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Die Energiewende wird verschleppt

Artikel von Dr. Dieter Attig, erschienen im SOLARZEITALTER 01/2019

Die politischen Themen in Deutschland sind derzeit mannigfaltig. Die politischen Parteien suchen verzweifelt nach Feldern, die ihre schwindende oder gefährdete Bedeutung verbessern. Dabei geht es vorrangig um Stimmanteile. Die tatsächliche Bedeutung der Themen tritt völlig in den Hintergrund. Besonders schlimm ist die Vernachlässigung des Klimawandels, dem weltweit eine absolut vorrangige Bedeutung eingeräumt werden müsste.

Die Explosion von Bevölkerung und Konsum

Die Weltbevölkerung von derzeit etwa 7,5 Mrd. Menschen wird in den nächsten Jahren unabänderlich anwachsen. Bedingt durch die zu erwartenden negativen Entwicklungen auf den Gebieten Wasserversorgung, Nahrungsbereitstellung, Umweltverschmutzung, steigende Meeresspiegel, Landmangel und Kriege um die immer knapper werdenden Ressourcen wird die Bevölkerung in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wieder abnehmen. Dennoch dürfte eine Zahl von 9 bis 10 Mrd. Menschen in den nächsten Jahrzehnten realistisch sein. Schlimmer noch ist die Entwicklung, dass von dieser gewaltigen Zahl von Menschen immer mehr den besser situierten Klassen angehören werden, die einen mehrfachen Konsum gegenüber der armen Bevölkerung aufweisen. Diese Bevölkerungsgruppe wird sich in den nächsten Jahrzehnten mehr als verdoppeln.
Nichts deutet daraufhin, dass sich das Konsumverhalten dieser privilegierten Schicht entscheidend ändern wird. Fleischkonsum, Reisen in Autos und Flugzeugen sowie Verbrauch vielerlei Ressourcen werden ungebremst ansteigen. Die daraus resultierenden Umweltschäden sind schon heute in vielen Weltgegenden sichtbar, können in den reichen Landstrichen aber noch ausgeblendet werden. Die Konsumwelle wird auf vielen Feldern große Probleme bereiten. Der steigende Energieverbrauch ist dabei besonders gefährlich, da er stark steigende CO2-Emissionen mit sich bringt. Erforderlich wäre dagegen – nach übereinstimmender Meinung fast aller Fachleute – eine Reduzierung dieses Treibhausgases, um nicht umkehrbare Folgen der Erdüberhitzung zu vermeiden. Diese Zusammenhänge wurden auf dem Klimagipfel in Paris nicht nur wissenschaftlich herausgearbeitet, sondern auch von der Staatengemeinschaft anerkannt.

Reaktionen auf den Massenkonsum

Die daraus abzuleitenden Maßnahmen im Bereich Energieerzeugung, Verkehr und Fleischkonsum sind ebenfalls wissenschaftlich ganz eindeutig. Wir müssen den schädlichen Konsum deutlich zurückfahren und die Energieerzeugung ändern. Bei Einschränkungen im Verkehrsbereich und bei der Verringerung des Fleischkonsums handelt es sich vorrangig um Verhaltensänderungen. Selbst wenn wir in Deutschland und in anderen Ländern mit hohem Fleischkonsum und großen Mobilitätsbedürfnissen einige Änderungen erreichen könnten, würden sich die aufstrebenden Massen in den Entwicklungs- und Schwellenländern nicht beeinflussen lassen. Die immer wieder geforderte Verhaltensänderung weltweit wird nicht eintreten.
Bleibt als wesentliches Handlungsfeld die Energieerzeugung. CO2-arme Energieerzeugung erfolgt durch Atomkraft und Erneuerbare Energien. Atomenergie in dem erforderlichen Umfang ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch unbezahlbar, selbst wenn man die Beseitigungskosten des Atommülls klein rechnet. Planungs- und Bauzeiten sind zudem so lang, dass ein massiver Einsatz zu spät käme. Unsere einzige Hoffnung zur Lösung des globalen Hitzeproblems bleibt damit der sofortige und massive Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dieser Ausbau hat weltweit begonnen und wird mit der weiter fortschreitenden Senkung von deren Erzeugungskosten stetig schneller werden. In einigen Jahrzehnten wird die Errichtung neuer fossiler Anlagen die absolute Ausnahme sein.

