EUROSOLAR Newsletter März 2017

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März 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FreundInnen von EUROSOLAR,

mit unserem März-Newsletter informieren wir Sie über unsere kommenden Veranstaltungen und relevante Entwicklungen aus der Welt der Erneuerbaren Energien. Mit großen Schritten gehen wir auf unsere diesjährige Speicherkonferenz IRES 2017 zu und freuen uns auf die vielen Beiträge, Vorträge, Poster, Diskussionsrunden, Gespräche und neue Kontakte. Mit der in den letzten drei Jahren gut etablierten Kooperation mit der Energy Storage Europe bieten wir in Düsseldorf drei Tage lang tiefen Einblick in die ganze Welt der Energiespeicherung. Mit einem Ticket können Sie alle Konferenzteile sowie die Messeausstellung und die Netzwerkveranstaltungen besuchen. Informieren sie sich über die aktuellen Trends, Hindernisse und Potentiale. Wenn Sie jetzt noch einen Grund benötigen, um Mitglied bei EUROSOLAR zu werden: Mitglieder erhalten Rabatt auf die Konferenztickets und unterstützen unsere gemeinnützige Arbeit!  Werden Sie Mitglied bei EUROSOLAR e.V.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr EUROSOLAR-Team

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Inhalt:


1. EUROSOLAR Aktuell
2. Deutscher und Europäischer Solarpreis
3. Kurznachrichten
4
. EUROSOLAR-Veranstaltungen
5. Das Letzte zum Schluss

 
Newsletter Header EUROSOLAR Aktuell

EUROSOLAR-Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan 2030

Ende Januar haben die 4 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNBs) der Öffentlichkeit und der Bundesnetzagentur ihre Vorstellungen zum zukünftigen Netzausbau in ihrem ersten Entwurf übermittelt und eine 4-wöchige Konsultationsphase gestartet. Die ÜNBs formulieren darin sozusagen ihre Wunschliste an Maßhnahmen zum Netzausbau im Rahmen von vier, vorab durch die BNetzA festgelegten, "Energiewende-Szenarien".

EUROSOLAR hat zu den Plänen Stellung bezogen und bekräftigt die grundsätzliche Kritik an den Plänen und dem zugrundeliegenden Verfahren. Knapp auf den Punkt gebracht: Der Netzentwicklungsplan dient nicht in erster Linie der Energiewende, sondern vor allem den Übertragungsnetzbetreibern, die ein betriebswirtschaftliches Interesse daran haben, auch künftig möglichst viel Energie zu transportieren. Er dient weiterhin den zentralistischen Stromkonzernen, die so ihre Macht festigen können, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien stetig schwindet.

Die ganze Stellungnahme finden Sie hier: http://bit.ly/2n9xCME

Newsletter Header Solarpreise

Jetzt bewerben für den Deutschen und Europäischen Solarpreis!

Die renommierten Solarpreise von EUROSOLAR gehen in die nächste Runde! Seit dem 15. Februar können sich wieder innovative Projekte und Initiativen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien bewerben oder vorgeschlagen werden. Die Ausschreibung richtet sich an Städte/Gemeinden, ArchitektInnen, kommunale und privatwirtschaftliche Unternehmen, Vereine, Organisationen und Genossenschaften, JournalistInnen und natürlich an Bürgerinnen und Bürger, die die Energiewende aktiv unterstützen. Die Bewerbungsphase endet am 31. Mai 2017.

Der Deutsche Solarpreis wird am 14. Oktober 2017 in der Villa Media in Wuppertal verliehen. Die Preisverleihung des Europäischen Solarpreises findet am 18. November 2017 in Wien statt.

Hier finden Sie alle notwendigen Hinweise zur Bewerbung:

Deutscher Solarpreis
Europäischer Solarpreis
Newsletter Header Kurznachrichten

Vielfältige Nutzung von Speichern senkt Kosten der Energiewende!

