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Mehr Systemverantwortung für Verteilnetzbetreiber

Artikel von Michael Wübbels, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

Auf der Verteilnetzebene sind 97 Prozent der Erneuerbaren Energien (Wind, Photovoltaik, Biomasse) angeschlossen. Fast 40 Prozent der deutschen Stromproduktion wird heute über die Verteilnetze in das Gesamtstromnetz eingespeist, Tendenz steigend. Insgesamt werden auf 1,7 Millionen Kilometern Verteilnetz über 50,5 Millionen Anschlüsse nahezu alle Privathaushalte, Gewerbe und Industrieun-ternehmen versorgt. Auf der Ebene der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) gibt es – zum Vergleich – circa 550 Anschlüsse.

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Mieterstrom in der Praxis – vom kleinen Mehrparteienhaus bis zum Quartier

Artikel von Dr. Tim Meyer, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

Im Juli trat das Mieterstromgesetz in Kraft. Auf ihm ruhen große Hoffnungen: 3,8 Mio. Haushalte, so eine Potenzialstudie des BMWi, können im Rahmen von Mieterstromprojekten an der Energiewende teilhaben. Zudem soll Mieterstrom den Solarzubau wieder ankurbeln, der sehr wahrscheinlich auch 2017 wieder hinter dem ohnehin schon ambitionslosen EEG-Ausbaupfad zurückbleiben wird.

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Balkonkraftwerke – Bürgerrecht statt Grauzone

Artikel von Matthias Hüttmann, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

Balkonkraftwerke haben einen rebellischen Charme. Ist es mit ihnen doch möglich, einen wesentlichen Teil der Grundlast eines Mieterhaushalts selbst zu produzieren. Aufgrund ihrer kleinen Leistung wird wenigstens 80 Prozent des erzeugten Stroms direkt verbraucht, was eine Einsparung von bezogenem Strom mit sich bringt. Dadurch sind diese Geräte auch ohne EEG-Vergütung wirtschaftlich.

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Haben wir ausreichend Ressourcen für eine Mobilität mit 100 % Versorgung aus Erneuerbaren Energien?

Artikel von Johannes Lackmann, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

In den letzten beiden Dekaden beruhte die Hoffnung für eine weitestgehend Erneuerbare Energieversorgung der Mobilität auf der Bioenergie. Diese Perspektive ist nicht zuletzt aufgrund der unseligen ‚Tank-oder-Teller Debatte‘ der Hungerverbände weitgehend wieder abhandengekommen. Der Bioenergieanteil am Kraftstoff ist zuletzt sogar wieder gesunken auf nunmehr etwa 5 %.

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Vorrang für erneuerbare Energien muss bleiben

Kolumne von Franz Alt, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

Deutschland kann mit einer neuen Bundesregierung nur zukunftsfähig bleiben, wenn die nächste Regierung das Klimaschutzziel erreicht, das schwarz-gelb im Jahr 2010 beschlossen hat: 40 % weniger CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990. Zurzeit sind es erst blamable 27 % weniger.
Ohne rasches Abschalten von Kohlekraftwerken ist dieses Regierungsziel, das auch international verpflichtend ist, nicht zu erreichen.

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Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 02-2018

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    „Auf der politischen Ebene entscheidet sich, ob der Energiewechsel, den die Gesellschaft vollzieht, beschleunigt wird. Der energethische Imperativ bedeutet: ultimative Beschleunigung.“
    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Am raschen Kohleausstieg führt kein Weg vorbei

    Interview mit Joachim Nitsch, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    Drei Fragen zum sogenannten Zieldreieck (Versorgungssicherheit, Kosten und Arbeitsplätze) standen seit der EUROSOLAR-Gründung im Vordergrund der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussionen. Diese haben die politische Gestaltung der sich entwickelnden Energiewende mit Erneuerbaren Energien (EE) in Auseinandersetzung mit der damaligen Energiewirtschaft bestimmt. Dabei wurde von Anfang an – und bis heute – die notwendige Diskussion um die Frage des Energiesystemwechsels ignoriert.

  • Internationale Konferenz und Messe zur Speicherung Erneuerbarer Energien 2018

    Resümee der IRES 2018 von Dirk Uwe Sauer, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    Vom 13. Bis 15. März fand die Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2018) statt. Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer, Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik an der RWTH Aachen, ist wissenschaftlicher Leiter der IRES Konferenz. In seiner Abschlussrede resümierte er die drei Konferenzstage in Düsseldorf.

  • Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück: Zwiespältige Energiepolitik der Schweiz

    Artikel von Rudolf Rechsteiner, erschienen im Solarzeitalter 02/2018

    58 % der Schweizer Stimmberechtigten sagten vor einem Jahr „Ja“ zum neuen Energiegesetz und damit zum Verbot neuer Atomkraftwerke. Eine echte Energiewende will aber nicht in Fahrt kommen. Abschalttermine für die uralten Atomreaktoren gibt es keine.