Newsletter September 2017

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September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FreundInnen von EUROSOLAR,

willkommen zurück im Alltag und im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017. Mit unserem heutigen Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über unsere Aktivitäten, die kommenden Veranstaltungen und über die aktuellen Entwicklungen aus der Welt der Erneuerbaren Energien. Mit unseren Wahlprüfsteinen und unserer erfolgreichen Anzeigenkampagne haben wir die #Fragendiefehlen längst bearbeitet. Und in Das Letzte zum Schluß empfiehlen wir: Gehen Sie wählen und wählen Sie weise!

herzliche Grüße senden wir Ihnen mit unserem September-Newsletter.
Das Team von EUROSOLAR

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Inhalt:

1. EUROSOLAR-Aktuell 
2. EUROSOLAR Veranstaltungen
3. Kurznachrichten
4. Das Letzte zum Schluss

Newsletter Header EUROSOLAR Aktuell

Zweite Anzeige der EUROSOLAR-Kampagne zur Bundestagswahl

Heute erscheint die zweite Anzeige „Nur mit einer echten Energiewende können wir die Zukunft gewinnen“ unserer Kampagne zur Bundestagswahl 2017 in der Wochenzeitung „der Freitag“. Mit vereinten Kräften fordern EUROSOLAR und weit über 400 UnterstützerInnen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien stark zu beschleunigen und eine Neue Energiemarktordnung (NEMO) zu etablieren, die Erneuerbare Energien endlich ins Zentrum des Energiemarktes stellt.

Wir danken unseren UnterstützerInnen herzlich für ihr außerordentliches Engagement. Sie haben es ermöglicht, ein wichtiges Zeichen für eine schnelle, dezentrale Energiewende zu setzen und öffentlichen Druck auf die Parteien auszuüben.

Mehr Informationen zur EUROSOLAR-Anzeigenkampagne finden Sie hier.

EUROSOLAR-Jahresbericht 2016 zum Download

Mit dem Jahresbericht 2016 geben wir Ihnen einen Überblick über die Aktivitäten von EUROSOLAR und zeigen, was 2016 in der Geschäftsstelle und durch das Engagement unserer Mitglieder und ehrenamtlichen Vorstände auf die Beine gestellt wurde.

Wir konnten erfolgreich unsere Konferenzen, Symposien und andere Veranstaltungen durchführen und dank des Einsatzes von renommierten ReferentInnen den Diskurs und die Wissensvermittlung für eine schnelle und dezentrale Energiewende vorantreiben. In verschiedenen Kontexten hat EUROSOLAR darüber hinaus aktiv Partei für die Erneuerbaren Energien ergriffen, Wirkung entfaltet und neue Aktivitäten angestoßen.

Den vollständigen Jahresbericht finden Sie hier.

Mitglied werden!

EUROSOLAR arbeitet gemeinnützig und unabhängig und setzt sich mit Stellungnahmen, Konferenzen, Veröffentlichungen, Kampagnen uvm. aktiv für eine schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende innerhalb dieser Generation ein. Unterstützen Sie unsere Arbeit als Mitglied und werden Sie Teil der vielfältigen EUROSOLAR-Familie. Unsere günstigen Jahresbeiträge von 65 € für Einzelpersonen und ab 130,- € für juristische Personen ermöglichen fast allen, aktiv teilzuhaben und unsere Unabhängigkeit und zukünftige Entwicklung zu unterstützen. Für Studierende oder Menschen mit geringen Einkommen oder Renten bieten wir auf Nachweis auch reduzierte Beiträge an.

Jetzt Mitglied werden

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Call for Abstracts für die 12. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien

EUROSOLAR organisiert vom 13. bis 15. März 2018 die zwölfte Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2018), die in Zusammenarbeit mit der 7. Energy Storage Europe (conference + expo) der Messe Düsseldorf stattfindet.  Für das inhaltliche Programm der weltweit größten Speicherkonferenz laden wir Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Recht und Gesellschaft ein, Abstracts zu den Ergebnissen ihrer Arbeit rund um die Speicherung Erneuerbarer Energien bis zum 15. September 2017 hier online einzureichen https://www.conftool.pro/ires2018/.

Dank der gemeinsamen Ausrichtung der IRES 2018  mit der 7. Energy Storage Europe schaffen wir eine ideale Plattform, um die neuesten wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie die Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Anwendung von Speichertechnologien in Deutschland, Europa und der Welt zu präsentieren und und zu diskutieren. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren als internationaler Treffpunkt für zahlreiche Expertengruppen etabliert.

