EUROSOLAR Newsletter August 2017

Newsletter Header Newsletter

August 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FreundInnen von EUROSOLAR,

mit unserem August-Newsletter begrüßen wir Sie im diesjährigen Sommerloch. Ob Sie gerade auf Reisen sind, Balkonien zur Entspannung vorziehen oder vielleicht der- oder diejenige sind, die stellvertretend für Ihre urlaubenden KollegInnen die Stellung halten muss: Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. Da auch bei EUROSOLAR die Räder nie still stehen, informieren wir Sie zu den aktuellen Aktivitäten zum Bundestagswahlkampf, zu unseren kommenden Veranstaltungen und werfen einen speziellen Blick nach NRW, wo die neue schwarz-gelbe Landesregierung unter einem „Neustart bei der Energiewende“ ein rapides Bremsmanöver plant und sich auch noch mit einigen anderen Themen wird auseinandersetzen müssen.

herzliche Grüße senden wir Ihnen mit unserem August-Newsletter.
Das Team von EUROSOLAR

Falls Bilder und Grafiken nicht richtig angezeigt werden, können Sie diese Email auch im Browser öffnen.

Inhalt:

1. EUROSOLAR-Aktuell
2. EUROSOLAR Veranstaltungen
3. Kurznachrichten
4. Das Letzte zum Schluss

Newsletter Header EUROSOLAR Aktuell

Antworten auf energiepolitische Wahlprüfsteine online!

EUROSOLAR arbeitet parteiunabhängig und eigenständig für eine schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende und unterzieht die Energiepolitik stehts einer kritischen Analyse. Bereits im Juni haben wir die im Bundestag bzw. ersatzweise in mehr als der Hälfte aller Landesparlamente vertretenen Parteien zu ihren zukünftigen Energiewende-Plänen befragt und energiepolitische Wahlprüfsteine vorgelegt. Alle Parteien (mit der leicht zu verkraftenden Ausnahme der AfD) haben unsere Fragen beantwortet. Wir haben die Antworten übersichtlich auf unserer Internetseite dokumentiert und ermöglichen Ihnen damit hoffentlich eine gute Wahl!

In der kommenden Ausgabe unseres Magazins SOLARZEITALTER finden Sie weitere Einschätzungen zur Bundestagswahl. Falls Sie unser Magazin noch nicht erhalten, empfehlen wir Ihnen: jetzt Mitglied bei EUROSOLAR werden!

Anzeigenkampagne zur Bundestagswahl geht in die nächste Runde!

In engem Zusammenhang zu den Wahlprüfsteinen steht unsere erfolgreiche Anzeigenkampagne zur Bundestagswahl. Mit der Unterstützung hunderter SpenderInnen konnten wir unsere Forderungen an die zukünftigen Koalitionäre am 22.07.2017 bereits in einer ganzseitigen Anzeige in der Wochenzeitung DIE ZEIT veröffentlichen. So wurden weitere UnterstützerInnen erreicht und wir freuen uns, dass wir Anfang September mindestens eine weitere Anzeige schalten können. Wenn Sie uns dabei ebenfalls noch unterstützen möchten und unseren Aufruf für eine echte Energiewende  ebenfalls namentlich zeichnen möchten, finden Sie hier alle notwendigen Informationen.

Der IRES Call for Abstracts ist gestartet

EUROSOLAR und der WCRE rufen zur Beteiligung am Call for Abstracts für die 12. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2018)  auf. Vom 13. bis 15. März 2018 findet die internationale wissenschaftliche Konferenz gemeinsam mit der Konferenz und Messe der 7. Energy Storage Europe der Messe Düsseldorf statt. Zusammen bildet sie die wichtigste Plattform für alle Themen rund um Energiespeicher. Das Gesamtprogramm umfasst neben der größten Messeausstellung Beiträge aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und bietet den Gästen ein umfassendes, top-aktuelles und spannendes Programm. Aus den Einsendungen für den Call for Abstracts stellt das wissenschaftliches Steering-Committee der IRES das Vortragsprogramm sowie eine umfangreiche Posterausstellung zusammen.

Alle Informationen zum Call, gerne auch zum Verteilen in Ihren Netzwerken, finden Sie hier: www.energystorageconference.org

Mitglied werden!

EUROSOLAR arbeitet gemeinnützig und unabhängig und setzt sich mit Stellungnahmen, Konferenzen, Veröffentlichungen, Kampagnen uvm. aktiv für eine schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende innerhalb dieser Generation ein. Unterstützen Sie unsere Arbeit als Mitglied und werden Sie Teil der vielfältigen EUROSOLAR-Familie. Unsere günstigen Jahresbeiträge von 65 € für Einzelpersonen und 130,- € für juristische Personen ermöglichen fast allen, aktiv teilzuhaben und unsere Unabhängigkeit und zukünftige Entwicklung zu unterstützen. Für Studierende oder Menschen mit geringen Einkommen oder Renten bieten wir auf Nachweis auch reduzierte Beiträge an.