Neue Studie zeigt notwendige Optionen und Potentiale für die parallele Nutzung von Speichern (multi-use)

Vor wenigen Tagen hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) zusammen mit einem interessanten Konsortium aus Unternehmen eine umfassende Studie über den optimierten Einsatz von Speichertechnologien für Netz- und Marktanwendungen veröffentlicht. Es wurde die Frage untersucht, wie bereits existierende Energiespeicher weitere markt- und netzdienliche Funktionen übernehmen könnten und welche Barrieren dem immer noch im Wege stehen. Die Studie analysiert anhand von sechs anwendungsnahen Szenarien für Flexibilitätstechnologien die Möglichkeiten eines „Multi Use“-Ansatzes. Dahinter steht die Idee und reale Möglichkeit, Speichertechnologien mehrfach zu nutzen, indem bspw. private PV-Anlagenbetreiber mit eigenen Batterien auch netzdienliche Dienstleistungen anbieten oder Ansätze zur Konvergenz der Energiemärkte (sog. Sektorenkopplung) auch für die Regulierung der Netze genutzt werden können. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass durch die dringend notwendige Entwirrung der Rahmenbedingungen die Kosten der Energiewende und des Netzausbaus deutlich senken würden.

Obwohl sich die Analysen auf die Verteil- und Mittelspannungsnetze konzentrieren, zeigen doch einige zentrale und deutlich formulierte Aussagen die generelle Problematik der bestehenden Blockaden. So wird der undurchschaubare Regulationsdschungel in den Bereichen der Abgaben und Steuern ebenso kritisiert wie die Verzerrung der Anreizregulierung hin zu investiven Maßnahmen (Netzausbau) statt zu marktlichen Lösungen (Flexibilitätsmarkt). Beides behindert die volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich optimale Nutzung von Speichern und stellt eine Blockade der von der Bundesregierung selbst propagierten Sektorenkopplung (wir sagen: Konvergenz der Energiemärkte) dar.

Weitere Informationen: http://bit.ly/2mcEo6m
Kampf dem Oligopol! Friede den Stadtwerken und Regionalversorgern!

Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Titel "Oligopol der Übertragungsnetzbetreiber gefährdet effiziente Umsetzung der Energiewende" reagierten die Mainova AG aus Frankfurt und die N-ERGIE AG aus Nürnberg auf einen Vorstoß der vier Übertragungsnetzbetreiber. Die Netzbetreiber wollen in neue Gaskraftwerke in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern investieren, die dazu dienen sollen die Verzögerungen beim umstrittenen Ausbau der HGÜ-Leitungen aufzufangen und die Versorgung Süddeutschlands durch flexibel regelbare Erzeugungskapazitäten sicherzustellen.

Dieser Vorschlag ist ein Affront gegen die grundsätzliche Trennung von Netzen und Erzeugung und gegen jeden marktlichen Wettbewerb sowie ein sehr durchsichtiger Versuch, die dominante Stellung der ÜNBs weiter auszubauen. Es ist auch ein Offenbarungseid, wenn eine der immer wieder geforderten Alternativen zum HGÜ-Netz nun von den Netzbetreibern als "Übergangslösung" vorgestellt wird. Treffender als Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE können wir es kaum formulieren und zitieren daher: „Wenn die Übertragungsnetzbetreiber selbst neue Gaskraftwerke als taugliches Mittel für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit ins Spiel bringen, stellt sich die Frage, wofür wir die neuen Übertragungsnetze dann überhaupt noch benötigen. Eine Doppelinvestition in Gaskraftwerke und Trassen wäre volkswirtschaftliche Ressourcenverschwendung.“ Vielmehr müsse eine dezentrale Energiewende forciert werden.

Weitere Informationen: http://bit.ly/2mxhGH3

Und jährlich grüßt die INSM

„Alle Jahre wieder“ und so sicher wie das Amen in der Kirche zieht die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die Energiewende in den Schmutz einseitiger Argumentationen. In einem elf Punkte umfassenden Katalog versucht die INSM, die schon oft widerlegten Kritikpunkte („Energiewende wird teuer, Wettbewerbsfähigkeit sinkt, Die Industrie wird zu stark belastet“) mit zum Teil haarsträubenden "Fakten" zu untermauern.

