EUROSOLAR-Newsletter Februar

 
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Februar 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde von EUROSOLAR,

die Tage werden wieder länger, der Frühling lässt sich erahnen – da wird es Zeit für den EUROSOLAR-Newsletter im Februar. Der erscheint in neuem Gewand und informiert Sie wie gewohnt über die anstehenden Veranstaltungen (die IRES ist nicht mehr weit entfernt!), Aktivitäten von EUROSOLAR (der deutsche Vorstand hat eine Resolution zum Kohlekompromiss verabschiedet) und energiepolitische Entwicklungen.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht

Ihr EUROSOLAR-Team

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Inhalt: 

EUROSOLAR Veranstaltungen
EUROSOLAR Aktuell
EUROSOLAR unterstützt
Kurz kommentiert
 

Zwischenberschriften

13. IRES Konferenz in Düsseldorf – Tickets noch erhältlich

EUROSOLAR organisiert vom 12. bis 14. März 2019 die 13. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES) gemeinsam mit der 8. Energy Storage Europe (ESE) der Messe Düsseldorf. Die Veranstaltung in Düsseldorf bietet das umfassendste Konferenzprogramm zu allen Fragen der Energiespeicherung, in Form von Strom, Wärme, Kälte, Wasserstoff oder Kraftstoffen. In Kombination mit der Messeausstellung mit über 160 Ausstellern erwartet Sie eine einmalige Plattform für den Austausch über die wissenschaftlichen, ökonomischen und politischen Entwicklungen, sowohl in Deutschland als auch international. Die beiden Konferenzen sowie die dazugehörige Fachmesse bilden die Plattform für Europas größtes Branchentreffen.

Weitere Informationen und das Programm der Konferenz finden Sie unter www.energystorageconference.org.

Die Tickets können Sie hier im Shop der Messe Düsseldorf kaufen.

Konferenz-Website: www.energystorageconference.org

13. Stadtwerke-Konferenz zu Gast in Marburg

15. - 16. Mai 2019 im TTZ Marburg

Gemeinsam mit den Stadtwerken Marburg veranstaltet EUROSOLAR die 13. Ausgabe der erfolgreichen Konferenzreihe „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien" am 15. und 16. Mai 2019 in Marburg. Die Konferenz nimmt das Potenzial und die Herausforderungen für kommunale Stadtwerke als entscheidende Akteure einer innovativen, dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung in den Fokus.

Wir freuen uns, neben zahlreichen Experten und Führungskräften von kommunalen Energieversorgern auch Tarek Al-Wazir, den hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, begrüßen zu dürfen.

Die Konferenz wird durch eine Ausstellung begleitet, bei der sich Unternehmen, Organisationen und Institutionen dem interessierten Fachpublikum präsentieren. Nähere Informationen zur Beteiligung als Aussteller finden Sie hier.
 
Es erwartet Sie ein aktuelles und spannendes Programm mit kompetenten Referentinnen und Referenten sowie viel Platz für gemeinsame Diskussionen. Die Anmeldung zur Konferenz ist ab sofort über diese Seite möglich.

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Resolution des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR zum Vorschlag der Kohlekommission

Das letzte deutsche Kohlekraftwerk soll 2038 vom Netz gehen, darauf hat sich die Kohlekommission in ihrem Abschlussbericht geeinigt. Ein Erfolg ist dieser Kompromiss nicht, er trägt weder zum Gelingen der Energiewende bei, noch zum Erreichen der ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung. EUROSOLAR fordert daher, den Ausstieg aus der Braunkohle bereits vor dem Jahr 2030 zu vollenden und einen schnellen Übergang zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr bis 2035 zu ermöglichen. Dies kann nur gelingen, wenn EEG und Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) nach den Eckpunkten einer Neuen Energiemarktordnung (NEMO) gestaltet werden.

Der kommende Strukturwandel ist eine bedeutsame Chance für die Energiewende, darum setzt sich EUROSOLAR weiterhin für umfangreiche Sonderausschreibungen für Windenergie und für Solarfreiflächenanlagen in den ehemaligen Abbaugebieten der Kohleindustrie ein, um diese als Energieregion zu erhalten. Für einen erfolgreichen Strukturwandel bedarf es umfangreicher Programme, welche auf eine Anpassung der Infrastruktur setzen, Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote ermöglichen und die Ansiedlung wertschöpfender Industrie, wie die geplante Batteriezellenproduktion in der Lausitz, fördern.

Abseits der Kohlekommission machten an den vergangenen Freitagen streikende Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten auf sich aufmerksam, welche zu Recht einen deutlich früheren Ausstieg aus der Kohleverstromung fordern. Soll ihre Zukunft, das Klima und der Wohlstand gesichert werden, müssen Parlament und Regierung sich auf ein frühzeitiges Ende der Kohlverstromung bis 2030 festlegen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien umgehend vorantreiben.

