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Presseinformation: Resolution des Vorstands von EUROSOLAR Deutschland zum Friedensnobelpreis

Bonn, 9.10.2017 – Der Vorstand der deutschen Sektion von EUROSOLAR e.V. begrüßt die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN und gratuliert ICAN zu dieser Ehrung, die erneut Aufmerksamkeit auf den Wahnsinn der Atomwaffen lenkt.

Der Kampf gegen Atomwaffen und der Kampf gegen Nuklearwirtschaft und Atomkraftwerke sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Bei der sogenannten "friedlichen Nutzung der Kernenergie" ging es den Befürwortern der Atomkraft immer auch um die Schaffung und Erhaltung einer ebenfalls militärisch nutzbaren Nuklearwirtschaft.

Dabei hat sich ein zivilmilitärischer Komplex herausgebildet, der bis heute den Ausstieg aus der Atomkraft bekämpft und dessen Lobbyisten kein "Argument" zu absurd ist, um es mit großem finanziellen Aufwand zu verbreiten. So wittert die Atomlobby zum Beispiel die Chance, mit einer einseitigen Fokussierung auf Klimaschutz und CO2 eine Renaissance der Atomkraft einzuleiten, als gäbe es keine Atomabfallproblematik, keine Atomunfälle und keine Atombomben.

EUROSOLAR ist seit drei Jahrzehnten der Überzeugung, dass Atombomben und Atomkraftwerke zusammen gedacht und beide abgeschafft werden müssen – für eine friedlichere und erneuerbare Welt.