• Europäischer Solarpreis
    Europäischer
    Solarpreis 2017

    am 18. November
    in Wien verliehen

  • IRES 2018 Call for Abstracts
    13.-15. März 2018
    12.Internationale
    Konferenz zur
    Speicherung
    Erneuerbarer
    Energien
    und
    7. Energy Storage
    Europe

  • Deutscher Solarpreis

    Deutscher
    Solarpreis 2017


    am 14. Oktober
    in Wuppertal
    verliehen

Unabhängig. Kritisch. Gemeinnützig.

Wir arbeiten für die schnelle und vollständige Ablösung atomarer und fossiler Energien durch Erneuerbare Energien. Unterstützen Sie unsere Stimme für eine dynamische und dezentrale Energiewende mit Ihrer Mitgliedschaft.

Bonn, 30. Mai 2012

Die deutsche Bundesregierung, die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber suggerieren den deutschen Bürgern, dass der Bau von 4.000 km neuen Stromtrassen eine unausweichliche Notwendigkeit sei, ohne die die Energiewende nicht zu realisieren ist. Doch dem ist nicht so.

Was als unvermeidbar dargestellt wird, ist in Wirklichkeit eine ganz bewusste Entscheidung, genau diejenigen Versorgungs- und Machtstrukturen zu bewahren und sogar auszubauen, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren zurückgedrängt worden sind.

Aber schon der Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan im vergangenen Jahr war ganz auf zentralistische Strukturen ausgerichtet. Es ist sehr bedauerlich, dass schon damals berechtigte Kritik nicht aufgenommen wurde und reale Entwicklungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien einfach übersehen wurden.

Viele Bundesländer betreiben inzwischen eine Raumordnung, die es erlaubt, die lokalen und regionalen Potenziale zur regenerativen Stromerzeugung besser und systematischer auszuschöpfen. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, aber inzwischen auch Bayern und Baden-Württemberg machen durch ihre Ausbaupläne den Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans schon jetzt obsolet.

"Gerade der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien bietet die Chance, Strom genau dort zu erzeugen, wo er benötigt wird. Unnötig große Distanzen zwischen dem Ort der Erzeugung und dem Ort des Verbrauchs lassen sich so vermeiden und die erforderliche Länge neuer Stromtrassen deutlich reduzieren", so Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR.

Dies gilt insbesondere für den Einsatz der Photovoltaik. In den deutschen Großstädten, Metropolregionen und Industriezentren, deren Netze große Mengen Solarstrom aufnehmen können, besteht noch ein enormer Nachholbedarf beim Ausbau der Photovoltaik, die es in nur wenigen Jahren geschafft hat, ihre Kosten deutlich zu senken und signifikante Strommengen zu liefern, wie es jüngst das Pfingstwochenende deutlich gezeigt hat.

Dies gilt aber auch für den Ausbau der Onshore-Windenergie. Moderne Windstromanlagen erbringen an vielen Standorten im Binnenland hervorragende Erträge, ihre Stromgestehungskosten sind bereits heute nicht mehr höher als die von neu errichteten Stein- und Braunkohlekraftwerke, die darüber hinaus enorme externe Kosten und Klimaschäden verursachen.

"Windstrom aus dem Hunsrück, Westerwald oder Taunus in die Metropolregion Rhein-Main-Neckar, vom Niederrhein und dem Münsterland in das Ruhrgebiet oder von der Schwäbischen Alb in die Lastzentren Baden-Württembergs zu transportieren, ist eine ungleich geringere Herausforderung als gigantische Stromtrassen von der Nordsee bis in den Süden Deutschlands zu errichten und ermöglicht gleichzeitig eine breite regionale Wertschöpfung. Die vielen 100%-Erneuerbare-Energien-Regionen in Deutschland zeigen deutlich, dass man vor Ort lieber aktiver Teilhaber der Energiewende sein möchte und nicht nur Hinterland für Stromtrassen", so Axel Berg, Vorstandsvorsitzender der EUROSOLAR-Sektion Deutschland.

Es ist auffallend, dass bei der Debatte um die Photovoltaik ständig deren angeblich so hohe Kosten ins Feld geführt werden, während hier ganz bewusst eine Richtungsentscheidung getroffen wird, die ohne Notwendigkeit zu hohen Kosten überkommene Strukturen konserviert.