[Aus gegebenem Anlass möchten wir darauf hinweisen: Natürlich ist EUROSOLAR der Überzeugung, dass die Energiewende am besten mit einem weiterentwickelten EEG auf der Grundlage bewährter Prinzipien wie etwa Einspeisevergütungen funktioniert. Gleichzeitig erkennen wir aber die Realität des Koalitionsvertrags an und sehen regionale Sonderausschreibungen als zielführenden Vorschlag, um die Energieregionen – diesmal erneuerbar – zu erhalten.]

Mehr Informationen finden Sie hier.

Klimawache Bonn

Ein Bündnis aus regionalen Akteuren, Klima-Netzwerken und Organisationen wie Bonn im Wandel hat die aus Berlin bekannte Klimawache nun auch nach Bonn geholt. Jeden Monat, am dritten Dienstag, findet ab dem 19.02.2019, jeweils von 18:30 bis 19:30 Uhr auf dem Münsterplatz eine Kundgebung der Initiative Klimawache statt. Dabei geht es den Initiatoren um die Forderung nach einer konsequenten Klimaschutzpolitik und einem Wandel in der energiepolitischen Debatte. Die Klimawache Bonn ist ein Bündnis von Menschen aus unserer Region, die sich für mehr Klimaschutz stark machen. Sie sind unabhängig von Regierungen, Parteien oder wirtschaftlichen Interessengruppen. Unterstützung erfahren sie durch Bonner Netzwerke und Organisationen wie Bonn im Wandel.

Zu weiteren Informationen geht es hier entlang.

Save the Date: IRENEC 2019

Frühlingszeit ist nicht nur in Deutschland Konferenzzeit: Bald schon findet die IRENEC 2019 statt, die unter anderem auch von der türkischen EUROSOLAR-Sektion organisiert wird. Die 9. Erneuerbaren-Energien-Konferenz findet vom 24. bis 26. April 2019 in Istanbul statt. EUROSOLAR Turkey schafft damit eine internationale Plattform, auf der die technischen, wirtschaftlichen und politischen Aspekte des Übergangs zu 100 % Erneuerbaren Energien diskutiert und Weiterbildungen zur Umsetzung dieser Vision in Industrie, Architektur und Kommunen angeboten werden.

Zu weiteren Informationen und der Anmeldung geht es hier entlang.

7th Conference on Carbon Dioxide as Feedstock for Fuels, Chemistry and Polymers

20. - 21. März 2019, Maternushaus, Köln, Deutschland

Unternehmen und Wissenschaftler interessieren sich zunehmend für den lebendigen Innovationsbereich der CO2-Nutzung. Eine gute Ausgangslage, um billige und reichlich vorhandene Erneuerbare Energien mit der Nutzung von Kohlenstoff zu kombinieren, um Energie zu speichern und erneuerbare Kraftstoffe und Chemikalien zu produzieren. Die Themen im Jahr 2019 sind CO2-Abscheidung, Wasserstoff, Kraftstoffe für Autos und Luftfahrt, Chemikalien und Polymere sowie Mineralisierung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Streit um Gas

Im Streit über neue Vorschriften für Pipelineprojekte wie Nord Stream 2 haben EU-Unterhändler einen Kompromiss erzielt. Das teilte die EU-Kommission in der Nacht zum Mittwoch mit. Sie begrüßt die Einigung mit den EU-Ländern und dem Europaparlament. Es bedeutet: Das Vorhaben des russischen Staatskonzerns Gazprom wird damit wohl nicht ausgebremst. Die Gaspipeline Nord Stream 2 ist seit Jahren außerordentlich umstritten: Denn während die Bundesregierung das Projekt gutheißt, lehnen zahlreiche EU-Staaten und die USA es ab. Letztere nicht zuletzt, weil sie dadurch Deutschland als vielversprechenden Absatzmarkt für ihr eigenes Flüssig-Erdgas (Liquid Natural Gas, kurz LNG) gefährdet sehen. Die Sorge ist jedoch unbegründet, kündigte Wirtschaftsminister Altmaier erst kürzlich den Bau von mindestens zwei Terminals zum Import von amerikanischem Fracking-Gas an. Zuvor war nur vom Bau eines Terminals die Rede gewesen. Als mögliche Standorte nannte er Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Anstatt den energiepolitischen Unfug weiterzuführen und Steuergelder in LNG-Terminals zu versenken, wäre es schön, wenn die Bundesregierung sich mehr auf die Herausforderungen der Energiewende konzentrierte. Denn im Gegensatz zu Gaskraftwerken würde der Ausbau definitiv Unabhängigkeit mit sich bringen – aus geopolitischer ebenso wie aus strukturpolitischer Perspektive.

Zu mehr Informationen gelangen Sie hier.