Jetzt Mitglied werden

BannerEUROSOLARVeranstaltungen

Solarpreise

In diesem Jahr haben sich wieder eine Vielzahl spannender Projekte, Organisationen und Personen für die Solarpreise beworben. Wir möchten allen Teilnehmenden noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement danken.

Am 28. Juli kamen die Jurymitglieder in der Bonner Geschäftsstelle zusammen, um über die eingegangen Bewerbungen und Vorschläge zu diskutieren und die diesjährigen Preisträger zu benennen. Diese werden wie immer kurz vor der jeweiligen Preisverleihung öffentlich bekannt gegeben.

Die Gewinner des Deutschen Solarpreises 2017 werden gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW am Samstag, den 14. Oktober 2017, in der VillaMedia in Wuppertal gebührend gewürdigt. Ergänzt wird die Veranstaltung am Vormittag durch ein spannendes inhaltliches Symposium. Eine kostenfreie Anmeldung wird in Kürze über unsere Webseite möglich sein.

Der Europäische Solarpreis 2017 wird am Samstag, den 18. November 2017, in Zusammenarbeit mit der EUROSOLAR-Sektion Österreich in Wien verliehen. Nähere Informationen erhalten Sie ab September auf den englischen Seiten von EUROSOLAR.

Mitgliederversammlung

Am 2. Dezember 2017 findet in der Bonner Geschäftsstelle unsere alljährliche Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand und die Geschäftsführung laden dazu ein, über unsere Arbeit und die Entwicklung der beiden letzten Jahre zu informieren und zu diskutieren.

Im Zuge der Veranstaltung finden auch die Wahlen für den Vorstand von EUROSOLAR Deutschland statt. Alle teilnehmenden ordentlichen Mitglieder sind berechtigt, die personelle Besetzung des ehrenamtlichen Vorstands für die kommenden zwei Jahre mitzubestimmen.

IRES-Symposium

Im Zusammenhang mit der IRES-Konferenz organisiert EUROSOLAR in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW das IRES-Symposium am 20. November in Berlin. Das Symposium ergänzt bereits zum vierten Mal die IRES-Konferenz, welche sich mit Themen zur Entwicklung, Einführung und Nutzung von Flexibilitätsoptionen, insbesondere von Speichertechnologien auseinandersetzt.

Im ersten Teil der Tagesveranstaltung halten Experten aus Energieforschung und -politik Übersichtsvorträge. Am Abend folgt eine parlamentarische Diskussionsrunde mit hochkarätigen Teilnehmern. Abgerundet wird der Tag mit einem Get-Together beim Abendempfang.

Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie in Kürze hier.

Einen Überblick über unsere Veranstaltungstermine im Herbst und Winter sowie weitere aktuelle Informationen zu unserer Arbeit finden Sie unter www.eurosolar.org.

Newsletter Header Kurznachrichten

Neue NRW-Landesregierung will Windkraft bremsen

Nach dem Antritt der Regierungsgeschäfte wird deutlich, welchen Kurs die Koaltition aus CDU und FDP unter Ministerpräsident Achim Laschet in der Energiepolitik einschlägt. Bereits bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags wurde lauthals angekündigt den Ausbau der Windkraft zu bremsen und durch neue Abstandsregelungen zu erschweren. Nun soll auch die bau- und planungsrechtliche Priviligierung der Windkraft angegriffen werden. Argumentiert wird dabei mit angeblich überlasteten Netzen, die den Strom gar nicht transportieren könnten, was nachweislich in NRW so gut wie nie vorkommt. Nun hat die Stiftung Umweltenergierecht aus Würzburg ein Hintergrundpapier vorgelegt, dass die rechtliche Zulässigkeit solcher Abstandsregelungen auf Landesebene kritisch hinterfragt. Das Gutachten finden Sie hier.

Offener Brief an NRW-Landesregierung

Angesichts der unverhohlenen Drohungen insbesondere der wiedererstarkten FDP gegen die Energiewende (dazu auch die Antworten der FDP auf unsere Wahlprüfsteine s.o.) fühlen sich immer mehr engagierte Organisationen und Einzelpersonen herausgefordert. Im vergangenen Monat hat eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen eines Kölner Instituts einen offenen Brief an Herrn Laschet und Herr Pinkwart veröffentlicht und die Argumente unter die Lupe genommen.

Den offenen Brief finden Sie hier.

Ewigkeitskosten der Braunkohle – eine Geheimsache?