Alle weiteren Informationen erhalten Sie auf der IRES-Konferenz Webseite: www.energystorageconference.org

Verleihung des Deutschen Solarpreises 2017 und Symposium „Der Energethische Imperativ“


Erneuerbare Energien erlebbar machen – mit diesem Ziel verleiht EUROSOLAR seit 24 Jahren die Solarpreise an Gemeinden, Architekten, kommunale und privatwirtschaftliche Unternehmen, Vereine, Organisationen und Genossenschaften, Journalisten sowie Menschen, die die Energiewende mit ihren Projekten aktiv vorantreiben.

Wir freuen uns, Ihnen gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW am Samstag, den 14. Oktober 2017, in der VillaMedia in Wuppertal die diesjährigen Preisträger im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung präsentieren zu dürfen.

Im Vorfeld der Preisverleihung organisiert EUROSOLAR am Vormittag gemeinsam mit der Hermann-Scheer-Stiftung ein Symposium. Die Referenten knüpfen darin an das visionäre Werk „Der Energethische Imperativ“ von Hermann Scheer an und diskutieren, wie der Weg in das Solarzeitalter zügig umgesetzt werden kann.

Wir laden Sie ganz herzlich ein, der feierlichen Preisverleihung und dem spannenden Symposium beizuwohnen. Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist kostenfrei, um eine Anmeldung bis zum 6. Oktober wird gebeten. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

IRES Symposium

Am 20. November organisiert EUROSOLAR in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW zum vierten Mal das IRES-Symposium in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin. Das Symposium ergänzt die international und wissenschaftlich ausgerichtete IRES-Konferenz um die nationalen Perspektiven zur Entwicklung, Einführung und Nutzung von Flexibilitätsoptionen und Speichertechnologien.

Experten aus Energieforschung und -politik werden dazu im ersten Teil der Veranstaltung in Übersichtsvorträgen ihren aktuellen Wissens- und Forschungsstand präsentieren und diskutieren. Am Abend folgt eine parlamentarische Diskussionsrunde mit Teilnehmern aus Politik und Wissenschaft, die im Anschluss mit einem Get-Together abgerundet wird.

Mehr Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

Einen Überblick über unsere Veranstaltungstermine im Herbst und Winter sowie weitere aktuelle Informationen zu unserer Arbeit finden Sie wie immer unter www.eurosolar.org.

Newsletter Header Kurznachrichten

Studie zur massiv unterschätzten Rolle der Solarenergie

In einer neu veröffentlichten Studie vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) wird bis 2050 der Anteil von Photovoltaikanlagen an der globalen Stromversorgung mehr als dreimal so groß sein als bisher angenommen. Für die Studie wurden die Kosten für den Netzausbau, Speicher und andere Integrationsoptionen mit detaillierteren Daten berücksichtigt und neu berechnet. Ergebnis: Die Erneuerbaren werden sich in den nächsten Jahren weiter zum Hauptpfeiler einer klimafreundlichen und vor allem günstigen Stromversorgung entwickeln. Die Autoren der Studie kritisieren insbesondere die Internationale Energie Agentur IEA, die mit ihren fehlerhaften Prognosen global falsche Investionsentscheidungen provozieren. Der Anteil der Solarenergie wird statt bei 5 bis 17 Prozent eher bei 30 bis 50 Prozent liegen – und zwar selbst dann, wenn der globale Strombedarf weiter zunimmt.

Entscheidend sei, das Politik und Wirschaft, national und global, die richtigen Entscheidungen treffen und das enorme Potential der Solarenergie durch zukunftsweisende Rahmenbedingungen realisieren. Selbst ein Donald Trump werde in den kommenden Jahren seine Position als aggressiver Klimawandelleugner aufgeben müssen, wenn die amerikanische Industrie und die Bevölkerung nach „solar power first“ verlange.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Dank Microgrid-Technologie zum sicheren Stromnetz

Gemeinsam mit Projektpartnern realisierte die AllgäuerNetz GmbH & Co KG in Wildpoldsried den ersten erfolgreichen Inselnetzbetrieb nur mit Hilfe Erneuerbarer Energien. Im Testversuch wurde ein Teil des Niederspannungsnetzes erfolgreich vom öffentlichen Stromnetz abgetrennt und kurzzeitig stromlos gelegt. So wurde ein Blackout, also das Zusammenbrechen des Stromnetzes, simuliert. Die erneuerbaren Anlagen waren auf sich allein gestellt. Ein Energiespeicher mit den Maßen eines Übersee-Containers dient als Netzbildner. Die dezentralen Erzeugungsanlagen synchronisieren sich mit ihm, um das stabile Netz aufrecht zu erhalten.