Fridays for Future

Letzte Woche protestierten erneut junge Menschen überall in Deutschland für den Klimaschutz. Proteste von Schülern und Studenten sind laut dem Aktionsnetzwerk Fridays for Future am Freitag unter anderem in Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf sowie kleineren Städten von Greifswald bis Konstanz gestartet. Der Schulstreik fürs Klima ist eine weltweite Bewegung von Schülerinnen, Schülern und Studierenden, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Ihr Vorbild ist die 16-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 immer wieder freitags dem Unterricht fernbleibt, um vor dem Parlament in Stockholm für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens zu protestieren. Die Proteste gibt es mittlerweile in vielen Staaten weltweit, seit vergangenem Dezember auch in Deutschland. Die zentrale deutsche Webpräsenz fridaysforfuture.de verzeichnet inzwischen schon mehr als 100 Ortsgruppen, die sich meist über Whatsapp-Chats organisieren. Unterdessen schafft es NRWs Ministerpräsident Armin Laschet – landläufig nicht als Verfechter der Klimabewegung bekannt – einmal mehr, sich selbst zu unterbieten: Im Interview mit dem WDR kritisierte er Schülerdemonstrationen, weil die Jugendlichen während der Schulzeit und nicht in ihrer Freizeit protestieren. Ihm, der nach eigenen Aussagen auch in seiner Jugend nicht auf die Straße ging, sei das Nachschlagen des Begriffs „Streik“ ans Herz gelegt.

Weitere Informationen finden Sie hier und hier.

Mehrheit für Kohleausstieg

Nicht nur die Jugend sorgt sich um das Klima und fordert Erneuerbare Energien anstelle fossiler Stromproduktion. So befürwortet die Mehrheit der Deutschen einen schnellen Kohleausstieg. Laut dem Meinungsbild „ARD-Deutschlandtrend“ sprechen sich 59 Prozent der Befragten aus Klima- und Naturschutzgründen für einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle aus. 36 Prozent würden wegen möglicher Versorgungsengpässe und des Wegfalls von Arbeitsplätzen dagegen länger an der Braunkohle festhalten. Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, sieht das Stimmungsbild unterschiedlich aus. In den von einem Kohleausstieg besonders betroffenen Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt plädierten laut Deutschlandtrend nur 34 Prozent der Wahlberechtigten für einen möglichst raschen Ausstieg, 61 Prozent wollten dagegen länger am Braunkohle-Abbau festhalten. Hier gilt es, Aufklärungsarbeit zu leisten und den Strukturwandel als die Chance zu kommunizieren, die er für die Wirtschaft der Regionen darstellen kann.

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Umweltministerin besucht Atommülllager

Anfang der Woche besuchte Bundesumweltministerin Svenja Schulze das Atommülllager Asse und das Endlager Schacht Konrad in Niedersachsen. Begrüßt wurde sie unter anderem von zahlreichen Atomkraftgegnern, die deutlich machten, dass der Atommüll nicht in Asse bleiben kann. Schon seit Jahrzehnten bereitet die Lagerstätte Probleme: Seit 1988 dringt Wasser in das Bergwerk ein. Doch auch die Bergung des Atommülls wird die Verantwortlichen vor enorme Herausforderungen stellen. Bis Ende des Jahres wolle man einen Gesamtplan für die Bergung vorlegen, erklärte Schulze. Vor 2033 ist jedoch nicht mit einer Bergung zu rechnen. Anders als Asse ist das Endlager Schacht Konrad, vorgesehen für schwach- und mittelradioaktive Stoffe und trocken. Die Arbeiten am neuen Endlager, dessen Fertigstellung für 2013 geplant war, werden allerdings erst 2027 beendet sein. 3,6 Milliarden Euro soll es bis dahin gekostet haben und insgesamt 303.000 Kubikmeter Atommüll aufnehmen können. Die Ministerin fasste bei ihren Terminen zusammen, was ruhig noch einmal ins Bewusstsein gerufen werden darf: „Wer jemals glaubt, die Atomkraft sei günstig, irrt gewaltig.“

Mehr Informationen gibt es hier.

Regionalnachweisregister aus Erneuerbaren Energien

In mancher Hinsicht kommt die dezentrale Energiewende eben doch voran: Seit Anfang des Jahres ermöglicht ein neues Regionalnachweisregister die Ausstellung von Regionalnachweisen für Strom aus Erneuerbaren Energien. Damit setzt das Umweltbundesamt § 79a EEG 2017 um und Endkunden können sehen, dass dieser Strom in der Region erzeugt wurde. Das Regionalnachweisregister soll die Energiewende in der Region für Stromkunden greifbarer machen. Strom aus der Region steigert die Akzeptanz der Energiewende vor Ort und Stromlieferanten können ihren Produkten ein regionales Gesicht geben. Bei Verwendung von Regionalnachweisen dürfen Stromversorger nun in ihrer Stromkennzeichnung ausweisen, dass der von ihnen gelieferte EEG-Strom – also aus der EEG-Umlage finanzierten Strom aus Erneuerbaren Energien – aus Anlagen in der Region stammt. Und vor allem: Durch das Regionalnachweissystem stellt das Umweltbundesamt sicher, dass die regionale Eigenschaft einer aus Erneuerbaren Energien erzeugten Kilowattstunde Strom nur einmal verkauft wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D und auf Facebook unter EUROSOLAReV.

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