Nicht nur in NRW, hier aber in besonderem Ausmaß, stellt sich früher oder später die Frage, wie mit den ökologischen Schäden des Braunkohleabbaus umzugehen ist. Dem Verursacherprinzip folgend müsste die RWE AG für die von ihr betriebenen Tagebaue auch die Folgekosten aufbringen. Dafür hat RWE nach eigenen Angaben 2 Milliarden € an Rückstellungen gebildet. Doch erstens bestehen berechtigte Zweifel daran, dass diese Summe für die Bewältigung der Ewigkeitskosten ausreichen kann und zweitens sind im Falle einer Insolvenz von RWE auch die Rückstellungen futsch. B90/DIE GRÜNEN haben ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass zu dem Schluss kommt, dass der Bund für diese Kosten nicht einstehen wird und demnach die Belastung alleine den SteuerzahlerInnen in NRW auf die Füße fallen würde. Der WDR hat sich um Einsicht in die Unterlagen bei der Bezirksregierung Arnsberg bemüht, aus denen die internen Schätzungen von RWE hervorgehen sollen. RWE hat jedoch einer Einsichtnahme widersprochen.

Newsletter Header zum Schluss

Heiße (schmutzige) Luft: Der Dieselgipfel

Letzte Woche trafen sich in Berlin Bundesminister, Ministerpräsidenten und die Chefs der größten deutschen Autohersteller zum so genannten Dieselgipfel. Unter öffentlichem Druck hat sich die Regierung kurz vor der Wahl dazu breit schlagen lassen, sich die Minderung von Stickoxiden als „aktuell drängendste Aufgabe“ auf die Agenda zu schreiben. Um die Gesundheit ihrer Bürger zu schützen, fordert sie eine „neue Verantwortungskultur von der Automobilindustrie“. Diese fängt damit an, dass die Hersteller den Besitzern von Dieselautos mit den Abgasgrenzwerten Euro 5 und Euro 6 ein Software-Update und den dafür nötigen Werkstattbesuch zahlen müssen.

Eine Minimalforderung angesichts der Tatsache, dass nicht nur Stickoxide, sondern auch Kohlendioxid weiter die Luft belasten. Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland fünf Millionen Tonnen mehr CO2 ausgestoßen als im Vorjahreszeitraum, ein Plus von 1,2 Prozent. Hauptverantwortlich für den Emissionsanstieg war der Verkehrssektor. Bislang haben Automobilunternehmen ohne Sorge über rechtliche Konsequenzen agiert. Gesetzliche Standards wurden manipuliert, während Verkehrsministerium und Zulassungsbehörde weggesehen haben. Die Konsequenz daraus? Ein Software-Update.

Wer hat Priorität im Interessenkonflikt zwischen Umwelt- und Verbraucherschutz auf der einen und Schutz eines wichtigen Industriezweigs auf der anderen Seite? Bei einem medienwirksamen Skandal wie diesem ist die Empörung groß, die Überraschung fällt jedoch traurigerweise gering aus. Die Automobilkonzerne vergiften die Luft, betrügen und nehmen massiven Einfluss auf die Politik. Wer hätte das gedacht? Und wem war nicht vorher schon bewusst, wie tief die Automobilindustrie auch zwischen den Skandalen in die Politik eingebunden ist?

Nehmen wir das Beispiel E-Mobilität: Seit Jahren blockieren deutsche Automobilhersteller, teils mit radikalen Methoden, die Entwicklung zu einem geplanten Umstieg auf Elektroautos. Aus heutiger Sicht wäre der von der EU-Kommission vorsichtig geplante Umstieg, bis 2030 nur noch emissionsfreie Pkw zuzulassen, durchaus machbar. Schließlich handelt es sich nur um die Zulassung von Neuwagen. Doch hier läuft die Autoindustrie Sturm. Die Erkenntnis, dass in der E-Mobilität die Zukunft liegt, scheint einfach nicht anzukommen. Währenddessen beginnt ein unwiderruflicher Wettlauf gegen die Zeit, denn andere Autohersteller wie das US-Unternehmen Tesla haben schon jetzt einen großen Vorsprung und werden deutsche Hersteller mit Leichtigkeit abhängen.

Wie in allen umweltpolitischen Fragen wäre mehr Ehrgeiz dringend notwendig. Eine Politik muss es sich leisten, auch Nein sagen zu können und den Autoherstellern klare Regeln aufzuweisen. Etwa dadurch, dass man in 20 Jahren die Neuzulassung von Benzinern und Dieselautos verbietet. Das würde Planungssicherheit geben und den Innovationsdruck erhöhen.

 

Die aktuellsten Neuigkeiten des Vereins gibt es auch bei Twitter unter @EUROSOLAR_D.

Stärken Sie die Arbeit von EUROSOLAR und werden Sie Mitglied!
Als Mitglied unterstützen Sie unsere Unabhängigkeit und
damit die dezentrale Energiewende!
Mehr Informationen finden Sie auf www.eurosolar.org.

Powered by AcyMailing