Wir haben allerdings ein Zeitproblem.

Wächst der weltweite CO2-Ausstoss wie bisher weiter oder verstärkt er sich sogar massiv, wie es zu erwarten ist, so wird das in Paris gesetzte Ziel einer Erwärmung von maximal zwei Grad Celsius bereits in wenigen Jahrzehnten überschritten sein. Damit werden die sogenannten Kipppunkte erreicht, jenseits derer die Erwärmung nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis unkontrollierbar und ohne weiteres menschliches Zutun auf vier bis sechs Grad Celsius ansteigen wird. Die Welt wird dann eine andere sein. Afrika wird weitgehend unbewohnbar. Der Regenwald am Amazonas wird zur Wüste. Die sibirische Steppe taut auf und entlässt unvorstellbare Mengen des starken Treibhausgases Methan, usw.
Zwar wissen wir nicht, wann die Kipppunkte erreicht werden – es kann 2,5 oder auch drei Grad sein, genauso gut kann es aber auch 1,5 Grad sein –, die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen allerdings den Bereich um zwei Grad als wahrscheinlich erscheinen. Die Gefahrenzone zwischen 1,5 und zwei Grad ist auch die Basis für die Pariser Beschlüsse der Weltgemeinschaft. Damit müssen wir sofort im Bereich der Energieerzeugung umsteuern, wenn wir überhaupt noch eine Chance zum Aufhalten des Hitzekollapses haben wollen.
Ausbau der Erneuerbaren Energien

Weltweit sind viele Tausende fossiler Kraftwerke im Einsatz, die teilweise erst vor wenigen Jahren in Betrieb gegangen und damit noch Jahrzehnte funktionstüchtig sind. Bei ihrer kurzfristigen Abschaltung ließe sich die Sicherheit der Stromversorgung nur durch exzessiven Ausbau der Erneuerbaren gewährleisten. Um das Klima zu retten, müsste daher jede, aber auch jede Möglichkeit genutzt werden, Erneuerbare Energien und die dazugehörigen Speicher in die Energieversorgung einzubringen. Parallel dazu müssten bei Vorhandensein von ausreichenden Kapazitäten aus Erneuerbaren Energien die Kohlekraftwerke und insbesondere die Braunkohlekraftwerke mit ihrem hohen CO2-Ausstoss sofort zurückgenommen werden. Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Steuerung des Energieverbrauchs wären zwar in Deutschland wichtige und effektive Begleitmaßnahmen, treten aber in der weltweiten Betrachtung hinter der Umstellung des Erzeugungssystems auf Erneuerbare Energien zurück, da sie einen hohen technologischen Standard erfordern.

Der forcierte Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Außerbetriebnahme noch funktionsfähiger Kohlekraftwerke kostet zunächst Geld. Die Erneuerbaren Energien und die dazugehörigen Speicher werden jedoch insbesondere bei der enormen Zunahme der Stückzahlen schnell noch deutlich billiger werden. Schon heute sind sie bei Neubauten vielfach günstiger als Kohlekraftwerke. Speicher werden beim derzeitigen Ausbaustand der Erneuerbaren Energien nur in geringem Maße benötigt, da es andere Ausgleichsmechanismen gibt, wenn Wind und Sonne fehlen. Im Endzustand müssen die Lücken in der Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien durch billige Gaskraftwerke geschlossen werden, die in einigen Jahrzehnten wirtschaftlich mit Gasen aus erneuerbaren Prozessen betrieben werden können. Außerdem gibt es bei Wind und Sonne keine Brennstoffkosten. Damit wird schon auf mittlere Sicht die schnelle Energiewende wirtschaftlich vorteilhaft. Was bleibt, ist die Aufbringung der zunächst hohen Finanzierungen für die neuen Kraftwerke und ggf. die Entschädigungen für noch nicht abgeschriebene Kohlekraftwerke. Das Geld wäre da, zumal auf Sicht eine Wirtschaftlichkeit für diese Investitionen gegeben ist.