"Der nun vorliegende Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans ist unter einer falschen Prämisse entstanden. Denn das Ziel ist eben nicht die Wahrung der privatwirtschaftlichen Interessen von Stromkonzernen und Übertragungsnetzbetreibern, sondern eine erfolgreiche Energiewende. Nun liegt es an den betroffenen Bundesländern, eine Revision des Netzentwicklungsplans einzufordern", schlussfolgert Irm Scheer-Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR.

Termine

22. Februar 2018

Auftakt zur Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn

Auftaktveranstaltung zur Jahrespartnerschaft 2018 zwischen EUROSOLAR und der Stadt Bonn | Altes Rathaus, Markt 2, 53111 Bonn

13. - 15. März 2018

12. IRES 2018

12. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES) gemeinsam mit der 7. Energy Storage Europe (Konferenz und Expo) | Halle 8b, Messe Düsseldorf, Arena-Straße, 40474 Düsseldorf

15. - 16. Mai 2018

Stadtwerke-Konferenz

12. EUROSOLAR-Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“ in Kooperation mit der N-ERGIE AG und der ENERGIEregion Nürnberg e.V. | PARKS Nürnberg, Berliner Platz 9, 90409 Nürnberg

22. August 2018

Jubiläumsfest 30 Jahre EUROSOLAR

30-Jahr-Feier in der EUROSOLAR-Geschäftsstelle | Kaiser-Friedrich-Straße 11, 53113 Bonn

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung 2017

"Die Energiewende ist die zivilisatorische Herausforderung für die nächste Bundesregierung "

Resolution der Mitgliederversammlung der deutschen Sektion von EUROSOLAR am 02. Dezember 2017 Die nächste Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, den energiepolitischen Schlingerkurs der letzten Jahre zu beenden und endlich klare, verlässliche und unbürokratische Rahmenbedingungen zu schaffen, und die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie muss dafür Sorge tragen, dass die Energieversorgung Deutschlands schnell, kostengünstig und vollständig auf 100 % Erneuerbare Energien umgestellt werden kann. Dieser Wechsel ist technisch möglich, ökonomisch sinnvoll, gesellschaftlich geboten und mit einem reparierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie einer Neuen Energiemarktordnung realisierbar.

Lesen Sie die gesamte Resolution

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 04-2017

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    „Tatsächlich liegt in der allein mit erneuerbaren Energien möglichen Energiebereitstellung ohne Netze bzw. mit kleinräumigen Netzen die größte Chance, die Energieketten zu sprengen und die wirtschaftlichen Strukturen zu revolutionieren.“
    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Was kostet der Himmel?

    Artikel von Prof. Peter Droege, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    Erneuerbare Energien, Naturschutz und die Bewahrung biologischer Existenz sind untrennbar miteinander verbunden

    Zum Beginn des 30. Geburtsjahrs EUROSOLARs ist es angebracht, sich gewisser Prozesse zu besinnen, die wir gewöhnlich mit dem Ablaufen von „Zeit“ umschreiben, die auch unseren eigenen Entscheidungen und Nichtentscheidungen unterliegen.

  • Mehr Systemverantwortung für Verteilnetzbetreiber

    Artikel von Michael Wübbels, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    Auf der Verteilnetzebene sind 97 Prozent der Erneuerbaren Energien (Wind, Photovoltaik, Biomasse) angeschlossen. Fast 40 Prozent der deutschen Stromproduktion wird heute über die Verteilnetze in das Gesamtstromnetz eingespeist, Tendenz steigend. Insgesamt werden auf 1,7 Millionen Kilometern Verteilnetz über 50,5 Millionen Anschlüsse nahezu alle Privathaushalte, Gewerbe und Industrieun-ternehmen versorgt. Auf der Ebene der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) gibt es – zum Vergleich – circa 550 Anschlüsse.

  • Mieterstrom in der Praxis – vom kleinen Mehrparteienhaus bis zum Quartier

    Artikel von Dr. Tim Meyer, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    Im Juli trat das Mieterstromgesetz in Kraft. Auf ihm ruhen große Hoffnungen: 3,8 Mio. Haushalte, so eine Potenzialstudie des BMWi, können im Rahmen von Mieterstromprojekten an der Energiewende teilhaben. Zudem soll Mieterstrom den Solarzubau wieder ankurbeln, der sehr wahrscheinlich auch 2017 wieder hinter dem ohnehin schon ambitionslosen EEG-Ausbaupfad zurückbleiben wird.