Solarify spricht daher von leeren Behauptung seitens der INSM, und hat einen ganz ordentlichen Faktencheck durchgeführt. In Zeiten des weltweit salonfähig werdenden Populismus scheinen die bereits belegten Fakten, welche die Vorteile Erneuerbarer Energien wissenschaftlich beweisen, an Bedeutung zu verlieren. Organisationen wie die INSM versuchen die Kritik an der Energiewende am Leben zu erhalten und bedienen sich dabei aufmerksamkeitsheischender Thesen, die eins zu eins der BILD-Zeitung als Aufmacher dienen (z.B. hier). Umso wichtiger ist, die „alternative facts“ der Energiewende-Gegner zu demontieren und ihren haltlosen Aussagen zu widersprechen, immer und überall.

Weitere Informationen:
Die Kampagne der INSM: http://bit.ly/2lEJmJ1
Der Faktencheck von Solarify: http://bit.ly/2lEJmJ1

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IRES 2017 und ESE (expo & conference)

Die Speicherung Erneuerbarer Energien ist ein entscheidendes Schlüsselelement bei der Umsetzung der Energiewende und EUROSOLAR hat dieses Thema früh und strategisch in seinen Aktivitäten verankert. Die Zeiten, in denen die Branche von vielen noch belächelt wurde und Speicher als zu teuer und nicht leistungsfähig genug abgestempelt wurden, sind definitiv vorbei. Speicher verändern unsere Energiewelt zunehmend und würden schon heute mehr von ihrem hohen Potential ausspielen können, wenn die Rahmenbedingungen denn stimmen würden (s. Kurznachrichten).

Daher freuen wir uns besonders auf die Teilnahme von Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von NRW, und Tudor Constantinescu, Chefberater der Generaldirektion Energie der EU-Kommission, die die Konferenz eröffnen werden. Auch das BMWi wird durch Thorsten Herdan vertreten sein und wir erwarten äußerst spannende Beiträge und Diskussionen. Denn das Potential von Energiespeichern ist mittlerweile unstrittig und damit gewinnt die Diskussion über Geschäftsmodelle, Alternativen zum Netzausbau, intelligente dezentrale Anwendungen, Netzdienstleistungen und natürlich die Konvergenz der Märkte für Strom, Wärme und Verkehr weiter an Relevanz und Tiefe!

Mit einem Ticket können Sie sich bei der IRES 2017 von EUROSOLAR und der Energy Storage Europe der Messe Düsseldorf in der Messehalle 8b umfassend informieren, mit unseren ExpertInnen diskutieren und neue Kontakte knüpfen. Mit Vorträgen und Diskussionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu allen Speichertechnologien, einer wissenschaftlichen Posterausstellung, der stetig wachsenden Messeausstellung mit über 160 Ausstellern und einem attraktiven Rahmenprogramm bieten wir Ihnen ein rundes und attraktives Programm.

Weitere Informationen und Tickets: www.energystorageconference.org
Infos zur ESE-Messeausstellung:
http://bit.ly/1itUe2q

Deutsche Vortragsreihe auf der 11. Internationalen Konferenz für die Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2017)

Am 15.03.2017 organisiert EUROSOLAR zudem in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW eine deutschsprachige Vortragsreihe auf der IRES 2017. Dabei wird die Forderung nach einer Beschleunigung der Energiewende ins Zentrum gestellt und von unterschiedlichen Seiten diskutiert. Neben den aktuellen politischen Rahmenbedingungen werden Praxisbeispiele aus dem Bereich der Sektorenkopplung in Nordrhein-Westfalen beleuchtet und am Abend rücken die Kontroversen um die Zusammenhänge des EE-Ausbaus, des Netzausbaus und der Rolle von Speichertechnologien in den Fokus einer Podiumsdiskussion.

Das ausführliche Programm mit ausgewiesenen Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie den Ticketshop finden Sie unter www.energystorageconference.org
Selbstverständlich bieten wir auch Tagestickets für Besucher, die nur an diesem Tag teilnehmen möchten.

Stadtwerke als Innovationstreiber einer dezentralen und bürgernahen Energiewende

Für den 10. und 11. Mai 2017 laden wir Sie jetzt schon herzlich zur diesjährigen Stadtwerkekonferenz nach Schwäbisch Gmünd ein. Dort stehen innovative Geschäftsmodelle und Strategien sowie Praxisbeispiele von und für Stadtwerke im Fokus einer zweitägigen Konferenz für kommunale Stadtwerke, Kommunalvertreter und Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien. Die inhaltlichen Schwerpunkte der zweitägigen Konferenz bilden die Themen:

  • Flexible Erzeugung von Strom und Wärme
  • Neue Geschäftsmodelle für Stadtwerke im Zeitalter der Digitalisierung
  • Potential und Realisierungsstrategien von Mieterstrommodellen
  • Realisierung von Energie-Projekten mit Bürgerbeteiligung
  • Kommunale Daseinsvorsorge und Rekommunalisierung

Wir freuen uns, Ihnen in Kürze das Programm mit vielen spannenden und versierten Referenten auf unserer Veranstaltungsseite präsentieren zu können. Die Anmeldung zur Konferenz ist dort ebenfalls schon möglich.

Unternehmen, Organisationen und Institutionen haben die Möglichkeit, sich dem Konferenzpublikum vor Ort als Aussteller oder Sponsor zu präsentieren. Eine Übersicht über die verschiedenen Optionen erhalten Sie in unserem Aussteller-Formular.

Weitere Informationen: www.stadtwerke-konferenz.eurosolar.de
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Hinter dem Rücken, über Bande, durchs Herz und dann ins Auge

Allzu gerne spielt die Bundesregierung und das BMWi mit der Europäischen Kommission über Bande und stellt nationale Maßnahmen als notwendige Anpassungen an Europäische Vorgaben dar, die man natürlich vorher kräftig mit unterstützt hat. Zum Beispiel das fetischhafte Beharren auf einem integrierten europäischen Strommarkt, auf dem dann die deutschen Energiekonzerne eine marktführende Rolle einnehmen könnten.

Im EEG2017 wurde mit der Umstellung der "Förderung" Erneuerbarer Energien auf Ausschreibungsmodelle auch ein Pilot für technologieoffene Ausschreibungen in einem Umfang von 400 MW pro Jahr verankert. Die absurde Idee dahinter: Man lasse die unterschiedlichen EE-Technologien in einer gemeinsamen Ausschreibung gegeneinander antreten und bekäme so die kostengünstigste Lösung. In der Vorstellung der Kommission wird das ganze noch radikalisiert und als europaweite Ausschreibung gedacht. Die Folgen eines solchen Systems sind offensichtlich: Windkraft würde nur noch an den Küsten und PV-Anlagen nur noch im Süden Europas gebaut und dazwischen lange, lange nichts. Und schon braucht man zehntausende Kilometer neuer Stromtrassen kreuz und quer über den Kontinent und fossile und nukleare Kraftwerke noch dazu.

Wie Spiegel Online (siehe Link) berichtet, scheint dem BMWi bei der Formulierung des betreffenden Eckpunktepapiers nun plötzlich selbst nicht ganz wohl und die Sinnhaftigkeit des Vorhabens doch schwer verkäuflich zu sein. Aber man müsse ja, weil die EU-Kommission und so... Wir wünschen an dieser Stelle viel Spaß beim Auslöffeln der selbst eingebrockten Suppe und empfehlen eindringlich, nach dem Chefkoch nun dringend auch den Beikoch und das Menü zu wechseln und endlich eine dezentrale, schnelle und kostengünstige Energiewende zu ermöglichen, anstatt sie zu blockieren.

Weitere Informationen: http://bit.ly/2lzfBdr

Mehr Informationen finden Sie wie immer auf unserer Internetseite www.eurosolar.org
Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

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Als Mitglieder unterstützen Sie unsere Unabhängigkeit und
damit die dezentrale Energiewende!
Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

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