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Pressemitteilung, Bonn, 02.03.2015

EUROSOLAR legt Memorandum zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ vor

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. – EUROSOLAR – hat heute ein Memorandum zum Grünbuch „Strommarkt der Zukunft“ vorgelegt. „Wir zeigen darin die Alternative zu dem bislang von der Bundesregierung eingeschlagenen Weg der Energiewende auf“, unterstreicht Axel Berg, Vorsitzender der deutschen Sektion von EUROSOLAR. „Wir haben die begründete Befürchtung, dass die Bundesregierung schon mit den bisherigen Änderungen am Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) die Energiewende abwürgt – und zwar weit über das von uns bereits kritisierte geplante Maß hinaus“, so Berg weiter.

Das geplante Ausschreibungsmodell werde dies noch weiter verschärfen. Die Energiewende werde dadurch teurer, ist EUROSOLAR überzeugt. Besonders die alleinige Fixierung auf den Strommarkt führe zu teuren Fehlentwicklungen. „Wir brauchen daher statt eines reinen „Strommarkt-Designs“ eine „Neue Energiemarktordnung“, die die Konvergenz der Energiemärkte herstellt und dieser Konvergenz den Marktrahmen gibt“, erklärt Dr. Fabio Longo, Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR und einer der Autoren der Stellungnahme.

EUROSOLAR ist der Überzeugung, dass der Strommarkt in einer Marktordnung mit Erneuerbaren Energien nicht allein betrachtet werden darf. Dies werde insbesondere bei der Entwicklung der Speichermöglichkeiten klar, da hier durch Power-to-Gas oder auch Power-to-Heat nicht nur der Strommarkt, sondern auch andere Energiemärkte betroffen sind. „Betrachtet man hier nur den Strommarkt, so kommt man z.B. bei Power-to-Gas zu absurden Ergebnissen, da die Wärmenutzung bei der Rückumwandlung aus der Bilanz fällt, die Folge könnte eine völlig überzogene und damit viel zu teure Kapazitätsplanung sein“, so Longo.

Einem Kapazitätsmarkt erteilt EURSOLAR eine Absage, stattdessen soll unter anderem die Flexibilitätsprämie im EEG wieder gestärkt werden. Die Integration von Energiespeichern in das Energiesystem und in den Energiemarkt ist für EUROSOLAR eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Hierfür müsse schon heute der regulatorische Rahmen hergestellt werden, betont Stephan Grüger, ebenfalls Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR und Mitautor der Stellungnahme. „Auch wenn wir nur den von der Bundesregierung geplanten langen und damit teuren Pfand der Energiewende gehen werden, brauchen wir in zehn bis 15 Jahren eine industrielle Produktion von Speichern, dafür müssen wir schon heute die Nachfrage ankurbeln“, ergänzt Grüger, der auch Experte für Industriepolitik ist. Strategisch wünschenswert sei dabei, dass Deutschland diesen industrie- und energiewirtschaftlich wichtigen Zukunftsmarkt nicht an die USA oder an asiatische Mitbewerber verliert.

Die Debatte für eine Neue Energiemarktordnung findet auch bei Twitter statt: #NEMO #Energiemarktordnung #NeueEnergiemarktordnung

 

Termine

19. September 2020

Solarpreise

Verleihung des Deutschen Solarpreises 2020 im H7 in Münster

Spätherbst 2020

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Frühjahr 2021

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung 2019

"Ohne beschleunigte Energiewende ist kein ernstzunehmender Klimaschutz möglich"

Energiebedingte Emissionen machen aktuell rund 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus. Das zeigt: Ohne sofortige Energiewende mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist ernstgemeinter Klimaschutz unmöglich. Der Vorstand und die Mitglieder der deutschen Sektion von EUROSOLAR e.V. fordern daher von der Bundesregierung die dringend notwendige, beschleunigte und ambitionierte Nutzung Erneuerbarer Energien. Nicht nur, um alles Leben vor den Folgen einer ungebremsten Klimaveränderung zu schützen, sondern auch, um den technologischen wie sozialen Fortschritt in Deutschland voranzubringen und als Vorbild für andere Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländer zu dienen.

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Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 1 – 2020

    „Der Wechsel zu emissionsfreien und unerschöpflichen Energien ist jedoch der nervus rerum jeder nachhaltigen Klima- und Umweltstrategie. Wer diesen als nachrangig ansieht, braucht mit einer globalen Klimaschutzstrategie gar nicht erst anzufangen."

    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • EUROSOLAR im weltweiten Klimanotstand: Aufruf zur Dekade der Regeneration

    Beitrag von Peter Droege, erschienen im Solarzeitalter 1-2020

    Für Klimastabilisierung mit 100 % Erneuerbaren Energien: Der neue Corona-Virus hält die Welt seit Wochen in Atem. Massive internationale Maßnahmen werden unternommen, die Pandemie einzudämmen, und sie davon abzuhalten, eine boomende Weltwirtschaft zu infizieren. Fast tausend Menschen fielen ihr bislang zum Opfer, und mehrere hunderttausend Menschen gelten bereits als betroffen.

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    Solarzeitalter - Dörte Fouquet:

    Interview mit Dörte Fouquet, erschienen im Solarzeitalter 1-2020

    Mit der Mitteilung der Kommission an das Parlament, den Europäischen Rat, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 11.12.2019 stellt die Europäische Kommission ihren Vorschlag, den europäischen „Grünen Deal“, vor.

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    „Die schnelle und umfassende Einführung Erneuerbarer Energien heute garantiert, dass wir morgen eine umweltfreundliche, sichere und kostengünstige Energie für alle haben.“ Mit diesen Worten überzeugte Hermann Scheer, Gründungsvater von EUROSOLAR, langjähriger SPD-Bundestagsabgeordneter, Träger des Alternativen Nobelpreises und eben auch Architekt des EEG, weltweit und vor Ort.