EUROSOLAR Newsletter Juni 2017

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Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von EUROSOLAR,

hier kommt unser Juni-Newsletter! Besondere Bedeutung hat diesmal unsere Anzeigenkampagne zur Bundestagswahl, denn wir möchten Sie gerne davon überzeugen, unsere Argumente und Forderungen für eine echte Energiewende aktiv mitzutragen und durch Ihre Unterstützung zu helfen, Druck auf die Parteien im Bundestagswahlkampf zu machen. Gemeinsam mit möglichst vielen Menschen möchten wir dafür sensibilisieren, welche enorme gesellschaftliche Bedeutung die Energiewende hat. Darüber hinaus informieren wir Sie wie gewohnt über aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich Erneuerbare Energien, über unsere Veranstaltungen und Aktivitäten. Und wir freuen uns darauf, Sie am 25. Juni irgendwo zwischen Aachen, Maastricht und Tihange eingereiht in einer 90 km langen trinationalen Menschenkette gegen die belgischen Schrottreaktoren zu wissen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihr EUROSOLAR-Team

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Inhalt:

1. EUROSOLAR-Aktuell
2. Deutscher und Europäischer Solarpreis
3. Kurznachrichten
4
. EUROSOLAR unterstützt

Newsletter Header EUROSOLAR Aktuell

Anzeigenkampagne

EUROSOLAR ruft zu einer breiten Unterstützung der diesjährigen Anzeigenkampagne zur Bundestagswahl auf. Gemeinsam mit den vielen Befürworterinnen und Befürwortern einer schnellen und dezentralen Energiewende wollen wir wieder Zeichen setzen und in auflagenstarken deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen ganzseitige Anzeigen mit unserem Aufruf für eine echte Energiewende schalten. Wir bitten Sie, unseren Aufruf zu unterzeichnen und durch eine Spende die Anzeigenschaltung zu ermöglichen.

Ab einem Spendenbeitrag von 60  € werden Sie auf Wunsch namentlich in der Anzeige als Unterzeichner veröffentlicht. Lesen Sie sich gleich unseren Aufruf durch und unterstützen Sie unsere Aktion online oder via pdf-Formular. EUROSOLAR nutzt dieses Mittel der Öffentlichkeitsarbeit bereits seit 20 Jahren immer wieder und zeigt damit die Stärke bürgerschaftlichen Engagements. Mit der Bundestagswahl 2017 steht in jeder Hinsicht eine Richtungswahl vor der Türe, die darüber mitentscheidet, ob Deutschland eine echte Energiewende machen wird oder nur davon redet. Machen Sie mit uns Druck auf die Parteien und mobilisieren Sie in Ihren Netzwerken weitere Unterstützer.

Den Anzeigentext und weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier.

Stellungnahmen zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen

US-Präsident Donald Trump hat sich nun endgültig gegen den Klimaschutz ausgesprochen und stößt mit seiner Entscheidung, das Pariser Klimaschutzabkommen zu verlassen, nicht nur innerhalb der USA auf erheblichen Widerstand. Namhafte Firmen wie Microsoft, Google, Apple, Tesla, Disney und hunderte weitere Konzerne, selbst Ölfirmen aus Texas, stellen sich gegen Trumps Klimapolitik und verweigern ihm die Gefolgschaft.

Auch in Europa und Asien stößt Trump mit dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auf große mediale und politische Empörung. Wieder können Merkel und Co. mit dem Finger auf Donald Trump zeigen und sich selbst als die Klimaschützer par excellence darstellen, obwohl die eigenen Leistungen auf diesem Gebiet nicht gerade begeistern können.

Anstatt also über die USA zu jammern ist es nun mehr denn je an der Zeit, vollständig und konsequent auf den dezentralen Ausbau Erneuerbarer Energien zu setzen. Damit kann nicht nur die Erderwärmung und die Abhängigkeit von schmutzigen Rohstoffen gemindert werden – die Investitionen in nachhaltige technologische Innovationen schaffen zudem weltweit neue Arbeitsplätze und tragen zum Wohlstand für alle bei. Lesen Sie dazu unsere Stellungnahmen:

Stellungnahme von EUROSOLAR Präsident Prof. Peter Droege

Stellungnahme von EUROSOLAR Vize-Präsident Stephan Grüger, MdL

Newsletter Header Solarpreise

Noch eine Woche bis zum Bewerbungsschluss!

Die Bewerbungsfrist für die Solarpreise wurde um 2 Wochen verlängert! Bis zum 15. Juni 2017 können Bewerbungen und Vorschläge für den Deutschen und Europäischen Solarpreis eingereicht werden.

Bewerben können sich:

Städte/Gemeinden, ArchitektInnen, kommunale und privatwirtschaftliche Unternehmen, Vereine, Organisationen und Genossenschaften, JournalstInnen und natürlich BürgerInnen, die die Energiewende mit ihren Projekten und Initiativen aktiv unterstützen.

Alle Einsendungen werden einer qualifizierten Jury vorgelegt, die im Sommer über die diesjährigen PreisträgerInnen entscheidet. Die feierliche Verleihung des Deutschen Solarpreises findet gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW am Samstag, den 14. Oktober, in der VillaMedia in Wuppertal statt. Der Europäische Solarpreis wird am Samstag, den 18. November, in Wien verliehen.

Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier:

Deutscher Solarpreis
Europäischer Solarpreis

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Mieterstrom

Noch vor der parlamentarischen Sommerpause soll das Gesetz zur Förderung von Mieterstrommodellen verabschiedet werden. EUROSOLAR hatte zum Gesetzentwurf des BMWi eine ausführliche Stellungnahme verfasst und das Thema auch auf Konferenzen intensiv diskutiert. Nun hat der Bundesrat eine Stellungnahme mit Änderungsvorschlägen verabschiedet und dabei zentrale Kritikpunkte aufgenommen. So soll das Gesetz nicht auf einzelne Gebäude begrenzt bleiben, sondern auch in Quartieren und Nachbargebäuden in „unmittelbarer räumlicher Nähe“ Mieterinnen und Mieter versorgen dürfen. Außerdem empfiehlt der Bundesrat, die Größe der Anlagen auf 200 anstatt 100 kWp zu beschränken. Angesichts des schleppenden Ausbaus der Photovoltaik wird auch gefordert, den Mieterstromdeckel von 500 MWp ersatzlos zu streichen.

Leider hat der Bundesrat andere Punkte nicht konkret adressiert. So fehlt die notwendige Kritik an der bürokratischen Nachweispflicht des Anbieters von Mieterstrom, dass sein Produkt maximal 90 % der örtlichen Grundversorgung kostet. Außerdem wurde es unterlassen, die steuerrechtliche Problematik der Wohnungswirtschaft konkret anzugehen. Stattdessen wird der Gesetzgeber nur gebeten, mögliche Erleichterungen für die Wohnungswirtschaft zu prüfen, um dieses „wesentliche Hemmnis“ für Mieterstrommodelle zu beseitigen.

Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Verfassungsgericht kippt Brennelementesteuer – Aktien von RWE und E.ON steigen

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom Mittwoch das Kernbrennstoffsteuergesetz für verfassungswidrig und damit für nichtig erklärt. Gegen das 2010 im Zuge der Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Regierung erlassene Gesetz, das neu eingesetzte Brennelemente mit einer Steuer belastete, klagte bereits 2013 E.ON vor dem Finanzgericht Hamburg. Dieses hatte Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes angemeldet und schaltete das Bundesverfassungsgericht ein.

Mit dem gestrigen Urteil können die Atomkonzerne in Deutschland nun darauf hoffen, die bereits gezahlten 6,3 Milliarden Euro samt Zinsen vom Fiskus erstattet zu bekommen. In der Begründung des BVerfG wird dem Bund die Gesetzgebungskompetenz für die Einführung dieser Steuer abgesprochen, da es sich nicht um eine Verbrauchssteuer handelt. Im Klartext: Aufgrund handwerklicher Fehler der damaligen schwarz-gelben Regierung knallen in den Führungsetagen der Atomkonzerne wieder die Champagnerkorken. Die Konzerne hatten bei der Einigung über die Verteilung der Ewigkeitskosten mehrere Klagen gegen den Atomausstieg zurückgezogen, nicht jedoch die Klage gegen die Brennelementesteuer.

Weitere Informationen.

REN21: Globale Energiewende zu langsam

Die Nutzung Erneuerbarer Energien schreitet zwar weltweit voran, entwickelt sich nach Einschätzung von Experten aber deutlich zu langsam. Einer Studie des Netzwerks REN21 zufolge wurden im vergangenen Jahr 161 Gigawatt an neuen Produktionskapazitäten für Wind- und Solarenergie sowie für andere Formen der alternativen Energiegewinnung geschaffen. Jedoch entwickle sich die Energiewende "nicht schnell genug, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen", erklärte das Netzwerk am Mittwoch. Um die Erwärmung des Klimas auf 2°C zu begrenzen, müsste intensiv in alle Erneuerbaren-Energien-Technologien investiert werden, erklärt der Report. Außerdem müsse auch die Nutzung von Erneuerbaren in den Bereichen Transport, Wärme und Kühlung noch deutlich an Fahrt aufnehmen.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

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Stop Tihange! Die Menschenkette gegen Atomenergie

Anfang Juni veröffentlichten die Organisatoren der 90 Kilometer langen Menschenkette durch drei Länder auf ihrer Internetseite die Streckenzuteilung. Hier können alle Teilnehmenden – aufgeteilt nach Wohnort – ihren Standort in der Kette und Hinweise zur Anreise finden. Mittlerweile haben sich viele Lokalgruppen zusammengefunden, die gemeinsame Bus- und Fahrradtouren zum jeweiligen Kettenabschnitt anbieten.

Die Initiatoren von „Kettenreaktion Tihange“ aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden rufen am 25. Juni 2017 zu einer 90 Kilometer langen trinationalen Menschenkette von Aachen über Maastricht und Lüttich nach Tihange auf. Mit der grenzüberschreitenden Initiative wollen sie ein Zeichen setzen gegen die akute Bedrohung durch die Atomkraftwerke Tihange und Doel. Beide weisen so enorme Sicherheitsmängel auf, dass die Internationale Atomenergie-Agentur die Kraftwerke als die unzuverlässigsten der Welt einstuft.

Ein untragbares Risiko, findet neben vielen anderen Unterstützern auch EUROSOLAR. Wenn auch Sie sich gegen die Bedrohung wehren und bei der Aktion dabei sein wollen, finden Sie Infos, Anmeldung und Mitfahrgelegenheiten unter https://www.chain-reaction-tihange.eu

Mehr Informationen finden Sie wie immer auf unserer Internetseite www.eurosolar.org
Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

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damit die dezentrale Energiewende!
Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

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