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Das Energiepaket der EU-Kommission: Fortschritt oder Rückschlag für Erneuerbare Energien?

Artikel von Jo Leinen, erschienen im Solarzeitalter 01/2017

Die Europäische Kommission hat im November letzten Jahres ein Paket zur Überarbeitung der EU-Energiegesetzgebung vorgelegt. Hauptziele der Vorschläge sind die Ausgestaltung der Europäischen Energieunion und die Umsetzung der EU-Klimaziele für 2030. Trotz vieler positiver Ansätze zeigt sich Verbesserungsbedarf, um Entwicklungen im Bereich Erneuerbare Energien nicht auszubremsen und um dem Versprechen der Kommission „Saubere Energie für alle Europäer“ gerecht zu werden. Konkret sollte die Verbindlichkeit der Vorschläge erhöht und das Ausbauziel für Erneuerbare aufgestockt werden. Die Rolle der Verbraucher und kleinerer Marktteilnehmer sollte gestärkt und die Kooperation zwischen Mitgliedstaaten gefördert werden. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten sollten in den kommenden Monaten daran arbeiten, dass das Energiepaket nicht zum Rückschlag für die europäische Energiewende wird.

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Keine Energiewende ohne Verkehrswende

Artikel von Franz Alt, erschienen im Solarzeitalter 01/2017

In China sind 2016 etwa 1,6 Millionen Menschen an Smog und Feinstaub gestorben, in Indien über eine Million und in den EU-Länder über 400.000. Wie lange wollen wir diesen Massenmord noch hinnehmen?

In China müssen Käufer von Neuwagen, die noch mit Benzin fahren, oft bis zu über einem Jahr auf ihre Zulassung warten und müssen bei Smog mit Fahrverboten rechnen – während ein Elektroauto sofort zugelassen wird und auch immer fahren darf. Es ist klar, wem die Zukunft gehört.

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Editorial 4-2016

Editorial von Irm Scheer-Pontenagel im Solarzeitalter 4/2016

Die Ergebnisse der Pariser Klimakonferenz als das weltweite Festlegen anzustrebender Ziele zur nötigen Reduzierung von Treibhausgasen wurden sehr gelobt und begrüßt und damit hohe Erwartungen an die nationalen Umsetzungspläne der Konferenz in Marrakesch geknüpft. Frühere Klimakonferenzen wurden von dem Satz begleitet: „International reden und national aufschieben“. Zu befürchten ist, dass die heutige Option heißt: „International reden und national aussteigen!“ Was es bedeutet, wenn eine Nation wie die USA sich aus dem weltweit so wichtigen Thema Energie und Klima verabschiedet, ist noch nicht absehbar. Um so wichtiger ist daher die Ankündigung von hohen Ausbauzielen Erneuerbarer Energien vieler Länder und großer Städte.

SZA 4/2016 Editorial von Irm Scheer-Pontenagel

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Status der Energiewende: Das Imperium schlägt zurück von Stephan Grüger

Artikel von Stephan Grüger, MdL im Solarzeitalter 04/2016

Fans der Star-Wars-Saga wissen, was auch Barack Obama auf seiner Abschiedstour häufiger sagt: Geschichtliche Entwicklungen finden nicht linear, sondern dynamisch, oder besser – mit Hegel und Marx zu sprechen – dialektisch statt. Der Fortschritt ist nicht linear – schon allein aus dem simplen Grund, dass des einen Fortschritt des anderen Untergang bedeuten kann.

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Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 04-2018

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 04/2018

    „Zwar können bei Kosten- und Preisvorteilen erneuerbarer Energien ab einem bestimmten Zeitpunkt die Garantievergütungen entfallen, aber nicht die Vorrangstellung, die den bleibenden höheren gesellschaftlichen Wert erneuerbarer Energien markiert.“

    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Neujahrsgruß 2019

    Die Zeit der Verwirklichung ist da: das Jahr der regenerativen Resilienz

    Artikel von Peter Droege, erschienen im Solarzeitalter 04-2018

    2018 war ein überaus aktives Jahr für uns, mit vielen Programmen und Veranstaltungen, viele in unserem heimatlichen Bonn, in Berlin – und in zahlreichen Städten und Regionen unserer Sektionen. Es war ein Jahr der Erneuerung, Stärkung und Vorbereitung.

  • „Wir brauchen Bürgerenergie in großem Maßstab“

    Interview mit Volker Quaschning, erschienen im Solarzeitalter 04-2018

    Die Diskussion um neue Trassenführungen im Rahmen der Energiewende mit Erneuerbaren Energien (EE) wird so lange geführt werden wie die Annahme vorherrscht, Überschuss-Strom aus dem Norden müsse – wegen der Aufgabe von Atomkraftnutzung – in den Süden transportiert werden.

  • 2019: Zehn Jahre IRENA

    Eine kurze Chronologie „The long Road to IRENA“, erschienen im Solarzeitalter 04-2018

    Am 26. Januar 2019 jährt sich die Gründung der International Renewable Energy Agency (IRENA) zum zehnten Mal. Hermann Scheer hatte sich seit Anfang der 1990er Jahre kontinuierlich und unermüdlich für die Gründung einer solchen Agentur als Gegenpol zur Internationalen Energieagentur (IEA) stark gemacht.