Dank der integrierten dezentralen Erzeugungs- und Speicheranlagen ließ sich das Netz als Inselnetz betreiben, so dass keine Stromausfälle bei den Verbrauchern auftraten. Gleichzeitig konnte auch die Schwarzstartfähigkeit des Netzes erfolgreich getestet werden. Dieser Meilenstein, der durch Mittel des BMWi gefördert wurde, zeigt das Potential einer dezentralen Energieversorgung und die erheblich höhere Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse. Erneuerbare Energien leisten in einem dezentralen System eine stabile und sichere Stromversorgung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Offener Brief Windkraftenergie NRW

Die neue schwarz-gelbe NRW-Landesregierung behält offenbar den Kurs bei, den Ausbau der Windkraft massiv einschränken zu wollen. In der letzten Woche verteidigte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP) die Pläne mit dem Argument, er halte es für „ungünstig, dass bislang fast ausschließlich auf Windkraft gesetzt wurde. Angesichts von Bürgerprotesten geht es auch darum, die Akzeptanz für die Windenergie zu erhalten.“ Er reagierte damit auf eine gemeinsame Erklärung von 64 NRW-Unternehmen der Windenergiebranche an die Landesregierung. Darin machen die Unternehmen auf die hohe Bedeutung der Windkraft in NRW aufmerksam, sowohl hinsichtlich der Energiewende im Kohleland Nr. 1 als auch in Bezug auf die wirtschaftliche Bedeutung der Zulieferindustrie in NRW. Sie warnen vor einem Strukturbruch und dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze.

Konkret werden die Pläne der Landesregierung zur Verschärfung der Abstandsregelungen von Windrädern und der Genehmigungsverfahren kritisiert, die, ähnlich wie bereits in Bayern geschehen, den Ausbau massiv einschränken würden. Auch die von der FDP geforderte Aufhebung des Einspeisevorrangs für Erneuerbare Energien wird abgelehnt, zumindest solange es an fairen Marktbedingungen fehlt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Erkenntnisse zur Wahl

Wir sind es ja gewohnt und weisen immer wieder gerne darauf hin, doch der Kelch der Erkenntnis scheint für manche eher ein rotes Tuch zu sein: Die Förderung der Erneuerbaren Energien durch die EEG-Einspeisevergütung war nie und ist keine Subvention. Unbelehrbare mögen im gerade veröffentlichten Subventionsbericht des Bundesfinanzministeriums nachschlagen und versuchen, Gegenteiliges nachzuweisen.

Die Vergütung wird bekanntlich über ein Umlageverfahren bei den Stromkunden eingesammelt, zumindest bei allen, die keine schlagkräftige Lobbyabteilung ihr Eigen nennen. Dass das Umlageverfahren durch die letzte schwarz-gelbe Bundesregierung gezielt deformiert wurde und auch unter schwarz-rot eine vernünftige Energiemarktordnung verhindert wurde, steht auf einem anderen Blatt. Wenig beruhigend ist in dieser Hinsicht allerdings das, in einem bayerischen Bierzelt vorgebrachte, Versprechen Christian Lindners, man werde nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, sondern man wolle sich ganz neue Fehler einfallen lassen. Und davon verspricht das Wahlprogramm ja auch so einiges, vom Ende des Einspeisevorrangs über technologieoffenen Wettbewerb bis zu einem Neustart der Energiewende mit der coolen und angeblich subventionsfreien Brückentechnologie Braunkohle wird einiges geboten.

So weit, so bekannt. Wirklich enttäuscht hat uns der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Hort der staatstragenden Neutralität, der mit genau zwei Thesen zum Thema Energie leider völlig irreführende Aussagen zur Wahl stellt: "Der Ausbau erneuerbarer Energien soll vom Bund dauerhaft finanziell gefördert werden" und "In Deutschland soll auch zukünftig Braunkohle abgebaut werden dürfen." Warum wurde nicht nach einer schnellen Energiewende und einem wenigstens mittelfristigen Ausstieg aus der KohleVERBRENNUNG gefragt? Lobend sei erwähnt, dass die CDU/CSU in ihrer Begründung für die Ablehnung der ersten These wenigstens eine Klarheit schafft: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird über die EEG-Umlage und nicht über den Bundeshaushalt finanziert." Wer also dafür ist, dass die Erneuerbaren in einem fairen Markt auf eigenen Beinen stehen, landet bei denen, die den Ausbau in den vergangenen Jahren massiv ausgebremst haben. 

So gehet hin und wählet, doch wählet weise und machet nicht den Bock zum Gärtner.    

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

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Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

 

 

 

 

 

 

 

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