbehörden ihre Dienstreiseemissionen kompensieren, die sich auch am Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit der Bundesregierung beteiligen. Die Projekte sorgen in den Ländern des Südens für sauberes Trinkwasser und den Bau von Biogasanlagen, die aus Abfällen Energie erzeugen, oder für den Auf- und Ausbau der Energieversorgung mit Erneuerbarer Energie. Die Richtung stimmt schon einmal. Unterfüttert von wahrhaften politischen Maßnahmen verlöre das Ganze auch noch den faden Beigeschmack des Ablasshandels.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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