• Deutscher und Europäischer Solarpreis
    Feierliche Verleihung
    des Deutschen
    Solarpreises 2017


    14. Oktober
    VillaMedia, Wuppertal

  • 4. IRES-Symposium
  • Europäischer Solarpreis
    Einladung zur
    Verleihung des
    Europäischen
    Solarpreises 2017
    und Symposium
    Die Energiewende
    in Europa


    18. November, TU Wien

  • IRES 2018 Call for Abstracts
    13.-15. März 2018
    12.Internationale
    Konferenz zur
    Speicherung
    Erneuerbarer
    Energien
    und
    7. Energy Storage
    Europe

Unabhängig. Kritisch. Gemeinnützig.

Wir arbeiten für die schnelle und vollständige Ablösung atomarer und fossiler Energien durch Erneuerbare Energien. Unterstützen Sie unsere Stimme für eine dynamische und dezentrale Energiewende mit Ihrer Mitgliedschaft.

Bonn, 16 Juni 2014

Die Vorstandsmitglieder der EUROSOLAR-Sektion Deutschland, Dr. Axel Berg (Vorsitzender), Stephan Grüger und Dr. Fabio Longo, erklären zur sog. EEG-Novelle der Bundesregierung:

„Die Bundesregierung Merkel (CDU) / Gabriel (SPD) hat mit Unterstützung des grünen Staatssekretärs Baake und seinem Think-Tank „Agora Energiewende“ ein Gesetz zur Abschaffung aller wesentlichen Grundsätze der bislang erfolgreichen dezentralen Energiewende vorgelegt. Die Bundesregierung nennt den vorliegenden Gesetzentwurf Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das ist Etikettenschwindel. Sogar der Vorrang der Erneuerbaren Energien wird abgeschafft.

Vorrang hat nun die Marktintegration, was praktisch die Unterordnung der Erneuerbaren Energien unter das herrschende fossil-atomare Energiesystem bedeutet. Dazu passen unter anderem die Abschaffung der Vergütungspflicht für Erneuerbaren Strom und deren Ersetzung durch die verpflichtende Direktvermarktung genauso wie die schamlose Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage („Sonnensteuer“) sowie die Einführung von Zubau-Deckeln (genannt „Korridore“) für alle Erneuerbaren, die aktuell den Solarstrom-Ausbau abwürgen.

Nun haben es Bundestag und Bundesrat als Schöpfer des EEG (2000) und seines Vorläufers Stromeinspeisungsgesetz (1990) in der Hand, wenigstens die schlimmsten Verwerfungen zu verhindern. Der Bundestag entscheidet am 26./27. Juni 2014 über das EEG, der Bundesrat wird am 11. Juli über die Einberufung des Vermittlungsausschusses entscheiden. Neben den Bundestagsabgeordneten der Großen Koalition haben es auch die Bundesratsmitglieder der Oppositionsparteien in der Hand, den hektischen Zeitplan von Merkel und Gabriel auszuhebeln.

Siehe dazu den Beitrag von Fabio Longo bei blog.stromhaltig.de.

Der Bundesrat hätte allen Grund dazu, den Zeitplan von Merkel und Gabriel zu durchkreuzen. Nach Bekanntgabe der Eigenverbrauchsregelungen („Sonnensteuer“) hat die Bundesregierung den Schein-Konsens vom Energiegipfel am 2. April mit den Ministerpräsidenten der Länder einseitig aufgekündigt. Nachdem der Bundesrat am 23. Mai und dem vorhergehenden Regierungsbrief von Staatssekretär Baake nur noch einen Bruchteil (weniger als ein Viertel) seiner Forderungen zur sog. EEG-Novelle aufrechterhalten hat, muss er jetzt wenigstens für die Restforderungen eintreten. Die historische Zäsur zur Abschaffung des Vorrangs der Erneuerbaren Energien kann damit zwar nicht mehr abgewendet werden. Immerhin ließe sich damit aber der drohende endgültige Abbruch der dezentralen Energiewende vorerst aufhalten.

Wir fordern den Bundestag deshalb auf, dass alle 17 Forderungen des Bundesrats zur sog. EEG-Novelle umzusetzen, um damit wenigstens die Automatik zum Ausschreibungsmodell zu unterbinden, den atmenden Deckel etwas zu öffnen und die Belastung des Eigenverbrauchs abzuschwächen. Zusätzlich muss der Bundestag für eine soziale Ausgestaltung sorgen und die Belastung des Mieterstroms mit der „Sonnensteuer“ abschaffen, damit auch Mieter vom Direktverbrauch des heute günstigen Solarstroms profitieren können. Sollte der Bundestag die Forderungen des Bundesrats und den Mieterdirektverbrauch nicht umsetzen, fordern wir die Bundesländer auf, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

EUROSOLAR hat schon zu Beginn des Jahres 2014 ein Reformkonzept zur Weiterentwicklung des EEG vorgelegt: "Memorandum zum EEG: Wirtschaftlich vernünftig ist jetzt, die preiswerten Erneuerbaren beschleunigt auszubauen".

