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    Verleihung des
    Deutschen
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    2018

    Samstag,
    15. September
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Bonn, 30. Mai 2012

Die deutsche Bundesregierung, die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber suggerieren den deutschen Bürgern, dass der Bau von 4.000 km neuen Stromtrassen eine unausweichliche Notwendigkeit sei, ohne die die Energiewende nicht zu realisieren ist. Doch dem ist nicht so.

Was als unvermeidbar dargestellt wird, ist in Wirklichkeit eine ganz bewusste Entscheidung, genau diejenigen Versorgungs- und Machtstrukturen zu bewahren und sogar auszubauen, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren zurückgedrängt worden sind.

Aber schon der Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan im vergangenen Jahr war ganz auf zentralistische Strukturen ausgerichtet. Es ist sehr bedauerlich, dass schon damals berechtigte Kritik nicht aufgenommen wurde und reale Entwicklungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien einfach übersehen wurden.

Viele Bundesländer betreiben inzwischen eine Raumordnung, die es erlaubt, die lokalen und regionalen Potenziale zur regenerativen Stromerzeugung besser und systematischer auszuschöpfen. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, aber inzwischen auch Bayern und Baden-Württemberg machen durch ihre Ausbaupläne den Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans schon jetzt obsolet.

"Gerade der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien bietet die Chance, Strom genau dort zu erzeugen, wo er benötigt wird. Unnötig große Distanzen zwischen dem Ort der Erzeugung und dem Ort des Verbrauchs lassen sich so vermeiden und die erforderliche Länge neuer Stromtrassen deutlich reduzieren", so Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR.

Dies gilt insbesondere für den Einsatz der Photovoltaik. In den deutschen Großstädten, Metropolregionen und Industriezentren, deren Netze große Mengen Solarstrom aufnehmen können, besteht noch ein enormer Nachholbedarf beim Ausbau der Photovoltaik, die es in nur wenigen Jahren geschafft hat, ihre Kosten deutlich zu senken und signifikante Strommengen zu liefern, wie es jüngst das Pfingstwochenende deutlich gezeigt hat.

Dies gilt aber auch für den Ausbau der Onshore-Windenergie. Moderne Windstromanlagen erbringen an vielen Standorten im Binnenland hervorragende Erträge, ihre Stromgestehungskosten sind bereits heute nicht mehr höher als die von neu errichteten Stein- und Braunkohlekraftwerke, die darüber hinaus enorme externe Kosten und Klimaschäden verursachen.

"Windstrom aus dem Hunsrück, Westerwald oder Taunus in die Metropolregion Rhein-Main-Neckar, vom Niederrhein und dem Münsterland in das Ruhrgebiet oder von der Schwäbischen Alb in die Lastzentren Baden-Württembergs zu transportieren, ist eine ungleich geringere Herausforderung als gigantische Stromtrassen von der Nordsee bis in den Süden Deutschlands zu errichten und ermöglicht gleichzeitig eine breite regionale Wertschöpfung. Die vielen 100%-Erneuerbare-Energien-Regionen in Deutschland zeigen deutlich, dass man vor Ort lieber aktiver Teilhaber der Energiewende sein möchte und nicht nur Hinterland für Stromtrassen", so Axel Berg, Vorstandsvorsitzender der EUROSOLAR-Sektion Deutschland.

Es ist auffallend, dass bei der Debatte um die Photovoltaik ständig deren angeblich so hohe Kosten ins Feld geführt werden, während hier ganz bewusst eine Richtungsentscheidung getroffen wird, die ohne Notwendigkeit zu hohen Kosten überkommene Strukturen konserviert.

"Der nun vorliegende Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans ist unter einer falschen Prämisse entstanden. Denn das Ziel ist eben nicht die Wahrung der privatwirtschaftlichen Interessen von Stromkonzernen und Übertragungsnetzbetreibern, sondern eine erfolgreiche Energiewende. Nun liegt es an den betroffenen Bundesländern, eine Revision des Netzentwicklungsplans einzufordern", schlussfolgert Irm Scheer-Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR.

Termine

25. August 2018

Jubiläumsfest 30 Jahre EUROSOLAR

30-Jahr-Feier in der EUROSOLAR-Geschäftsstelle | Kaiser-Friedrich-Straße 11, 53113 Bonn

15. September 2018

Deutscher Solarpreis 2018

Festliche Verleihung des Deutschen Solarpreises 2018 | Münster-Carré, Gangolfstraße 14, 53111 Bonn

27. September 2018

30 Jahre EUROSOLAR: Ein Europa der Erneuerbaren Energien

Jubiläumssymposium und parlamentarischer Abend | Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

08. November 2018

5. IRES-Symposium

5. IRES-Symposium als Ergänzung zur IRES-Konferenz | VKU Forum, Invalidenstraße 91, 10115 Berlin

17. November 2018

Europäischer Solarpreis 2018

Festliche Verleihung des Europäischen Solarpreises 2018 | Kunstmuseum Bonn, Museumsmeile, Friedrich-Ebert-Allee 2, 53113 Bonn

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung 2017

"Die Energiewende ist die zivilisatorische Herausforderung für die nächste Bundesregierung "

Resolution der Mitgliederversammlung der deutschen Sektion von EUROSOLAR am 02. Dezember 2017 Die nächste Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, den energiepolitischen Schlingerkurs der letzten Jahre zu beenden und endlich klare, verlässliche und unbürokratische Rahmenbedingungen zu schaffen, und die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie muss dafür Sorge tragen, dass die Energieversorgung Deutschlands schnell, kostengünstig und vollständig auf 100 % Erneuerbare Energien umgestellt werden kann. Dieser Wechsel ist technisch möglich, ökonomisch sinnvoll, gesellschaftlich geboten und mit einem reparierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie einer Neuen Energiemarktordnung realisierbar.

Lesen Sie die gesamte Resolution

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 02-2018

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    „Auf der politischen Ebene entscheidet sich, ob der Energiewechsel, den die Gesellschaft vollzieht, beschleunigt wird. Der energethische Imperativ bedeutet: ultimative Beschleunigung.“
    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Am raschen Kohleausstieg führt kein Weg vorbei

    Interview mit Joachim Nitsch, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    Drei Fragen zum sogenannten Zieldreieck (Versorgungssicherheit, Kosten und Arbeitsplätze) standen seit der EUROSOLAR-Gründung im Vordergrund der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussionen. Diese haben die politische Gestaltung der sich entwickelnden Energiewende mit Erneuerbaren Energien (EE) in Auseinandersetzung mit der damaligen Energiewirtschaft bestimmt. Dabei wurde von Anfang an – und bis heute – die notwendige Diskussion um die Frage des Energiesystemwechsels ignoriert.

  • Internationale Konferenz und Messe zur Speicherung Erneuerbarer Energien 2018

    Resümee der IRES 2018 von Dirk Uwe Sauer, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    Vom 13. Bis 15. März fand die Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2018) statt. Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer, Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik an der RWTH Aachen, ist wissenschaftlicher Leiter der IRES Konferenz. In seiner Abschlussrede resümierte er die drei Konferenzstage in Düsseldorf.

  • Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück: Zwiespältige Energiepolitik der Schweiz

    Artikel von Rudolf Rechsteiner, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    58 % der Schweizer Stimmberechtigten sagten vor einem Jahr „Ja“ zum neuen Energiegesetz und damit zum Verbot neuer Atomkraftwerke. Eine echte Energiewende will aber nicht in Fahrt kommen. Abschalttermine für die uralten Atomreaktoren gibt es keine.