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Editorial: Solarzeitalter 1/2016

Artikel von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 1/2016

Die Ergebnisse der Pariser Weltklimakonferenz sind natürlich ein Thema dieser Ausgabe. Fast euphorisch klangen so manche Bewertungen des Pariser Klimaabkommens. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, äußert sich im Interview (Seite 9) zu den Ergebnissen der Konferenz wie auch zu den Chancen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien als wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel. Wie häufig im Verlaufe von Interviews rücken Themen in den Vordergrund, die weiterer Information und Argumentation bedürfen. Wir halten es, wie Jochen Flasbarth, für fatal, den Ausbau der Erneuerbaren Energien „insgesamt deutlich abzubremsen“.

SZA 1/2016 Editorial von Irm Scheer-Pontenagel

Energieautonomie und Energieautarkie

Artikel von EUROSOLAR, erschienen im Solarzeitalter 2/2016

Staatssekretär Flasbarth hat im Interview mit dem SOLARZEITALTER (2/2016, Seite 9 bis 13) auf das Bürgerengagement für die Energiewende verwiesen, das durch das „Streben nach Energieautonomie oder Energieautarkie“ motiviert sei. Eine Reihe von Gegnern der Erneuerbaren Energien versteht unter diesen Begriffen Kampfbegriffe, die gegen die konventionellen Energiekonzerne gerichtet und die unter den gegebenen Rahmenbedingungen schädlich und nicht realisierbar seien. Das SOLARZEITALTER dokumentiert als Beitrag zur politischen Begriffsklärung Hermann Scheers Definition aus seinem Buch „Energieautonomie. Eine neue Politik für erneuerbare Energien“, München 2005, Seite 235 bis 237.

SZA 2/2016 Energieautonomie und Energieautarkie

Eckpunkte zum EEG 2016

Artikel von Nina Scheer, erschienen im Solarzeitalter 2/2016

Wir   tragen   in   Deutschland   mit   Blick   auf   die Fortsetzung   der   Energiewende   eine   große   Verantwortung.   Weltweit   besteht   eine   hohe   Aufmerksamkeit, mit welchen Instrumenten in der Industrienation   Deutschland   als   europaweit wirtschaftsstärkstes   Exportland   die   Energie- wende   vorangebracht   wird.   Dreh   und   Angelpunkt   der   Energiewende   ist   der   Ausbau   Erneuerbarer Energien: Über 30 % unseres Stroms in Deutschland ist inzwischen regenerativ. Es entstanden   auf   diesem   Weg   ca.   450   000   Arbeitsplätze – verteilt auf kleine Installationsbetriebe,   aber   auch   Erneuerbare-Energien-Unternehmen, die die betreffenden Technologien binnen weniger   Jahre   zu   Weltmarktprodukten   revolutionierten.

SZA 2/2016 Eckpunkte zum EEG 2016

Länderchefs reichen Bundesregierung die Hand zur Abschaffung des EEG

Artikel von Fabio Longo, erschienen im Solarzeitalter 2/2016

Die außerparlamentarische undemokratische Einigung von Bund und Ländern auf die Abschaffung der Kernbestandteile des EEG und die Einführung verheerender Ausschreibungen bedeutet eine historische Zäsur für die Energiewende. Die Regierungschefs der Länder haben gestern einer Politik der Bundesregierung die Hand gereicht, die schweren Schaden für die meisten Regionen in Deutschland bringen, die Kosten für Verbraucher steigern und die Energiewende abwürgen wird.

SZA 2/2016 Länderchefs reichen Bundesregierung die Hand zur Abschaffung des EEG

Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 04-2017

    Editorial von Irm Scheer-Pontenagel, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    „Tatsächlich liegt in der allein mit erneuerbaren Energien möglichen Energiebereitstellung ohne Netze bzw. mit kleinräumigen Netzen die größte Chance, die Energieketten zu sprengen und die wirtschaftlichen Strukturen zu revolutionieren.“
    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Was kostet der Himmel?

    Artikel von Prof. Peter Droege, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    Erneuerbare Energien, Naturschutz und die Bewahrung biologischer Existenz sind untrennbar miteinander verbunden

    Zum Beginn des 30. Geburtsjahrs EUROSOLARs ist es angebracht, sich gewisser Prozesse zu besinnen, die wir gewöhnlich mit dem Ablaufen von „Zeit“ umschreiben, die auch unseren eigenen Entscheidungen und Nichtentscheidungen unterliegen.

  • Mehr Systemverantwortung für Verteilnetzbetreiber

    Artikel von Michael Wübbels, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    Auf der Verteilnetzebene sind 97 Prozent der Erneuerbaren Energien (Wind, Photovoltaik, Biomasse) angeschlossen. Fast 40 Prozent der deutschen Stromproduktion wird heute über die Verteilnetze in das Gesamtstromnetz eingespeist, Tendenz steigend. Insgesamt werden auf 1,7 Millionen Kilometern Verteilnetz über 50,5 Millionen Anschlüsse nahezu alle Privathaushalte, Gewerbe und Industrieun-ternehmen versorgt. Auf der Ebene der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) gibt es – zum Vergleich – circa 550 Anschlüsse.

  • Mieterstrom in der Praxis – vom kleinen Mehrparteienhaus bis zum Quartier

    Artikel von Dr. Tim Meyer, erschienen im Solarzeitalter 04/2017

    Im Juli trat das Mieterstromgesetz in Kraft. Auf ihm ruhen große Hoffnungen: 3,8 Mio. Haushalte, so eine Potenzialstudie des BMWi, können im Rahmen von Mieterstromprojekten an der Energiewende teilhaben. Zudem soll Mieterstrom den Solarzubau wieder ankurbeln, der sehr wahrscheinlich auch 2017 wieder hinter dem ohnehin schon ambitionslosen EEG-Ausbaupfad zurückbleiben wird.