Was fehlt, sind die politischen Rahmenbedingungen. Massive Zuschüsse für die Einführung der neuen Technologien, Steuererleichterungen und fördernde Vorschriften, die es in vielen anderen Feldern und vor allem auch bei atomaren und fossilen Energien reichlich gibt, wären der riesigen Bedeutung des Problems angemessen. Beispielsweise wäre ein hoher Preis für CO2-Emissionen, der von einer großen Zahl von Fachleuten und Politikern seit vielen Jahren vergeblich gefordert wurde, ein wichtiger Baustein der Energiewende. Wäre er vor 20 Jahren eingeführt worden, sähe unsere Energielandschaft völlig anders aus. Alle diese erforderlichen und heute noch möglichen Maßnahmen werden allerdings nur dann ergriffen, wenn die Bedeutung der bevorstehenden Katastrophe ins Bewusstsein einer Mehrheit unserer Mitbürger, die gleichzeitig auch Wähler sind, rückt. Die Schilderung der immer wahrscheinlicher werdenden katastrophalen Veränderungen unseres Lebensumfeldes, die uns bereits in wenigen Jahrzehnten drohen, kann daher nicht drastisch genug ausfallen.

Viele heute dicht besiedelte Gebiete werden unbewohnbar werden, weil die Temperaturen extreme Werte erreichen, das Wasser ausgeht oder das Land versinkt. Wer will die dann entstehenden Flüchtlingsströme aufhalten? Es werden Kriege ausbrechen. Angesichts der globalen Katastrophe werden Hilfsorganisationen völlig überfordert sein. Milliarden von Menschen werden verhungern oder anderweitig umkommen.

Deutschland

Was hat das alles mit Deutschland zu tun, wo wir nur zwei Prozent des Weltenergieverbrauchs haben mit abnehmender Tendenz? Deutschland spielt weltweit eine bedeutende Rolle bei der schnellen Umsetzung der Energiewende. Einmal hat es durch das EEG eine unschätzbar wertvolle Beschleunigung bei der Entwicklung der Erneuerbaren Energien herbeigeführt und steht damit bei diesem Thema weltweit im Blickpunkt. Zum anderen ist es eines der reichsten Länder der Welt und kann damit die für eine schnelle Energiewende notwendigen hohen Investitionen aufbringen. Zum dritten kann es zeigen, dass die hohen Investitionen auch ökonomisch vorteilhaft sind, weil die Energieversorgung schon in relativ kurzer Zeit von wenigen Jahren günstiger wird und in großem Maße nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden. Die folgenden Überlegungen beziehen sich damit zwar zunächst nur auf die deutsche Politik, spielen aber insbesondere hinsichtlich der Schnelligkeit der Umsetzung einer neuen Energiepolitik weltweit eine bedeutende Rolle. Ein weiteres Jahrzehnt verlorener Zeit bringt uns den tödlichen Kipppunkten beim Klima dramatisch näher. In einigen Jahrzehnten werden sich die Erneuerbaren Energien aufgrund ihrer ständig größer werdenden Vorteile von ganz allein durchsetzen. Nur für das Stoppen der Klimakatastrophe wird es dann schon zu spät sein.

Was können wir also bei der Energieerzeugung verändern? Solange der Strom noch überwiegend aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, bringen Umstellungen auf Elektrizität in anderen Bereichen (Verkehr, Heizung, Antriebe usw.) nur wenig CO2-Einsparungen. Der Schwerpunkt muss daher auf dem möglichst schnellen Ersatz der fossilen Kraftwerke durch Kraftwerke auf Basis Erneuerbarer Energien liegen.

Bei dem Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung nimmt Deutschland weltweit immer noch einen Spitzenplatz ein. Viele andere Länder sind dem deutschen EEG gefolgt und haben ebenfalls mit dem Ausbau der Erneuerbaren begonnen. In vielen Ländern, und das gilt leider auch für Deutschland, ist es jedoch den Gegnern der Erneuerbaren Energien gelungen, die Entwicklung zu stoppen. Ein besonders schlimmes Beispiel hierfür ist Spanien. Dort hat es die Kohlelobby erreicht, dass die vom Staat über viele Jahre festgelegten Vergütungen für Erneuerbare sogar rückwirkend storniert wurden, so dass viele Investoren in den Bankrott getrieben wurden.

Andere Länder dagegen haben die Vorteile der Erneuerbaren Energien erkannt und bauen massiv aus. China hat Deutschland aufgrund seiner Größe bei den absoluten Zahlen in den Erneuerbaren überholt und wird demnächst nicht nur bei der Solarenergie, sondern auch bei der Windenergie die neueste Technik liefern, wenn wir weiterhin auf der Bremse stehen. Damit spielt bei dem sehr schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zwar die Abwendung der Klimakatastrophe immer noch die bei Weitem wichtigste Rolle. Aber auch industriepolitisch ist der zügige Ausbau in Hinblick auf Arbeitsplätzen und langfristig günstiger Energieversorgung von Vorteil. Dem Argument, die deutsche Wirtschaft könne sich den schnellen Kohleausstieg nicht leisten, ist entgegenzusetzen, dass gerade jetzt bei der blendenden Konjunktur die Investitionen leichter zu schultern sind als in späteren wirtschaftlich schlechteren Zeiten.

Was ist bei uns zu tun?

Ein rechtzeitiges Stoppen der Klimakatastrophe durch die Weltgemeinschaft ist trotz aller Lösungsmöglichkeiten inzwischen unwahrscheinlich. Daher müssen wir uns in Deutschland und in ganz Europa auf das zu erwartende schlimmste Szenario einstellen. Wenn Nahrungsmittel und Wasser zukünftig nicht mehr ausreichend vorhanden sein werden, wird es zu Verteilungskämpfen kommen. Die politischen Verhältnisse im Nahen Osten sind brandgefährlich und werden Europa schon in Kürze in Gefahr bringen. Die Grenzen nach Afrika werden bald nur noch mit Waffengewalt zu verteidigen sein.

Vor diesem Hintergrund müssen wir uns über deutsche und europäische Politik klarwerden. Die Verteidigung europäischer Werte ist das eine, das Überleben mit einem gewissen Lebensstandard ist das andere. Bisher haben wir noch stets proklamiert, dass alle Menschen gleich seien. Gehandelt haben wir bis jetzt nicht danach. Die ganze Geschichte des Kolonialismus sei als Beispiel genannt. Dass wir auf Kosten anderer Völker leben, die für uns zu geringem Lohn arbeiten, nehmen wir genauso in Kauf wie die Ausbeutung von Rohstoffen anderer Länder mit jämmerlichen Arbeitsbedingungen für die dortige Bevölkerung. Hauptsache, wir können billig einkaufen.

Nunmehr geht es nicht mehr um die Ausbeutung anderer Völker, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen, sondern es geht um unser Überleben – und vor allem das unserer Kinder und Enkel. Damit müssen wir durch unterstützende Maßnahmen, und dazu gehört insbesondere auch der sehr schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Fluchtursachen vor Ort bekämpfen. Zusätzlich müssen wir aber auch vorbereitet sein, dass wir jenseits der Verpflichtung, politisch Verfolgten Schutz zu gewähren, die wachsende Zahl von Wirtschafts- und Klimaflüchtlingen in Deutschland und Europa nicht aufnehmen können. Je mehr es uns gelingt, die Klimaveränderung zu verlangsamen, desto geringer wird dieses Problem sein. Aus diesen Überlegungen erwachsen Forderungen an die Prioritäten in der deutschen Politik für unser Überleben:

• Beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren Energien und um das zu ermöglichen schnelle Abschaltung der Kohlekraftwerke.
• Stärkung von Europa, selbst wenn es deutsches Geld kostet.
• als zynische Konsequenz, da die Klimakatastrophe unvermeidbar ist: Stärkung der Verteidigungskraft von Deutschland und Europa.