 

Termine

14. Oktober 2017

Deutscher Solarpreis

Der Deutsche Solarpreis wird zusammen mit der EnergieAgentur.NRW in der VillaMedia in Wuppertal verliehen. Ergänzt wird die feierliche Verleihung durch ein inhaltliches Symposiom am Vormittag.

10. November 2017

Teilhabe an der nachhaltigen Stadt

Gemeinsamer Workshop von EADI, Bonnsustainabilityforum und EUROSOLAR im Rahmen der COP23 in Bonn. Interessierte und Aktive aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft sind eingeladen, gemeinsame Visionen zu formulieren.

18. November 2017

Europäischer Solarpreis

Die diesjährige Verleihung des Europäischen Solarpreises findet gemeinsam mit der österreichischen EUROSOLAR-Sektion in Wien statt.

20. November 2017

IRES-Symposium

EUROSOLAR und die EnergieAgentur.NRW veranstalten erneut gemeinsam das IRES-Symposium in der Landesvertretung NRW in Berlin als Ergänzung zur jährlichen Speicherkonferenz.

02. Dezember 2017

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung der deutschen Sektion von EUROSOLAR findet in der Bonner Geschäftsstelle statt.

13.-15. März 2018

12. IRES 2018

Die 12. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES) findet gemeinsam mit der 7. Energy Storage Europe (Konferenz und Expo) in Düsseldorf statt.

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung

"Neue Energiemarktordnung statt Rettung überkommener Strukturen"

Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien macht uns unabhängig von konfliktreichen Herkunftsländern und entzieht den Konflikten um Öl, Kohle, Erdgas und Uran gleichzeitig den Treibstoff. Sie ist damit ein aktiver Beitrag zum Frieden. Sie macht die Welt sicherer. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien holt die Wertschöpfung in die Regionen und stärkt damit die ländlichen Räume, sie schafft hochwertige Arbeitsplätze in Produktion, Aufbau, Betrieb, Pflege, Wartung und später auch Abbau und Recycling von Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Lesen Sie die gesamte Resolution als pdf-Datei

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 03-2017

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 03/2017

    „Das Maß der Dinge sind die volkswirtschaftlichen Vorteile, die sich durch erneuerbare Energien ergeben. … Diese Vorteile … gehen aber verloren, wenn Erneuerbare Energien aus anderen Ländern importiert würden, wo sie kostengünstiger produziert werden könnten. Volks- und regionalwirtschaftliche statt isolierter betriebswirtschaftlicher Kalkulationen müssen deshalb der Maßstab für Transformationsstrategien sein.“
    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Das Ende der Energiewende in Bürgerhand?

    Artikel von Jens Mühlhaus, erschienen im Solarzeitalter 03/2017

    Machen wir uns nichts vor, ohne einen ernsthaften Kurswechsel in der deutschen Energiepolitik ist die Energiewende in Bürgerhand am Ende. Auch wenn wir Verfechter einer dezentralen und partizipativen es nicht wahrhaben wollen, der erwünschte Strukturwandel und der moralisch gebotene Umstieg auf Erneuerbare Energien sind politisch nicht durchzusetzen.

  • Energiewirtschaft zwischen Solarisierung und Digitalisierung

    Artikel von Dr. Holger Krawinkel, erschienen im Solarzeitalter 03/2017

    Die Energiewende hat eine umfassende Transformation der Energiewirtschaft eingeleitet, deren Höhepunkt mit massiven Veränderungen offenbar kurz bevorsteht. Diese Transformation beinhaltet vor allem einen fast vollständigen Austausch des Kapitalstocks der Stromerzeugung. Mit den stark fallenden Kosten für die wesentlichen Komponenten wie Solarmodule und Batteriespeicher rückt der Schwerpunkt der Investitionen in den privaten bzw. in den Gebäudebereich.

  • Auto-Terrorismus

    Kolumne von Franz Alt, erschienen im Solarzeitalter 03/2017

    Selten hat eine Industriebranche so intensiv und gnadenlos ihren eigenen Untergang betrieben wie dies zurzeit die deutsche Autobranche tut. Die „Großen Fünf“ – Daimler, BMW, VW, Porsche und Audi – haben nicht nur viele Jahrzehnte ihre Kunden betrogen, die Politik an der Nase herumgeführt und die Umwelt versaut, sie sind auch verantwortlich für zehntausende Tote pro Jahr: