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Editorial: Solarzeitalter 2/2016

Artikel von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 2/2016

Im Referentenentwurf des BMWi (IIIB2) zum Gesetz zur Einführung von Ausschreibungen für Strom aus Erneuerbaren Energien wird diese Neuregelung als „Paradigmenwechsel“ und „alternativlos“ bezeichnet. Die Umstellung sei mit dem   Erneuerbare   Energien   Gesetz   (EEG)   2014 beschlossen, die Erfahrungen der Pilot-Ausschreibungen   für   Freiflächenanlagen   evaluiert   und   als ein Gesetz zur Durchführung von Ausschreibungen   umzusetzen.   Obwohl   die   Erfahrungen   mit Pilot-Ausschreibungen zunächst den Erfolg dieses grundsätzlichen Paradigmenwechsels belegen sollten, führt allein ihre Durchführung schon dazu, gar nicht mehr die Frage zu stellen, ob ein solcher Wechsel sinnvoll ist. Stattdessen wird ein Gesetzentwurf vorgelegt, der allein das „wie“ als Umsetzung gestaltet (Nina Scheer, Eckpunkte zum EEG 2016, Seite 11).

SZA 2/2016 Editorial von Irm Scheer-Pontenagel

Kommunale Energieversorgung braucht kommunale Gestaltungssicherheit

Artikel von Nina Scheer, erschienen im Solarzeitalter 1/2016

Es gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Kommunen in Deutschland, die Lebensbedingungen vor Ort zu organisieren. Das kommunale Leben und die lokale Infrastruktur brauchen daher ein hohes Maß an kommunaler Mitbestimmung, um der verfassungsrechtlich verbrieften Daseinsvorsorge Rechnung tragen zu können. Hierauf ist nicht zuletzt unsere Demokratie ein Stück weit angewiesen. Die Strukturen der Parteiendemokratie wären ohne das häufig kommunalpolitisch verankerte Engagement von Parteimitgliedern, Ehrenamtlern und Helfern undenkbar.

SZA 1/2016 Kommunale Energieversorgung braucht kommunale Gestaltungssicherheit

Langfristiger Bedarf an Energiespeichern für die Strom- und Energiewende

Artikel von Frank Merten, erschienen im Solarzeitalter 1/2016

Es ist nicht mehr die Frage, ob neue Energiespeicher für die Energiewende gebraucht werden, sondern wann, wo, wie viele, welche und wofür? Die Antworten darauf hängen maßgeblich vom Ausbaugrad der Erneuerbaren Energien (EE) und den betrachteten Systemgrenzen ab. Generell lässt sich sagen, dass der Bedarf an Energiespeichern etwa ab einem EE-Anteil von 50 % an der Stromversorgung zunimmt, oberhalb von etwa 75 % zwingend notwendig wird, und dann um ein Vielfaches wächst, je mehr der EE-Stromanteil an die 100% Marke rückt.

SZA 1/2016 Langfristiger Bedarf an Energiespeichern für die Strom- und Energiewende

Integrieter, digital, effizient: Erfolgsfaktoren für die Energiewende

Artikel von Andreas Kuhlmann, erschienen im Solarzeitalter 1/2016

Energiewende verändert sich. Die Herausforderungen, die in den kommenden 15 Jahren zu bewältigen sind, unterscheiden sich fundamental von dem, was in den vergangenen 15 Jahren auf der Agenda stand. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist heute Mainstream. Neue Technologien und immer mehr dezentrale Komponenten stellen die Energieversorgung dar. In Zukunft wird es vor allem auch darum gehen, diese Vielfältigkeit klug zu vernetzen und sektorübergreifend zu einer funktionierenden Einheit zu formen.

SZA 1/2016 Integriert, digital, effizient: Erfolgsfaktoren für die Energiewende

Energieautonomie und Energieautarkie

Artikel von EUROSOLAR, erschienen im Solarzeitalter 2/2016

Staatssekretär Flasbarth hat im Interview mit dem SOLARZEITALTER (2/2016, Seite 9 bis 13) auf das Bürgerengagement für die Energiewende verwiesen, das durch das „Streben nach Energieautonomie oder Energieautarkie“ motiviert sei. Eine Reihe von Gegnern der Erneuerbaren Energien versteht unter diesen Begriffen Kampfbegriffe, die gegen die konventionellen Energiekonzerne gerichtet und die unter den gegebenen Rahmenbedingungen schädlich und nicht realisierbar seien. Das SOLARZEITALTER dokumentiert als Beitrag zur politischen Begriffsklärung Hermann Scheers Definition aus seinem Buch „Energieautonomie. Eine neue Politik für erneuerbare Energien“, München 2005, Seite 235 bis 237.

SZA 2/2016 Energieautonomie und Energieautarkie

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 2 - 2020

    „Politische Konzepte zur Mobilisierung EE müssen (deshalb) die volkswirtschaftlichen Vorteile in einzelwirtschaftliche Anreize übersetzen. Diese Vorteile – und damit die eigenen volkswirtschaftlichen Spielräume für einen Energiewechsel – gehen aber verloren, wenn EE aus anderen Ländern importiert würden, wo sie kostengünstiger produziert werden könnten.Volks- und regionalwirtschaftliche statt isolierter betriebswirtschaftlicher Kalkulationen müssen deshalb der Maßstab für Transformationsstrategien sein.“

    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Interview mit Uwe Leprich

    Interview erschienen im Solarzeitalter 2 - 2020

    Seit der Verabschiedung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 wird dieses als Fördergesetz Erneuerbarer Energien im Rahmen von Novellierungen angepasst. Das ist notwendig und richtig so, allerdings haben wechselnde Regierungen und politische Einflussnahmen das Ursprungsgesetz bürokratisch überfrachtet und seine Wirksamkeit zur Einführung EE ins Gegenteil verkehrt.

  • Energiewende am Wendepunkt? Die EEG-Novelle 2021

    Beitrag von Nina Scheer, MdB, erschienen im Solarzeitalter 2 - 2020

    Mit der unter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier entstandenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird die Energiewende an einen Wendepunkt gestellt: Geht der Gesetzentwurf in seiner vom Bundeskabinett verabschiedeten Form durch, wird ab 2021 der schleichende Ausstieg aus der Energiewende eingeleitet. (Ab) 2021 wird dann mehr installierte Leistung verloren gehen, als ausgebaut wird. In diesem Sinne bedarf es umfangreicher Änderungen, für die sich die SPD Fraktion im Parlamentarischen Verfahren einsetzt.

  • CCS - Carbon Capture and Storage: Aber wohin mit dem CO2?

    Artikel von Ulf Bossel, gekürzt erschienen im Solarzeitalter 2 - 2020

    Mit den drei Buchstaben CCS soll die Energiewelt verändert werden [1, 2, 3, 4]. „Carbon Capture and Storage“ beherrscht die Diskussion zur zukünftigen Stromversorgung mit Kohle. Würde das bei der Kohleverbrennung entstehende Kohlendioxid vom Rauchgas getrennt und entsorgt, würde Kohle zu einem sauberen Energieträger – so das Wunschdenken. Von „clean coal“ ist die Rede, von der Nachrüstung aller Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidern, vom sauberen Kohlestrom für die nächsten Generationen und, wie sollte es anders sein, von riesigen Investitionen in eine "nachhaltige" Zukunft.

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