Die Durchsetzung des schnellstmöglichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien ist nur denkbar, wenn es gelingt, einem größeren Anteil der Bevölkerung klarzumachen, in welch beispielloser Gefahr wir uns bereits durch die drohende Klimakatastrophe befinden. Regelmäßig wird in Presse, Funk und Fernsehen über Teilaspekte berichtet. Es gelingt allerdings nicht, aus der Vielzahl der im Einzelnen bedrohlichen Zukunftsthemen die für uns ganz wichtigen Probleme herauszufiltern und daraus eine nachhaltige Umweltpolitik zu gestalten. Vielleicht tragen diese Zeilen zu einer etwas besseren Weichenstellung bei.

Die Rolle der Stadtwerke

Trotz der unglaublichen Ignoranz vieler nationaler Regierungen gegenüber den bevorstehenden Klimaveränderungen gibt es noch Hoffnung bei den dezentralen Körperschaften. Während in Amerika die Zentralregierung unter Präsident Trump den bevorstehenden Klimawandel schlichtweg leugnet, setzen sich einzelne Staaten wie z. B. Kalifornien an die Spitze der Klimabewegung.

So finden wir auch in Deutschland trotz massiven Versagens der Bundesregierung Landesregierungen, die Klimaschutzmaßnahmen massiv vorantreiben. Insbesondere aber sind es in Deutschland viele Stadtwerke, die in Übereinstimmung mit ihren Eignerkommunen nicht nur Ziele verkünden, sondern mit teilweise großem Erfolg diese Ziele auch umsetzen. Es könnte allerdings auch hier vor dem Hintergrund der gewaltigen Herausforderung noch weit mehr geschehen.

Der Weckruf richtet sich daher nicht nur an die Wähler bei Europa- und Bundestagswahlen und insbesondere auch bei Landtags- und Kommunalwahlen. Auch die Führungsebenen von Stadtwerken und anderen Energieversorgungsunternehmen sowie ihre Aufsichtsorgane sind aufgerufen, noch stärkere ökologische Prioritäten zu setzen. Gerade Stadtwerke ermöglichen in besonderem Maße den Ausbau Erneuerbarer Energien, da sie auf ihre Kunden vor Ort Einfluss nehmen können.

Fazit

Die meisten Veröffentlichungen über den Klimawandel enden damit, dass es noch eine Hoffnung auf die Vermeidung einer Klimakatastrophe gibt, wenn jetzt unmittelbar drastische Maßnahmen ergriffen werden. Dies wird weltweit nicht geschehen. So werden die beschriebenen schlimmen Szenarien, deren Beginn wir heute schon erleben, wohl Wirklichkeit werden. Durch die Notstandssituation wird der Handlungsdruck dann so stark werden, dass mit Hilfe der sich immer schneller fortentwickelnden Technik zumindest regional ein menschenwürdiges Leben möglich bleibt. Die Voraussetzungen hierfür zu verbessern, muss unser aller Ziel sein.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch hier als PDF-Dokument.

 

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 02-2019

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 2/2019.

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    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Je mehr mehr Prosumer, desto besser

    Interview mit Claudia Kemfert, erschienen im Solarzeitalter 2/2019.

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  • „Für den Erfolg der Energiewende brauchen wir die Vielen"

    Grußwort zur Stadtwerke-Konferenz in Marburg von Thomas Spies, erschienen im Solarzeitalter 2/2019.

    Am 15. und 16. März organisierte EUROSOLAR gemeinsam mit den Stadtwerken Marburg die jährlich stattfindende Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“. Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Konferenztag mit einer ermutigenden Rede.

  • Zum 75. Geburtstag von Hermann Scheer

    Artikel von Mathias Greffrath, erschienen im Solarzeitalter 2/2019.


    Am 29. April wäre Hermann Scheer 75 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erinnert der Autor und Journalist Mathias Greffrath an den Gründer von EUROSOLAR und den erfolgreichen Impulsgeber für die International Renewable Energy Agency (IRENA).